ZF stärkt Division E-Mobility

ZF Friedrichshafen stärkt die Division E-Mobility durch neue Gebäude und Standorte. In Schweinfurt eröffnete der Zulieferer ein Gebäude für die Bereiche Verwaltung, Entwicklung und Vertrieb. Zudem wird das globale Produktionsnetzwerk für Elektroantriebe um Standorte in Serbien und China erweitert.

In dem neuen Schweinfurter Gebäude hat ZF Platz für rund 520 Mitarbeiter geschaffen. Ihre Arbeitsplätze wurden nach dem sogenannten Bürokonzept 3.0 des Zulieferers gestaltet, das projektbezogenes und flexibles Arbeiten ermöglicht und die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander erleichtert. Schweinfurt zählt mit insgesamt mehr als 9.400 Beschäftigten zu den größten ZF-Standorten weltweit. Neben der 2016 gegründeten Division E-Mobility wird auch die ZF-Division Aftermarket von Schweinfurt aus gesteuert.

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Neues von SKF: Rotor-Positionslager für Elektro- und Hybridfahrzeuge

Für die Automobilindustrie hält SKF unzäh-lige maßgeschneiderte Lösungen bereit. Dazu gehört seit Kurzem auch ein neues, kompaktes Rotor-Positionslager: Die jüngste Generation eignet sich für alle riemengetriebenen Starter-Generator-Anwendungen – sowohl im etablierten 12V-Bereich als auch in kommenden 48V-Bordnetzen.

Der riemengetriebene Starter-Generator (Belt-driven Starter Generator; BSG) hat sich bei der Auslegung von Antriebssträngen für Mild-Hybridfahrzeuge bewährt: Das Konzept stellt eine kostengünstige Lösung zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen dar. Zu diesem Zweck ermöglicht das Gerät u. a. Schnellstart und -stopp sowie regeneratives Bremsen (Rekuperation) und liefert beim Beschleunigen zusätzliche Power.

Um wirklich effizient arbeiten zu können, muss die elektronische Steuereinheit des BSG permanent und verzögerungsfrei die Rotorposition und / oder -geschwindigkeit erfassen. Das lässt sich mit Hilfe eines Rotor-Positionslagers (in Kombination mit einem direkt ins Steuergerät integrierten Sensor) äußerst zuverlässig und wirtschaftlich bewerkstelligen. Aus diesem Grund hat SKF in den letzten Jahren – in enger Zusammenarbeit mit einem der weltweit führenden BSG-Hersteller – ein Rotor-Positionslagerdesign entwickelt, das in der Branche als Benchmark betrachtet werden kann.

Inzwischen steigen sogar manche „Neulinge“ in die Produktion von BSGs ein, da der Markt für Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit hoher Wahrscheinlichkeit wachsen wird. Um sich selbst auf die Anforderungen dieses erweiterten Herstellerkreises vorzubereiten, hat SKF nun ein „universelles“ Rotor-Positionslagerkonzept realisiert: Es ist axial kompakt, aber dennoch robust und lässt sich dadurch problemlos in aktuelle wie zukünftige BSG-Designs integrieren.

Die jüngste Generation der Rotor-Positionslager von SKF verfügt über ein Gehäuse (das sowohl das Lager selbst als auch den Magnetring beinhaltet), welches einem „normalen“ freistehenden Lager ähnelt. Deshalb lässt es sich ganz einfach auf die vorgesehene Lagerstelle der BSG-Welle aufpressen – direkt neben dem Steuergerät. Da der Magnetring auf dem Lageraußenring montiert ist, nehmen die axialen Abmessungen des BSG – trotz der Sensorintegration durch das Lager – nicht zu. Außerdem sind die neuen Rotor-Positionslager sowohl für aktuelle 12V- als auch für zukünftige 48V-Systeme geeignet.

