ONLINE-WORKSHOP: Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks „Entwicklung neuer Technologien auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzellen für die Mobilität von Morgen“

Netzwerkpartner gesucht

Zum Thema „Entwicklung neuer Technologien auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzellen für die Mobilität von Morgen“ findet am 17. Juni ein Online-Workshop statt.

Ehrgeizige Klimaschutzziele erfordern ein gemeinsames Denken der Bereiche Energie, Industrie und Mobilität. Wasserstoff bietet hierfür vielfältige Lösungen für den Mobilitätssektor, die im E-Mobilitätscluster entwickelt und genutzt werden sollen.

Gerade neue Antriebstechnologien, wie z. B. die E-Mobilität spielen die zentrale Rolle für das Erreichen der Klimaschutzziele: Die Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor um 40 bis 42 Prozent bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 1990 wird nur möglich sein, wenn der Einsatz alternativer Antriebe und Kraftstoffe ein wesentlicher Bestandteil werden. Die neuen Antriebs- und Kraftstoffoptionen sind grundsätzlich umsetzbar, allerdings bestehen erhebliche Unterschiede hinsichtlich ihrer technologischen Reife, des weiteren Bedarfs an Forschung und Entwicklung, ihrer Marktreife und der Einsatzmöglichkeiten, bei denen ihr Potential zur Emissionsreduzierung besonders wirksam werden kann.

Das E-Mobilitätscluster Regensburg und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg werden in Kooperation mit der IHK Regensburg für Oberpfalz und Kelheim ein Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk (F&E) initiieren, um neue Technologien auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzellen für die Mobilität von Morgen zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an Unternehmen mit entsprechenden Kompetenzen im F&E-Bereich, mit der Bereitschaft an unternehmensübergreifenden Open Innovation Projekten mitzuarbeiten, Wissen zu teilen und gemeinsam neue Technologien zu entwickeln.

Ziel des Workshops ist die gemeinsame Erarbeitung eines technologischen Schwerpunkts des Netzwerks und die Erarbeitung möglicher Ansätze für F&E-Verbundprojekte. Darüber hinaus wird bereits im Workshop eine konkrete Zusammenarbeit mit der OTH Regensburg vorgestellt. Hier ist ab 2021 eine Wasserstofftestumgebung/Labor vorhanden, die auch Unternehmen zur Verfügung gestellt wird.

Eine Förderung des Netzwerks durch das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Programms Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist beabsichtigt. Wirtschaftliches Ziel des Netzwerks ist es, durch gemeinsame Projekte neue Technologien und damit neue Marktsegmente zu erschließen und bestehende Produkte und Kompetenzen der am F&E-Netzwerk beteiligten Partner durch die Zusammenarbeit zu erweitern.Im Projektzeitraum 2021 bis 2024 sollen vier F&E-Verbundprojekte initiiert. Über das Netzwerk werden zur Finanzierung der Projekte Fördermittel für die beteiligten Partner beantragt. Bereits ab Start der Netzwerkarbeit werden die Kompetenzen der Partner durch Newsletter, Social Media und Konferenzen aktiv vermarktet.

ONLINE-WORKSHOP: Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks „Entwicklung neuer Technologien auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzellen für die Mobilität von Morgen“
Mittwoch, 17.06.2020, 14:00 – 16:00 Uhr
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Hier geht es zur Agenda und Anmeldung.

ZUKUNFT WASSERSTOFF. PERSPEKTIVEN DER (BAYERISCHEN) WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

#NUEdialog 2020

2. Nürnberger Dialog Wirtschaft und Wissenschaft

Anwendungen von Wasserstoff in der Mobilität und in der Industrie sind gerade für Bayern und Deutschland mit seinen führenden Fahrzeugherstellern und Zulieferunternehmen von großer Bedeutung. Und auch die Wasserstofferzeugung und -logistik bietet vielfältige Herausforderungen und Chancen für die Wirtschaft. Auf dem #NUEdialog 2020 mit dem Schwerpunktthema Wasserstoff trifft Forschung auf Praxis, um gemeinsam über die Perspektiven der (bayerischen) Wasserstoffwirtschaft zu diskutieren und schnellstmöglich den Einsatz von Wasserstoff in der breiten Praxisanwendung zu erreichen. Der Nürnberger Dialog Wirtschaft und Wissenschaft #NUEdialog richtet sich dabei gezielt an ein Fachpublikum aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, an Vordenker und Entscheider sowie an engagierte Nachwuchstalente und Studierende. Auf die Teilnehmenden warten auch 2020 wieder spannende Keynotes, Fachvorträge, Panel-Diskussionen, Ausstellungen und eine Networking-Plattform.

