Innovationsprojekt zur Absicherung autonomer Fahrzeuge

Bayerisches Wirtschaftsministerium fördert Holmes3

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft,Landesentwicklung und Energie (StMWi) fördert das neue Technologieprojekt „Holmes3“ des Software Engineering Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS³) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH), der Elektronische Fahrwerksysteme GmbH (EFS)
und der imbus AG. Ziel des gerade offiziell gestarteten Projektes ist es, Methoden zum Test und zur Absicherung autonomer Fahrzeuge weiterzuentwickeln – eine der größten
Herausforderungen für die funktionale Sicherheit autonomer Fahrzeuge.

Mit der Initiative „Künstliche Intelligenz – Autonome Mobilität“ fördert das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWi) Innovationen auf den Gebieten Künstliche Intelligenz (KI) und Data-Science in Anwendungsbereichen wie Mobilität oder Logistik. Das Software Engineering Laboratory for Safe and Secure Systems der OTH, die Elektronische Fahrwerksysteme GmbH (EFS) und die imbus AG haben sich für dieses Technologieprojekt zu einem Team zusammengeschlossen.

Im Rahmen des Projektes soll eine herstellerübergreifende Vorgehensweise und Tool-Umgebung für Scenario-based Testing und zur KI-basierten Analyse von Fahrszenarien mittels einer „Kausalen Inferenz Engine“ entwickelt und zum Einsatz bereitgestellt werden.
Das Technologieprojekt läuft bis Mitte 2023. Die aus dieser bayerischen Initiative hervorgehende Lösung soll anschließend auch für Unternehmen aus anderen Branchen, die intelligente, autonome Systeme entwickeln oder betreiben, verfügbar gemacht werden.

„Beim Testen klassischer Software oder IT-Systeme ist die Testumgebung üblicherweise konstant oder auf wenige vordefinierte Varianten beschränkt. Das Testen von sicherheitskritischen KI-basierten, autonomen Systemen stellt den Softwaretest vor die Herausforderung, möglichst viele der unzähligen in Frage kommenden oder denkbaren Verkehrsszenarien durchzuspielen und systematisch abzuprüfen“ erklärt Tilo Linz, Vorstand der imbus AG. „Scenario-based Testing wird hier als neue Testmethode in
Verbindung mit dem „ASAM Open-SCENARIO“ der Automobilindustrie künftig die Grundlage für einen internationalen Standard definieren.“

„Unser Anspruch ist die Entwicklung autonomer Systeme technologisch voranzubringen. Wir können mit Methoden der kausalen Entdeckung beschreiben, wie sich autonome Fahrzeuge in kritischen Situationen verhalten,“ so Daniel Ebenhöch, verantwortlicher Product Owner bei EFS. „Kausale Zusammenhänge nachvollziehbar zu modellieren – diese Expertise bringen wir maßgeblich in das Projekt ein. Ich persönlich freue mich sehr auf die Kooperation.“

Prof. Dr. Jürgen Mottok zitiert Wilhelm Busch und ergänzt: „Wer zusieht, sieht mehr, als wer mitspielt. So wird ähnlich wie die von Sir Arthur Conan Doyle erdachte, besonders befähigte Figur Sherlock Holmes das FuE-Vorhaben HolmeS³ die ausgewiesene Fähigkeit des „Sehens“ mit der kausalen Inferenz entwickeln. Die Kunst besteht also darin, Verhalten korrekt kausal zu interpretieren. Damit gelingt eine Einordnung in die Safety Integrity Level (SIL) der funktionalen Sicherheit.“

Das vom StMWi geförderte Projekt wird den Standort Bayern und die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Automobilindustrie in diesem hochinnovativen und zukunftsweisenden Feld nachhaltig stärken.

Mehr Informationen zum Technologieprojekt Holmes3 gibt es unter
https://www.imbus.de/forschung/holmes3
https://www.las3.de