In der Praxis werden die SKF Rotor-Positionslager jeweils als kundenspezifische Einheiten ausgeliefert, die ein abgedichtetes Lager und einen magnetischen Impulsring zur Messung der Rotorwinkelposition und / oder -geschwindigkeit integrieren. Sie können in einer Vielzahl von Antriebswellenanwendungen und elektrischen Maschinen zum Einsatz kommen. Dabei widerstehen sie schweren Störmagnetfeldern sowie starken Vibrationen und wirken nicht zuletzt elektrischem Rauschen entgegen. So liefern sie auch unter der Motorhaube, im Bereich riemengetriebener Starter-Generatoren und Fahrmotoren, hochwertige magnetische Impulse. Mehr unter…

LEONI: Die globalen Drahtzieher aus Franken

BORDNETZSYSTEME UND MEHR
1917 vor den Toren Nürnbergs als Drahtwerkstatt gegründet, ist das Unternehmen Leoni heute – vor zwei Jahren feierte es seinen 100. Geburtstag – als Spezialist für Kabelsysteme weltweit in mehr als 31 Ländern mit mehr als 88.000 Mitarbeitern aktiv – unter anderem auch in Mainfranken.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück ins Jahr 1569, als der aus Lyon stammende Franzose Anthoni Fournier damit begann, in Nürnberg sogenannte leonische Waren herzustellen: vergoldete und versilberte Fäden und Drähte, die vor allem in kostbaren Stickereien verwendet wurden. Diese glitzernden Gespinste und dekorativen Perldrähte waren im klerikalen, aber auch im zivilen Bereich gefragt. In der Folgezeit siedelten sich weitere Betriebe an, sodass sich die Region Nürnberg zu einem Zentrum dieses Gewerbes entwickelte.

Firmengründung durch Zusammenschluss
1917 schlossen sich die drei Firmen Vereinigte Leonische Fabriken Nürnberg-Schweinau, Johann Philipp Stieber aus Roth und Johann Balthasar Stieber & Sohn GmbH aus Nürnberg-Mühlhof zusammen – und gründeten die Leonischen Werke Roth-Nürnberg AG. Schon 1923 ging das Unternehmen an die Börse, um weiteres Kapital zu beschaffen. In den 50er-Jahren begann die Fertigung von Anschlussleitungen für Elektrogeräte, die in steigender Zahl auf den Markt kamen. Leoni konfektionierte in den 50er-Jahren erste Kabelsätze für die boomende Automobilindustrie und legte damit den Grundstein für den Unternehmensbereich Bordnetzsysteme, der heute einen Großteil der weltweit produzierenden Fahrzeughersteller zu seinem Kundenkreis zählt. Mehr unter…

SCHAEFFLER Übergangszeitalter der Hybride

ANTRIEBE DER ZUKUNFT
Die Schaeffler-Gruppe mit Stammsitz in Herzogenaurach ist einer der größten Automobil- und Maschinenbauzulieferer der Welt. Am Werk in Schweinfurt stellen 5.400 Mitarbeiter Wälzlager für unterschiedlichste Branchen her. „Wirtschaft in Mainfranken“ sprach mit Professor Dr.-Ing. Peter Gutzmer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technologie der Schaeffler AG, über die Elektromobilität, künftige Herausforderungen für die Zulieferbranche – und welche Auswirkungen dies unter anderem für den Standort Schweinfurt haben könnte.

Schaeffler hat einen umfangreichen Transformationsprozess eingeleitet, der die Abläufe im Unternehmen, das Produktportfolio und die Geschäftsmodelle auf die zukünftigen Anforderungen der Digitalisierung, Elektrifizierung sowie Vernetzung vorbereitet. Global arbeiten über 92.000 Mitarbeiter für Schaeffler, in Deutschland sind es etwa 32.000 Beschäftigte. Das Unternehmen entwickelt und produziert unter anderem Kupplungssysteme, Wälzlager, Getriebeteile und weitere Präzisionskomponenten für die Antriebstechnik. Mehr unter…

