Förderung der Nachrüstung von Handwerker- und Lieferfahrzeugen

Am 1. Oktober 2019 trat ein neuer Förderaufruf für die Nachrüstung von leichten (ab 2,8 bis 3,5 Tonnen) und schweren (ab 3,5 bis 7,5 Tonnen) Handwerker- und Lieferfahrzeugen in Kraft, der bis zum 29. Februar 2020 läuft. Die Antragsfrist des bisherigen Förderprogramms war am 30. September abgelaufen.

Der neue Förderaufruf wird zeitnah auf den Seiten der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) veröffentlicht. Die Förderbedingungen entsprechen im Wesentlichen den bisherigen Bestimmungen:

  • Anspruchsberechtigt sind Fahrzeughalter mit Firmensitz oder mit einem Auftragsvolumen von mehr als 25 Prozent in einer von 65 Städten oder in einem ihr benachbarten Landkreis. Das BMVI hat eine Liste dieser Städte veröffentlicht, die im Jahr 2017 Grenzwertüberschreitungen meldeten.
  • Gefördert werden maximal 80% der Kosten für das Nachrüstsystem und dessen Einbau.
  • Die Maximalförderung liegt für leichte Fahrzeuge bei 3.000 Euro und für schwere Fahrzeuge bei 4.000 Euro.

Kumulierung mit Fördermitteln Dritter (z.B. der Länder) auf eine Förderhöhe von bis zu 95% sind möglich. Die absoluten Deckelungen, die im Förderaufruf genannt werden, gelten bei Aufstockung mit diesen Drittmitteln nicht.

Die BAV bietet interessierten Unternehmen eine Hotline unter der Tel. 0 49 41/6 02-7 88 sowie eine Service-E-Mail an (Diesel-HWNR@bav.bund.de).

Quelle DIHK.

05.11.19 E-Mobilität im Unternehmen (Handlungsfelder & Empfehlungen) Regensburg

Die Veranstaltung gibt Gewerbetreibenden einen aktuellen Einblick in die E-Mobilität. Sie beantwortet technische und rechtliche Fragen, stellt für Unternehmen relevante Einsatzmöglichkeiten vor und will dazu anregen, betriebliche Mobilität neu zu denken.

Ziel ist es, für den jeweiligen Bedarf das am besten geeignete Verkehrsmittel einzusetzen. Nicht nur wer eine große Fahrzeugflotte sein Eigen nennt, profitiert. Auch kleine Hersteller, Händler und Dienstleister haben einen Vorteil von der Elektromobilität. Schon ein E-Mobil kann sich rechnen. Darüber hinaus bietet die E-Mobilität neue Geschäftsfelder.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung unter…

Kostenloser Leitfaden zu Photovoltaik und E-Mobilität im Gewerbe – Umfrage zu Solarstrom im Gewerbe

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat einen kostenlosen Leitfaden zu Photovoltaik (PV) und Elektromobilität veröffentlicht. Der DIHK war in die Erstellung eingebunden.

Deutlich gesunkene Preise haben in den letzten zwei Jahren die Photovoltaik-Nachfrage stark anziehen lassen. Immer mehr Unternehmer interessieren sich zugleich dafür, ihrer eigenen Belegschaft E-Ladesäulen zur Verfügung zu stellen und ziehen eine zumindest teilweise Elektrifizierung ihrer Fuhrparks in Erwägung.  Betriebliche Mobilitätskonzepte laufen daher immer häufiger auf eine Kombination von Photovoltaik und E-Mobilität hinaus. Mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union sowie Hilfestellung des DIHK und der Messe The smarter E Europe hat der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. nun einen Leitfaden zu diesem Thema veröffentlicht. Zielgruppe der Handreichung sind kleine und mittlere Unternehmen, die darüber nachdenken, auf E-Mobilität umzusteigen und für die Beladung der Fahrzeuge vorrangig Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage zu nutzen. Der Leitfaden bietet erste Anregungen und Ideen für das Design der Solarstromversorgung der Elektroflotte. Er ist kostenlos verfügbar auf https://bsw.li/345E9O5. Die Veröffentlichung ist Teil des EU-geförderten und vom BSW koordinierten Forschungsprojekts PVP4Grid (www.pvp4grid.eu).

Eine begleitende Unternehmensbefragung des Bundesverbands Solarwirtschaft soll dazu dienen, die Chancen und Herausforderungen beim Einsatz von Photovoltaik, Batteriespeichern und Elektromobilität im Gewerbe noch besser zu verstehen. Sie finden den Fragebogen auf www.umbuzoo.de/q/Photovoltaik_im_Gewerbe/de, die Teilnahme dauert nur wenige Minuten. Wir würden uns freuen, wenn Sie den Link an entsprechende Unternehmen weiterleiten.

Quelle: DIHK

ADAC Verkehrsforum Wasserstoff (19.10.2019 | Schlüsselfeld)

Der Stoff für die Mobilität der Zukunft?