Die Elektroindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es neuartiger Ansteuer- und Regelungskonzepte. Im Projekt „KI-Power“ forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TH Nürnberg mit ihren Projektpartnern an einer Entwicklungsplattform für modellprädiktive Regelung sowie KI-basierte Regelungsverfahren in der Leistungselektronik. Das Projekt wird im Rahmen der Leitinitiative „Vertrauenswürdige Elektronik“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Industrie 4.0, Medizintechnik, autonomes Fahren – die Zukunft bringt immer komplexere Systeme mit sich, die durch intelligente Verfahren und Algorithmen gesteuert werden müssen. Hierfür eignen sich Methoden aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), wie das Reinforcement Learning, sowie die modellprädiktive Regelung (MPC). Diese benötigen eine hohe Rechenleistung, die aktuell eingesetzte Prozessoren jedoch nicht leisten können. Hier setzt das Forschungsteam vom Institut für Leistungselektronische Systeme (ELSYS) der TH Nürnberg gemeinsam mit seinen Projektpartnern an. Im Forschungsprojekt „KI-Power“ erforschen sie die innovative, flexible und modulare Entwicklungsplattform „UltraZohm“ für Ansteuer- und Regelungskonzepte im Bereich der Leistungselektronik. Die Basis der neuen Plattform bildet ein optimiertes System-on-a-Module des Projektpartners Trenz Electronic GmbH. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen unter anderem Möglichkeiten, das System optimal zu nutzen. Dadurch können Berechnungen für KI-Algorithmen wesentlich schneller und vor allem effizienter durchgeführt werden.

Bei der Entwicklung setzt das Projektteam seinen Fokus auf mehrere Bereiche: Rechenleistung, Modularität, Safety & Security und Usability. Vor allem die hohe Komplexität von modernen Regelungsverfahren stand deren Einsatz, besonders in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), noch im Weg. Mit der Plattform möchte das Forschungsteam dieses Hemmnis effektiv abbauen und die Entwicklung innovativer Systeme in der Leistungselektronik sowie der elektrischen Antriebstechnik vorantreiben. Die Leistungselektronik ist ein wesentlicher Bestandteil vieler sicherheitskritischer Anwendungen, beispielsweise im Antriebsstrang elektrischer Fahrzeuge, in der industriellen Montageautomation sowie im Wechselrichter zur Einspeisung erneuerbarer Energien. „Unser Ziel ist es, eine leistungsfähige Entwicklungsplattform zu schaffen, die es erlaubt, auf effiziente Weise neue Ansteuerverfahren auf Basis von MPC sowie KI zu entwickeln und gleichzeitig die Industrialisierung der entwickelten Lösungen zu vereinfachen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Armin Dietz, Projektkoordinator vom Institut ELSYS der TH Nürnberg. Das Forschungsteam setzt bereits während der Konzeptionierung auf ein modulares und skalierbares System, wodurch es die verfügbare Rechenleistung und die benötigten Schnittstellen der entsprechenden Anwendung flexibel anpassen kann.
Um die Plattform für einen breiten Anwendungsbereich zu gestalten, arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Forschungseinrichtungen, KMU und größeren Unternehmen zusammen: Neben dem Projektkoordinator Prof. Dr.-Ing. Armin Dietz forschen Prof. Dr.-Ing. Bernhard Wagner und Prof. Dr.-Ing. Flaviu Popp-Nowak von der Fakultät Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik (efi) der TH Nürnberg sowie die jeweiligen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Entwicklungsplattform. Innerhalb des Projekts arbeiten sie eng mit Prof. Dr.-Ing. Ralph Kennel vom Lehrstuhl für Elektrische Antriebssysteme und Leistungselektronik und Prof. Dr.-Ing. Daniel Müller-Gritschneder vom Lehrstuhl für Realzeit-Computersysteme der Technischen Universität München (TUM) zusammen. Zusätzlich zu den wissenschaftlichen Partnern bilden die Unternehmen Kübrich Ingenieursgesellschaft mbH & Co. KG als Experte für Testsysteme, die Trenz Electronic GmbH (System-on-a-Module) sowie die Afag GmbH als Spezialist in der Montageautomatisierung das Projektkonsortium. Dieses wird durch die Universidad de Santiago in Chile und das Cluster Leistungselektronik als assoziierte Partner unterstützt. Das Projekt wird im Rahmen der Leitinitiative „Vertrauenswürdige Elektronik“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit 1,63 Millionen Euro gefördert (Förderkennzeichen 16ME0146K).

Quelle.

ABB: Elektrobusse laden wie der Blitz

Eine neue Schnellladetechnik kann die Batterie von Elektrobussen in nur 15 Sekunden aufladen. Sie stellt eine geräuscharme Alternative zu Diesel dar und ermöglicht einen emissionsfreien öffentlichen Nahverkehr ohne Oberleitungen.
Die intelligente Erfassung von Verbräuchen wird nicht nur im Stromnetz immer wichtiger. Auch Wassernetze sollen …
Steigende Kraftstoffpreise und die sinkende Akzeptanz von Lärm und Luftverschmutzung veranlassen Politik und Industrie, verstärkt emissionsarme öffentliche Verkehrsmittel zu fördern. Gleichzeitig wird über Alternativen zum Dieselantrieb für Busse nachgedacht. Doch die Einführung von Elektrobussen muss ebenso ökologisch effizient wie wirtschaftlich sein, da die Kosten für einen Busbetrieb stark von der Fahrplanfrequenz, der Flottengröße und der Transportkapazität abhängen. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern hat ABB