Jopp: Vom Dynamo zur Tiptronic

Das Bad Neustädter Traditionsunternehmen Jopp wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Heute ist Jopp ein erfolgreicher Automobilzulieferer, dabei stand die Zukunft des Unternehmens vor rund 30 Jahren auf Messers Schneide. Künftigen Herausforderungen der Branche – etwa der Elektromobilität – will Jopp mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder begegnen. Mehr unter…

 

Erster zugelassener „Made in Germany“ E-Scooter für Straßen und Radwege

Der E-Scooter „moover“ von Metz mecatech darf aufgrund einer Sondergenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes als erstes in Deutschland hergestelltes Elektrokleinstfahrzeug auf Straßen und, ähnlich wie bei einem Fahrrad, auch auf Radwegen gefahren werden. Somit ist der Metz moover vor vielen Konkurrenzprodukten legal im deutschen Straßenverkehr unterwegs. Der solide verbaute Elektro-Tretroller erfüllt alle Anforderungen, die an Qualitäts-E-Bikes gestellt werden, sowie die StVZO §20. Es besteht keine Helmpflicht.

Bildquelle: Metz mecatech GmbH

Hochwertiger Metz-Scooter endlich in Deutschland erlaubt
Der Metz moover hebt sich in Rechtssicherheit und Qualität deutlich von Billig-E-Scootern ab – dies wurde Metz durch zwei Instanzen bestätigt: Das Kraftfahrt-Bundesamt erteilte dem Metz moover bereits vor der noch ausstehenden eKFV (Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung) eine Sondergenehmigung mit ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis), durch die das Fahrzeug auf deutschen Straßen und ausgewiesenen Radwegen fahren darf. Ein akkreditiertes Prüfinstitut testete den Metz moover außerdem in Anlehnung an die Pedelec-Norm DIN EN 15194 und befand ihn als ein ebenso sicheres und hochwertiges Fortbewegungsmittel wie ein Elektrofahrrad. Ab 1. März können Kunden den E-Scooter im ausgewählten Fachhandel beziehen und sind somit legal mit einem Qualitätsfahrzeug im deutschen Straßenverkehr unterwegs. Der Metz moover war bereits im Jahr 2018 der Öffentlichkeit präsentiert worden, bis zur Erteilung der deutschen Straßenverkehrszulassung konnte Metz ihn nur außerhalb Deutschlands vermarkten.

Sicher, robust und Made in Germany
Der Metz moover wurde im fränkischen Zirndorf entwickelt und konstruiert und wird auch dort gefertigt. Im Gegensatz zu vielen günstig produzierten E-Scootern ist der Metz moover ein hochwertiges, alltagstaugliches Fahrzeug mit einem stabilen, verzinkten und in Deutschland gefertigten Rahmen. Für ein komfortables Fahrgefühl sorgen das breite Trittbrett und der tiefe Schwerpunkt. Mit den luftgefederten 12-Zoll-Rädern stellen selbst Schlaglöcher keine Unfallgefahr mehr dar. Ein Tagfahrlicht, Rückreflektor sowie langlebige mechanische Scheibenbremsen machen den moover zu einem sicheren und wartungsarmen Fortbewegungsmittel.