Das Verkehrsforum zum Thema Wasserstoff findet am Samstag den 19. Oktober im ADAC Fahrsicherheitszentrum in Schlüsselfeld statt. Umweltschutz und Klimawandel dominieren die Debatten, wenn die Menschen nach Zukunft der Mobilität gefragt werden. Und auch in Wissenschaft und Politik herrscht weitgehend Konsens, dass ein technologischer Wandel eingeleitet werden muss, um bei stetig steigenden Verkehrsmengen auch einen messbaren Beitrag zu Klima- und Umweltschutz des Verkehrssektors zu erreichen.

Für viele ist lokal emissionsfreie Elektromobilität die Antwort. Während die meisten hiermit den batterieelektrischen Antrieb meinen wird vergessen, dass auch der Brennstoffzellenantrieb eine lokal emissionsfreie, elektrische  Antriebsalternative ist.

Und auch eine aktuelle, durch die ADAC Stiftung geförderte Studie der Ludwig-Bölkow-Stiftung hat es erst kürzlich beleuchtet: Langfristig gesehen hat die Brennstoffzelle auch einen gesamtwirtschaftlichen Kostenvorteil gegenüber dem batterieelektrischem Antrieb.

Was ist also aus dem Wasserstoffantrieb geworden? Welche technologischen Entwicklungen wurden erreicht und was können wir erwarten?

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier.

1. Netzwerk-Treffen – Smart Regions Bayern (26.09.2019 in München)

Die Veranstaltung findet in München, in der Ledererstr. 5, von 10.00 – 16.30 Uhr in den Räumen des Philistervereins e.V. statt.

Ziel des Smart Regions Bayern Netzwerks ist es, für die mittlerweile vielen Initiativen, Konsortien, Player und Einzelkämpfer im Bereich Smart Cities and Regions in Bayern einen kontinuierlichen, landesweiten Austausch zu etablieren. Ferner einen Ort zur Generierung und Positionierung sinnvoller Domänen übergreifender Projekte zu schaffen, in denen insbesondere die Bayerischen Regionen im Fokus stehen.

Nachdem im Frühjahr 2019 die ZD.B-Themenplattform Smart Cities and Regions als Domänen übergreifende “Klammer” gegründet wurde, wollen wir gemeinsam mit Ihnen ein bayernweites Akteursnetzwerk aufbauen. Das erste Treffen soll im Wesentlichen dem Kennenlernen und Austausch der Akteure in Bayern und deren Projekten/Ideen dienen und über die geplanten Aktivitäten der ZD.B-Themenplattform informieren.

Programm und Anmeldung finden Sie hier.

Bayern Innovativ Whitepaper: E-Scooter – eine Lösung für unsere Verkehrsprobleme?

Ergebnisse der Nutzerbefragung zum ersten E-Scooter Feldtest in Deutschland

Jetzt auch in Deutschland: E-Scooter sind plötzlich überall. Sowohl in Städten wie beispielsweise Hamburg, Berlin, Frankfurt, Erfurt, Nürnberg oder München als auch in den News. Medien berichten täglich über das neue Trendthema. Positiv und negativ. Noch fehlen Untersuchungen zu den Effekten dieser neuen Mobilitätsform. Deshalb hat die Stadt Bamberg den deutschlandweit ersten Feldtest mit E-Scootern durchgeführt. Bayern Innovativ hat diesen Test begleitet. Die Ergebnisse sind nachfolgend als Whitepaper zum kostenfreien Download verfügbar.  Mehr unter…

 

2. Förderaufruf „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ (BMVI)

Mit dem 2. Förderaufruf zur Förderrichtlinie „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ des
Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert der Bund im Zeitraum vom 02. August 2019 bis 30. September 2021 Maßnahmen, die geeignet sind, betriebsbedingte Personenverkehre zu vermeiden, zu reduzieren, zu verlagern und zu optimieren und so zum Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz beitragen.

In einem zweistufige Antragsverfahren können sich privatwirtschaftliche und kommunale
Unternehmen, eingetragene Vereine sowie öffentliche Einrichtungen mit Modellprojekten zum  betrieblichen Mobilitätsmanagement bewerben. Projektskizzen werden vom 02. August bis zum 29. September 2019 entgegengenommen.

Die besten Projekte werden zur Antragstellung aufgefordert. Ein besonderes Augenmerk wird auf den Vorbildcharakter und mögliche Multiplikatoreffekte des Vorhabens gelegt.
Alle Informationen zum Förderaufruf und zum Antragsverfahren sowie den Ansprechpartnern finden Sie ab sofort unter www.mobil-gewinnt.de.

Leiten Sie den Förderaufruf gerne an Ihre Netzwerke und interessierte Akteure weiter.
Bei Fragen kontaktieren Sie beim Projektträger TÜV Rheinland Consulting GmbH Herrn Thilo Petri, Telefon +49 221 806-4164, E-Mail thilo.petri@de.tuv.com.