Die Veranstaltung findet am 18. November 2020 in einer geplanten Kooperation mit der NürnbergMesse statt – sowohl vor Ort im Messezentrum Nürnberg als auch digital.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist Partner. Mehr unter: https://www.nuedialog.rw.fau.de/

FAUN: Abfallentsorgungsfahrzeuge mit Wasserstofftanks

Im Rahmen des Projekts werden ein Abfallsammelfahrzeug und eine Kehrmaschine mit einem modularen System aus Wasserstofftanks und Brennstoffzellen entwickelt und hergestellt mit dem Ziel, die Reichweite zu erhöhen und/oder das Geschwindigkeitsprofil zu verbessern. Die bei Faun elektrifizierten Abfallsammelfahrzeuge können ab Werk oder während der Lebensdauer des Fahrzeugs mit dem modularen System ausgestattet werden. Beide Prototypen sind dazu gedacht, die Auslegung und die Baubarkeit des geplanten Energieversorgungssystems zu prüfen und zu bestätigen und die notwendigen Abnahmen nach verkehrsrechtlichen Bestimmungen zu erreichen. Es wurden bereits Feldtestfahrzeuge an Kunden abgegeben. Geplant sind zehn Abfallsammelfahrzeuge und zwei Kehrmaschinen.
Förderung: 521.241 Euro

Weitere Projekte unter: https://www.now-gmbh.de/de/aktuelles/presse/bmvi-investiert-23-5-millionen-euro-in-wasserstoffmobilitaet

ADAC Verkehrsforum Wasserstoff (19.10.2019 | Schlüsselfeld)

Der Stoff für die Mobilität der Zukunft?

Das Verkehrsforum zum Thema Wasserstoff findet am Samstag den 19. Oktober im ADAC Fahrsicherheitszentrum in Schlüsselfeld statt. Umweltschutz und Klimawandel dominieren die Debatten, wenn die Menschen nach Zukunft der Mobilität gefragt werden. Und auch in Wissenschaft und Politik herrscht weitgehend Konsens, dass ein technologischer Wandel eingeleitet werden muss, um bei stetig steigenden Verkehrsmengen auch einen messbaren Beitrag zu Klima- und Umweltschutz des Verkehrssektors zu erreichen.

Für viele ist lokal emissionsfreie Elektromobilität die Antwort. Während die meisten hiermit den batterieelektrischen Antrieb meinen wird vergessen, dass auch der Brennstoffzellenantrieb eine lokal emissionsfreie, elektrische  Antriebsalternative ist.

Und auch eine aktuelle, durch die ADAC Stiftung geförderte Studie der Ludwig-Bölkow-Stiftung hat es erst kürzlich beleuchtet: Langfristig gesehen hat die Brennstoffzelle auch einen gesamtwirtschaftlichen Kostenvorteil gegenüber dem batterieelektrischem Antrieb.

Was ist also aus dem Wasserstoffantrieb geworden? Welche technologischen Entwicklungen wurden erreicht und was können wir erwarten?

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.

Wasserstoff tanken in Mittelfranken: Neue Station für Schnelldorf

Fahrer von Elektroautos mit Brennstoffzelle können sich über immer mehr Wasserstoff-Tankstellen freuen: Die H2 MOBILITY Deutschland und ihre Gesellschafter OMV und AirLiquide haben gemeinsam eine Wasserstoff (H2)-Tankstelle in Schnelldorf im Landkreis Ansbach eröffnet – die insgesamt 16. in Bayern. Mehr unter…

Fünf neue H2-Tankstellen für Metropolregion Nürnberg

Die Metropolregion Nürnberg erhält gleich fünf weitere Wasserstofftankstellen – und zwar in Bayreuth, Biebelried, Fürth, Schnelldorf und Erlangen. Damit erhöht sich die Anzahl von H2-Tankstellen in Nürnberg und Umgebung auf acht Standorte.