Kompakter Fahrspaß auf Kurzstrecken
Der Metz moover ist auf Langstrecken kein Ersatz für ein Fahrrad, hat jedoch auf kurzen Strecken Vorteile: Er lässt sich zum Beispiel leichter als ein Fahrrad in der Wohnung, im Büro oder auch im Kofferraum verstauen. Das erste E-Mobilitätsprodukt der Firma Metz eignet sich für alle, die Kurzstrecken schnell und sicher zurücklegen wollen. Das betrifft vor allem Stadtbewohner, Wohnmobilisten, Mitarbeiter auf großen Werksgeländen und Pendler. Letztere können zum Beispiel die Parkplatzknappheit in der Innenstadt umgehen: Mit dem moover im Kofferraum ihres Pkws können sie bis zu einem Parkplatz im äußeren Stadtbereich fahren, den E-Scooter aufklappen und von dort aus die letzten Kilometer durch die Innenstadt komfortabel zurücklegen. Am Ziel­ort ist keine Parkplatzsuche mehr nötig, der moover kann zusammengeklappt und beispielsweise ins Büro mitgenommen werden. Der E-Scooter erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h und der Elektromotor wird nach kurzem Anschieben bequem über ein Handpedal am Lenker beschleunigt. Der moover kann an jeder herkömmlichen Steckdose in drei bis vier Stunden aufgeladen werden und erreicht mit einer Akkuladung bis zu 25 km Reichweite.

Legal und unkompliziert
Für den Metz moover muss der Halter eine (nicht personengebundene) Haftpflichtversicherung für 35,70 € abschließen. Mit der Versicherung bekommt der Kunde eine kleine, selbstklebende Versicherungsplakette. Wer außerdem 15 Jahre alt ist und mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung hat, ist mit dem Metz moover rechtlich sicher unterwegs. Ein Fahrradhelm muss zwar beim Fahren nicht getragen werden, dies wird aber von Metz empfohlen.

Sicher in die Zukunft
Die Sonderzulassung für den Metz moover erfolgte in Anlehnung an die Vorschriften für Leichtmofas. Diese Zulassung ist gültig, bis die neue, derzeit noch ausstehende eKFV (Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung) in Kraft getreten ist. Moover-Käufer müssen sich jedoch keine Gedanken machen: Alle bis zu diesem Zeitpunkt verkauften Fahrzeuge werden automatisch der in der eKFV beschriebenen Fahrzeugklasse zugeordnet und können in Zukunft bedenkenlos weitergefahren werden.

Verkaufsstart
Der Verkauf in Deutschland startet am 1. März 2019. Erhältlich ist der Metz moover in drei Farben: Schwarz, Rot und Grau. Der UVP beträgt 1.998,- €. Auskunft zum Vertrieb erhalten Sie unter der Telefonnummer 0911 9706-190 oder per Mail an
vertrieb@metz-moover.de Weitere Informationen zum Metz moover finden Sie unter www.metz-moover.de


Technische Daten | Features

  • Gepäckträger zur Montage von Taschen und Transportboxen
  • LED-Leuchte mit Tagfahrlichtfunktion (entsprechend der StVZO) und Reflektor
  • Display mit Anzeige von Geschwindigkeit, Akku-Ladestand und Tages-Km-Stand
  • Verzinkter, pulverbeschichteter Rahmen
  • Einzigartiger Faltmechanismus zum Transport im Autokofferraum
  • Reichweite: bis zu 25 km, je nach Gewicht des Fahrers und Fahrbedingungen
  • Beschleunigung feinfühlig dosierbar über Handpedal
  • 12-Zoll-Luftreifen von Schwalbe für komfortables Fahrgefühl auch auf unebenen Untergründen
  • Hochwertige Scheibenbremsen vorne und hinten (160 mm Durchmesser)
  • Breites Trittbrett (B: 18 cm)
  • Klingel

Abmessungen (L x B x H) und Gewicht

  • Fahrbereit: 117,5 x 51 x 100 / 117 cm (Lenkerhöhe verstellbar)
  • Flach gefaltet: 100 x 51 x 47 cm
  • Schmal gefaltet: 100 x 26 x 64 cm
  • Gewicht: ca. 16 kg (inkl. Akku)

Motorisierung

  • Bürstenloser 250-Watt-Motor (Nenndauerleistung), 500 Watt Peakleistung
  • Softwarekonzept für angenehmes Anfahren
  • Standard-Modus: Höchstgeschwindigkeit 20 km/h, Motorunterstützung ab 3 km/h
  • Schritttempo-Modus: Höchstgeschwindigkeit 6 km/h, Motorunterstützung ab 2 km/h
  • Hinterrad-Antrieb für optimalen Fahrbahnkontakt bei der Beschleunigung
  • 216-Wh-Lithium-Akku (Ladezeit ca. 4 h, abhängig vom Ladezustand des Akkus), 36 V Betriebsspannung