DIHK: Bundesregierung beschließt Verlängerung der Steuerförderung für Elektromobilität

Das Bundeskabinett hat am 31. Juli im Rahmen des Jahressteuergesetzes die steuerliche Förderung für Elektroautos beschlossen. Bis 2030 verlängert wurde die Halbierung der Bemessungsgrundlage bei der Dienstwagenbesteuerung von Elektroautos (0,5 %-Regel) sowie die Steuerbefreiung für vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für das Laden von Elektrofahrzeugen im Betrieb. Neu ist außerdem eine Sonder-Afa für elektrische Lieferfahrzeuge.

Folgende Neuregelungen bzw. Änderungen sind u. a. vorgesehen:

  1. Neu eingeführt wird eine Sonderabschreibung von 50 Prozent im ersten Nutzungsjahr für rein elektrische gewerbliche Nutzfahrzeuge (neuer § 7c EStG-E). Gemeint sind hier Elektroautos in den Klassen N1 und N2 mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von maximal 7,5 Tonnen.
  2. Die Halbierung der Bemessungsgrundlage bei der Dienstwagenbesteuerung bei privater Nutzung eines betrieblichen Elektro- oder extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugs wird in zwei weiteren Etappen bis 2031 unter Anpassung der Voraussetzungen für Hybridfahrzeuge verlängert (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG-E). Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge müssen ab 2022 60 km und ab 2025 80 km rein elektrisch zurücklegen können, um in den Genuss dieser Förderung zu gelangen. Zudem darf der CO2-Ausstoß 50 g/km nicht überschreiten.
  3. Die Steuerbefreiung für vom Arbeitgeber gewährte Vorteile für das elektrische Aufladen eines Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs im Betrieb des Arbeitgebers oder eines verbundenen Unternehmens und für die zeitweise zur privaten Nutzung überlassene betriebliche Ladevorrichtung wird bis 2030 verlängert.

Quelle: DIHK

CO2-Grenzwerte für Nutzfahrzeuge: EU-Regeln verabschiedet

Die Mitgliedsstaaten der EU haben am 13. Juni neue Regeln verabschiedet, die die Emissionen von Nutzfahrzeugen in der EU reduzieren sollen. Informell geeinigt hatten sich die Gesetzgeber Rat und Parlament bereits im Februar.

Die neue EU-Verordnung sieht vor, dass die Hersteller von Nutzfahrzeugen wie Lkw und Bussen erstmals den Treibhausgasausstoß der verkauften Fahrzeugflotte sukzessive reduzieren müssen. Bis 2025 sollen die Emissionen im Vergleich zu 2019 um 15 Prozent sinken, bis 2030 dann um 30 Prozent. Hersteller, die ihre Ziele nicht erreichen, müssen hohe Strafzahlungen leisten.

Fahrzeuge, die besonders wenig emittieren, dürfen übergangsweise mehrfach auf die Erreichung des Ziels angerechnet werden. Ab 2025 gilt dann auf Drängen des Parlaments eine Quote für Null- bzw. Niedrigemissionsfahrzeuge. Hierdurch soll die Nutzung neuer Antriebsarten angereizt werden.

Spätestens 2023 soll die EU-Kommission eine Bewertung vorlegen, inwiefern es möglich ist, die CO2-Emissionen der Nutzfahrzeuge über den gesamten Produktlebenszyklus zu regulieren. Der von der deutschen Bundesregierung unterstützte Vorschlag, synthetisch hergestellte sowie biogene Kraftstoffe sofort auf die Flottengrenzwerte anrechnen zu können, konnte sich im Gesetzgebungsprozess nicht durchsetzen. Der DIHK spricht sich grundsätzlich für eine technologieoffene Regulierung aus.

Formell angenommen wurden auch neue Regeln für die Beschaffung von Nutzfahrzeugen durch die öffentliche Hand. Die Reform der bereits bestehenden Richtlinie sieht vor, dass bei der Beschaffung Mindestquoten für saubere leichte und schwere Nutzfahrzeuge eingehalten werden müssen. Für Deutschland gilt bei den leichten Nutzfahrzeugen eine Quote von 38,5 Prozent. Für Lkw gelten bis 2025 zehn Prozent, dann ab 2026 bis 2030 15 Prozent. Für Busse gelten die Quoten 45 Prozent bis 2025, und 65 Prozent zwischen den Jahren 2026 und 2030.

Leichte Nutzfahrzeuge gelten ab 2026 nur dann als „sauber“, wenn sie bei der Nutzung keinerlei Emissionen erzeugen. Für schwere Nutzfahrzeuge ist vornehmlich die Nutzung alternativer Kraftstoffe ausschlaggebend. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der EU muss die Richtlinie innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden. (JSch)

Quelle: DIHK