Mehr unter: https://www.electrive.net/2018/04/26/fuenf-neue-h2-tankstellen-fuer-metropolregion-nuernberg/

IHK-Gründerpreis 2017: Hydrogenious Technologies GmbH, Erlangen

Preisträger: Dr. Daniel Teichmann

Wasserstoff chemisch binden und dadurch dessen Transport und Lagerung vereinfachen: Dazu trägt die Hydrogenious Technologies GmbH in Erlangen bei, die 2013 von Dr. Daniel Teichmann als „Spin-off“ der Universität Erlangen-Nürnberg gegründet wurde.

Das Problem war bisher, dass der „explosive“ molekulare Wasserstoff aufwändig zu speichern und zu transportieren ist. Sehr hoher Druck oder aber extrem niedrige Temperaturen sind nötig, um eine ausreichende Speicherdichte zu gewährleisten. Hier schafft die Technologie „Liquid Organic Hydrogen Carrier“ (LOHC) Abhilfe, denn der Wasserstoff wird in einem Öl auf Toluol-Basis gespeichert. Die daraus entstehende Flüssigkeit ist ungiftig, schwer entflammbar und nicht explosiv – und damit auch kein Gefahrgut. Der Wasserstoff ist in der Trägersubstanz vollständig gebunden und kann nur in den von Hydrogenious Technologies entwickelten Anlagen mit chemischen Prozessen und einem Katalysator wieder freigesetzt werden. Das Gas wird – z. B. in Wasserstoff-Tankstellen – als LOHC gespeichert und erst dann freigesetzt, wenn es benötigt wird. Der Tankvorgang dauert gerade einmal zwei Minuten. Bei einem Verbrauch von knapp einem Kilogramm H2 auf 100 Kilometer schätzt Teichmann die Reichweite der Autos auf rund 600 Kilometer. Auch für den Transport hat LOHC Vorteile: Heute kann ein spezieller Hochdruck-Lkw rund 300 Kilogramm Wasserstoff laden, mit der Hydrogenious-Technik sind 1 500 Kilogramm in einem herkömmlichen Tanklastwagen möglich.

Die Hydrogenious Technologies GmbH, an der seit 2014 die Universität als Minderheitsgesellschafterin sowie der Bergbaukonzern Anglo American Platinum als Investor beteiligt sind, hat bereits Anlagen an eine Wasserstofflogistik-Firma in die USA verkauft und damit demonstriert, dass LOHC auch außerhalb des Labors funktioniert. Teichmann, der bei einem Automobilhersteller und an der Universität Erlangen-Nürnberg schon viele Jahre an der Wasserstofftechnik geforscht hatte und mittlerweile 50 Mitarbeiter beschäftigt, hat auch bereits eine Reihe von Preisen gewonnen (z. B. Bayerischer Gründerpreis und Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft). In den nächsten Jahren will er in der EU, den USA und China Fuß fassen und 2019 die Gewinnzone erreichen. Die Produktion der Geräte erfolgt noch im eigenen Haus, soll aber zunehmend auch an Partnerfirmen ausgelagert werden. Derzeit entwickelt Hydrogenious neben den bestehenden Lösungen für Industrieanwendungen verstärkt mobile Anlagen zur Rückgewinnung des gebundenen Wasserstoffs, zunächst für Schiffe oder Lkw. Nicht zuletzt soll die LOHC-Technologie einen Beitrag für eine „regenerative grüne Energiewelt“ leisten: In Erlangen kommt der Strom für die Elektrolyse, mit der der Wasserstoff erzeugt wird, aus der firmeneigenen Photovoltaikanlage.

www.hydrogenious.net

Erlangen: „Hydrogenious“ speichert Wasserstoff in „Marlotherm“

Wasserstoff ist ein sauberer, aber hochexplosiver Energieträger. Nun speichert ein Start-Up den Stoff als ungefährliche Flüssigkeit. Das könnte ganz neue Anwendungen ermöglichen.

Source: www.sueddeutsche.de

Mehr unter:

Daimler, Linde und TOTAL schaffen ersten Knotenpunkt für Wasserstoff-Mobilität in Süddeutschland

• Weitere Stationen bis Ende 2015 geplant, erste Brennstoffzellenautos auf dem Markt
• Förderung im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms (NIP)
• Autohöfe als mögliche Standorte für H2-Tankstellen entlang der Autobahn im Blickfeld

Source: cleanenergypartnership.de