Rechtliches

  • Zugelassen für das Fahren auf Straßen und ausgeschilderten Radwegen
  • Versicherungspflichtig
  • Fahrerlaubnis notwendig (mindestens Mofa-Prüfbescheinigung)
  • Mindestalter 15 Jahre
  • Tragen eines Fahrradhelms empfohlen

Sicherheit

  • Allgemeine Betriebserlaubnis des Kraftfahrt-Bundesamtes
  • Fahrzeugklasse: KKR L-Mofa bis 20 km/h (eKFV – Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung bis 500 W)
  • Geprüft in Anlehnung an die Pedelec-Norm DIN EN 15194, bei einem akkreditierten deutschen Prüfinstitut
  • CE-konform
  • Made in Germany

Quelle.

Neue Hybridfähre in Dänemark mit Antriebstechnik aus Nürnberg

Antriebs- und Automatisierungsspezialist Baumüller erhält Auftrag von der dänischen Werft Hvide Sande zur Lieferung eines hybriden Antriebssystems

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Neue Hybridfähre für Verbindung zwischen den Häfen Æro and Rudkøbing/Bild: Hvide Sande

Saubere Energie ist ein wichtiger Trend für die Verkehrswege unserer Zukunft. Auch zu Wasser, denn der Schiffsverkehr zählt gleichfalls zu den Verursachern der Luftverschmutzung. Der deutsche Antriebs- und Automatisierungsspezialist Baumüller und die dänische Werft Hvide Sande bauen deswegen gemeinsam eine neue hybride Auto- und Personenfähre. Damit gehören sie mit zu den Vorreitern von modernen Antriebskonzepten im dänischen Schiffsverkehr. Ab Herbst 2019 wird das Schiff der Fährgesellschaft ÆrøXpressen für eine neue Verbindung zwischen den Häfen Ærø und Rudkøbing unterwegs sein und bis zu 32 Pkw und 196 Passagiere befördern.Neue Hybridfähre für Verbindung zwischen den Häfen Æro and Rudkøbing/Bild: Hvide Sande

„Skandinavien ist der größte Schiffsmarkt in Europa mit vielen Fährverbindungen und erfährt aktuell einen starken Trend hin zu ökologischen Lösungen. Wir tragen auf dem Wasser mit unserer hybriden Fähre zum umweltfreundlichen Verkehr bei. Mit Baumüller haben wir einen kompetenten und professionellen Partner für Antrieb und Energieerzeugung gefunden“, erklärt Martin Larsen, Senior Project Manager, Hvide Sande.

Die neue Fähre ist eine dieselelektrische Hybridlösung: Elektromotoren treiben sie an, nur zur Stromerzeugung sind noch Dieselaggregate an Bord. Alternativ kann sie auch batteriebetrieben fahren. Innerhalb der Häfen läuft die Fähre vollelektrisch. Der moderne Hybrid-Antrieb reduziert Treibstoffbedarf und Emissionen signifikant. Die neue Fähre ist nicht nur umweltfreundlich, sondern mit 11 Knoten auch schnell: Die Überquerungszeit zwischen den Häfen Ærø und Rudkøbing wird ca. 45 Minuten betragen. Außerdem sorgt das hybride Antriebskonzept dafür, dass die Fähre eine gute Manövrierfähigkeit und sehr geringe Vibrationen aufweist.

„Wir freuen uns, Hvide Sande und ÆrøXpressen bei diesem modernen Fährprojekt zu unterstützen. Für uns als internationalen Antriebsspezialisten gehört Dänemark zu einem wichtigen skandinavischen Markt. Deswegen haben wir in 2018 auch eine dänische Niederlassung gegründet, da wir viel Potential für anspruchsvolle Projekte sehen“, erklärt Swen Jacob, Regional Manager North Germany + Scandinavia, Baumüller.