Source: industr.com

Siemens: Start des weltweit ersten eHighways in Schweden

  • Siemens-Oberleitungssystem für Lkw mit Partner Scania
  • System halbiert Energieverbrauch und verringert lokale Luftverschmutzung
  • Schwedens Transportsektor soll bis 2030 unabhängig von fossilen Brennstoffen sein

In Schweden geht der weltweit erste eHighway in Betrieb. Die schwedische Infrastrukturministerin Anna Johansson und Energieminister Ibrahim Baylan gaben den Startschuss für das erste eHighway-System auf einer öffentlichen Straße. Auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt der E16 nördlich von Stockholm wird für die nächsten zwei Jahre ein Siemens-Oberleitungssystem für Lkw getestet. Dabei kommen zwei Diesel-Hybrid-Fahrzeuge des Fahrzeugherstellers Scania zum Einsatz, die in Zusammenarbeit mit Siemens für den Einsatz unter der Oberleitung angepasst wurden. „Der Siemens-eHighway ist im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so effizient. Die Siemens-Innovation versorgt Lkw über eine Oberleitung mit Strom. Das bedeutet nicht nur eine Halbierung des Energieverbrauchs, sondern auch eine Verringerung der lokalen Luftverschmutzung“, sagt Roland Edel, Chefentwickler bei der Siemens-Division Mobility.

Source: www.siemens.com

Fraunhofer Studie: Elektromobil liefern lohnt sich

Umweltfreundlich und zugleich kostengünstig? Zumindest für elektrische Fahrzeuge schien diese Kombination bis jetzt schwer zu vereinen. Das Fraunhofer IAO zeigt in Ergebnissen des vierjährigen Schaufensterprojekts »Urbaner Logistischer Wirtschaftsverkehr«, dass elektrische Lieferfahrzeuge mit herkömmlichen Fahrzeugen auch wirtschaftlich mithalten können.

Source: www.iao.fraunhofer.de

28.06.16: Gemeinsam unter Strom – testen Sie eine App für die Elektromobilität von morgen

Um Elektromobilität alltagstauglich zu machen werden mehr Ladesäulen benötigt – eine häufige Forderung. Ist die Ladesäule einmal da, muss sie aber auch gefunden werden, und der Fahrer benötigt Informationen über sie und ihr Umfeld um sagen zu können, ob sie für seine Lade-Bedürfnisse geeignet ist. Vielleicht ärgert er sich auch darüber, dass sie dauerhaft belegt ist, und möchte die Blockierung unkompliziert melden. Im Projekt CODIFeY beschäftigen sich die Friedrich-Alexander-Universität, das Fraunhofer IIS und weitere Partner deshalb u.a. mit der Frage, wie eine Smartphone-App, die Funktionen für diese und weitere Bedürfnisse anbietet, aussehen sollte. Bei unserem Workshop am 28.6. von 17 bis 19 Uhr möchten wir Sie herzlich einladen, einen Prototyp dieser App zu testen und gemeinsam zu diskutieren.

Anmeldung möglich unter robert.luzsa (at) scs.fraunhofer.de

Titel: Gemeinsam unter Strom – testen Sie eine App für die Elektromobilität von morgen
Referent: Robert Luzsa (Fraunhofer IIS)
Zeit: Dienstag, 28.06.2016 / 17-19 Uhr
Ort: JOSEPHS®, Karl-Grillenberger-Str. 3, Nürnberg

Source: www.josephs-service-manufaktur.de

Forschung: Batteriebelastung bei Pedelecs

Das Forschungsprojekt »PEDElEc« wurde nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Untersucht wurden die Batteriebelastung und der Zustand der Batteriezellen unter realen Pendlerbedingungen und im Labor mit dem Ziel, eine fundierte Datenbasis für die Verbesserung von Akkus für die E-Mobilität zu schaffen.

Source: www.elektroniknet.de

eMobilität: Vortragsreihe des Fraunhofer IISB: FORELMO (18.01.16)

Gemeinsame Vortragsreihe des Bayerischen Clusters Leistungselektronik und des „Fraunhofer-Innovationsclusters Elektronik für nachhaltige Energienutzung“

Teilnahme kostenlos, keine Anmeldung erforderlich!

Ab 18:45 Uhr Diskussion bei Imbiss und Getränken.


Veranstalter:Fraunhofer IISB und Cluster Leistungselektronik
Uhrzeit:17:15 Uhr
Ort:Hans-Georg-Waeber-Saal, Schottkystraße 10, Erlangen

Source: www.clusterle.de