Für die neue Hybridfähre in Dänemark wird Baumüller das gesamte hybride System, speziell auf die Bedürfnisse des Schiffs zugeschnitten, liefern. Das deutsche Unternehmen übernimmt das komplette Engineering für Antrieb und Energieerzeugung: Elektro-Maschine des Dieselgenerators, Antriebe für Propeller und Bugstrahlruder, Energieverteilungssystem  und Bordnetzspannungserzeugung. Zum Einsatz kommen speziell auf die Bedürfnisse der Schiffe entwickelte Komponenten. Das Unternehmen hat allein in 2018 bereits eine hybride Fähre in Deutschland und eine vollelektrische Fähre in Asien ausgerüstet und auch 2019 weitere Systeme für Arbeitsschiffe im Auftragsbestand.

Quelle.

Leoni / Diehl: Batteriesysteme für die Elektromobilität

Elektromobilität E-Mobility

© Firstsigna

Die Entwicklung von Batteriesystemen für die Elektromobilität ist eine komplexe Angelegenheit: Viele Komponenten müssen optimal zusammenarbeiten, um hohe Reichweiten und niedrige Ladezeiten zu erreichen.

Die Nürnberger Unternehmen Leoni und Diehl wollen nun ihr Know-how beim Wärme-Management sowie bei der Energie- und Datenübertragung nutzen, um zusammen Technologien für den Wachstumsmarkt Elektromobilität zu entwickeln. „Wir wollen gemeinsam als neuer Systempartner für Hochvolt-Batterien auftreten“, so Martin Stüttem, der im Vorstand der Leoni AG für den Bereich Bordnetz-Systeme verantwortlich ist.

„Leoni und Diehl ergänzen sich optimal, wenn es um Hochvolt-Anwendungen in Batteriesystemen geht“, erklärte Dr. Heiner Schunk, Sprecher des Bereichsvorstandes von Diehl Metall. Durch die strategische Partnerschaft wollen die beiden Nürnberger Technologieunternehmen an den überdurchschnittlichen Wachstumsraten bei Elektroautos teilhaben, die sie bis 2025 auf jährlich über 30 Prozent veranschlagen. Ein weiterer Grund für die Kooperation ist, dass die Automobilhersteller verstärkt nach ganzheitlichen Lösungen und Systemansätzen fragen, statt nur einzelne Komponenten zu bestellen.

Leoni bringt ihre Expertise bei Verkabelung, Stecksystemen, Batterie- und Wärme-Management in die Zusammenarbeit ein, Diehl Metall steuert das Know-How im Bereich Zellkontaktiersysteme bei. Nach Angaben der beiden Partner gibt es international nicht viele Anbieter, die eine solche Systemkompetenz vorweisen können und auch die optimale Einbindung in das Gesamtbordnetz abdecken. Zielgruppen sind sowohl die Automobilhersteller als auch die Batterieproduzenten weltweit, es würden bereits konkrete Gespräche mit potenziellen Kunden geführt.

Quelle WIM

Bertrandt Nürnberg: Mehr Elektro wagen!

Bertrandt

© Thomas Tjiang: Bauen Kapazitäten auf: Christian Ruland, Geschäftsführer von Bertrandt Ingolstadt (l.), und Michael Weber, Verantwortlicher für die neue Betriebsstätte in Nürnberg.

Der Entwicklungsdienstleister baut die Sparte Elektromobilität aus – mit einem neuen Standort in Nürnberg.

In der Verkehrspolitik wird die Elektromobilität künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Auch Nürnberg wird bei diesem Thema mehr Gewicht bekommen, denn der Bertrandt-Konzern hat dort einen neuen Standort eröffnet. Im High Tech Center Nürnberg in der Neumeyerstraße arbeiten zunächst rund 50 Spezialisten, die vorhandenen und neuen Kunden aus dem Großraum Nürnberg Zugang zur gesamten Entwicklungsbreite und -kompetenz des Unternehmens verschaffen sollen. Michael Weber, Verantwortlicher für die neue Betriebsstätte, sieht den Dienstleister damit als „technologisches und prozessuales Bindeglied“ zwischen Automobilherstellern und Lieferanten.

Der Bertrandt-Konzern mit seiner Zentrale im baden-württembergischen Ehningen entwickelt individuelle Lösungen für die internationale Automobil- und Luftfahrtindustrie in Europa, China und den USA. Der Nürnberger Standort gehört zur Konzerntochter Bertrandt Ingolstadt und soll die Kapazitäten im Bereich Elektromobilität vergrößern, wie Weber weiter ausführt. Die E-Mobilität sorgt aus seiner Sicht dafür, dass sich die bisherige Wertschöpfungskette von den klassischen Autobauern stärker zu den Lieferanten verlagert. Bertrandt komme hierbei zugute, in Deutschland für alle Autohersteller tätig zu sein.

In Nürnberg wird etwa am Thermomanagement gearbeitet, um beispielsweise eine Batterie für E-Autos immer im richtigen Temperaturbereich zu halten. Beim Trendthema Elektromobilität dreht sich viel um den elektrischen Gesamtantrieb. Der ist aber nicht nur auf E-Autos beschränkt, auch im Anlagen- und Werkzeugbau wird der
E-Antrieb immer wichtiger. Außerdem wird in der Entwicklung mit einem „digitalen Zwilling“ gearbeitet. Diese Methode erlaubt es, mit den Konstruktionsdaten virtuell in einer speziellen Cloud den Betrieb eines Bauteils wie unter realen Bedingungen zu simulieren und weiterzuentwickeln. Solche Simulationen helfen auch im Bereich der gesamten Fahrzeugsicherheit. Weil in den USA beispielsweise andere Aufpralltests als in Deutschland notwendig sind, macht es die Simulation leichter, die Sicherheitszertifikate zu bekommen.

Ein weiteres Arbeitsfeld ist die „Mixed Reality“, in der die Entwickler in einer virtuellen Umgebung interaktiv arbeiten können. So können sie sich beispielsweise mit einer speziellen Brille simulieren lassen, wie das Felgendesign eines Reifens die Luftströmung beeinflusst. Dieses Tool soll auch anderen Firmen zur Verfügung gestellt werden. Eine junge Anwendungsmöglichkeit aus dem Flugzeugbau sind beispielsweise Schulungen, bei denen Monteure das Schrauben an einem neuen Flugzeugantrieb virtuell lernen können.

Für dieses Geschäftsfeld sind speziell ausgebildete Medieninformatiker nötig, ergänzt Christian Ruland, Geschäftsführer von Bertrandt Ingolstadt. Das sei ein weiterer Grund für den Standort im High Tech Center Nürnberg. Angesichts voller Auftragsbücher seien fehlende Fachkräfte ein begrenzender Faktor. Weil es in Nürnberg viel Kompetenz gebe, solle der Standort vor Ort auch helfen, klassische Ingenieure genauso wie neue Spezialisten – eben die Medieninformatiker – zu rekrutieren. Die interne Planung sieht vor, den neuen Standort mittelfristig auf bis zu 200 Arbeitsplätze aufzubauen. Dazu sollen auch Kooperationen mit Hochschulen und der Universität Erlangen-Nürnberg beitragen. Ganz unbekannt ist Bertrandt in Nürnberg allerdings nicht: In der Pretzfelder Straße sitzt bereits Bertrandt Services mit rund 100 Entwicklern. In diesem Geschäftsfeld werden Personaldienstleistungen erbracht, also etwa Entwickler als Zeitarbeiter verliehen.

Mehr unter: www.bertrandt.com

Autor: tt.

Quelle WIM

Leoni und Diehl: Strategische Partnerschaft im Zeichen der Elektromobilität

Fokus auf innovativer Energie- und Datenübertragung in Hochvolt-Batterie-Systemen

Leoni und Diehl gehen eine strategische Partnerschaft für Batterie-Systeme für Elektro- und Hybridfahrzeuge ein. Leoni ist globaler Lösungsanbieter für das Energie- und Datenmanagement in der Automobilbranche sowie weiteren Industrien. Diehl ist mit innovativen Lösungskonzepten für Hybrid- und Elektrofahrzeuge bedeutender Partner der Automobilindustrie. Beide Unternehmen arbeiten künftig im Bereich der Energie- und Datenübertragung sowie des Wärmemanagements über den gesamten Wertschöpfungsprozess zusammen. Ziel der Kooperation ist es, auf den Kompetenzen der beiden Unternehmen aufzubauen und den Kunden Systemlösungen für die Elektromobilität aus einer Hand anzubieten.

Das Segment für elektrisch angetriebene Fahrzeuge verspricht im Vergleich zum gesamten Automobilmarkt überproportionale Wachstumsraten von weltweit durchschnittlich mehr als 30 Prozent pro Jahr bis 2025. Zudem fragen die Automobilhersteller anstelle von einzelnen Komponenten verstärkt nach ganzheitlichen Lösungen und Systemansätzen. Beiden Trends kommen Leoni und Diehl mit der Zusammenarbeit entgegen.

„Leoni und Diehl ergänzen sich optimal mit Blick auf vorhandene Technologien und Know-how, wenn es um Hochvolt-Anwendungen in Batterie-Systemen geht“, sagt Dr. Heiner Schunk, Sprecher des Bereichsvorstandes von Diehl Metall. Martin Stüttem, Vorstandsmitglied der Leoni AG mit Verantwortung für den Unternehmensbereich Bordnetz-Systeme, ergänzt: „Wir sind zuversichtlich, unseren Kunden im wachsenden Markt für alternative Antriebe neue attraktive Lösungen anzubieten.“

Leoni und Diehl bündeln ihre Kompetenzen und sind dadurch in der Lage, Systemlösungen für Hochvolt-Batterie-Systeme in E-Fahrzeugen anzubieten. Dabei kombinieren die beiden Unternehmen Leonis Expertise bei Verkabelung, Stecksystemen, Batterie- und Wärme-Management mit Diehls Know-How im Bereich Zellkontaktiersysteme.

Systemlösung aus einer Hand

Im Hinblick auf die Anforderungen bei Hochvolt-Batterien bieten die beiden Firmen ihren Kunden aufeinander abgestimmte Produktlösungen, die sich als System optimal ergänzen. Die komplexe Aufgabe der Energie- und Datenübertragung mit den besonderen Anforderungen der E-Mobilität kann dabei mit grundsätzlich neuen Ansätzen gelöst und um weitere Elemente bis hin zu einem Batteriemanagement ergänzt werden. Schnittstellen werden reduziert und eine optimale Einbindung in das Gesamtbordnetz ermöglicht. Darüber hinaus ergibt sich durch die Kooperation eine höhere Wertschöpfung.

Die strategische Partnerschaft zwischen Leoni und Diehl ermöglicht, sowohl die Energie- und Datenverteilung als auch die Kontaktierung innerhalb der Hochvolt-Batterie eines Elektrofahrzeugs bereitzustellen. Produktseitig konzentriert sich die Kooperation zunächst auf folgende Felder: Zellkontaktiersysteme und Modulverbinder, das Batterie-Management-System sowie Wärmeleitlösungen und -management.

Den ersten formalen Schritt der strategischen Partnerschaft zwischen Leoni und Diehl bildet ein heute unterzeichneter Kooperationsvertrag.

Quelle.