Neues von SKF: Rotor-Positionslager für Elektro- und Hybridfahrzeuge

Für die Automobilindustrie hält SKF unzäh-lige maßgeschneiderte Lösungen bereit. Dazu gehört seit Kurzem auch ein neues, kompaktes Rotor-Positionslager: Die jüngste Generation eignet sich für alle riemengetriebenen Starter-Generator-Anwendungen – sowohl im etablierten 12V-Bereich als auch in kommenden 48V-Bordnetzen.

Der riemengetriebene Starter-Generator (Belt-driven Starter Generator; BSG) hat sich bei der Auslegung von Antriebssträngen für Mild-Hybridfahrzeuge bewährt: Das Konzept stellt eine kostengünstige Lösung zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen dar. Zu diesem Zweck ermöglicht das Gerät u. a. Schnellstart und -stopp sowie regeneratives Bremsen (Rekuperation) und liefert beim Beschleunigen zusätzliche Power.

Um wirklich effizient arbeiten zu können, muss die elektronische Steuereinheit des BSG permanent und verzögerungsfrei die Rotorposition und / oder -geschwindigkeit erfassen. Das lässt sich mit Hilfe eines Rotor-Positionslagers (in Kombination mit einem direkt ins Steuergerät integrierten Sensor) äußerst zuverlässig und wirtschaftlich bewerkstelligen. Aus diesem Grund hat SKF in den letzten Jahren – in enger Zusammenarbeit mit einem der weltweit führenden BSG-Hersteller – ein Rotor-Positionslagerdesign entwickelt, das in der Branche als Benchmark betrachtet werden kann.

Inzwischen steigen sogar manche „Neulinge“ in die Produktion von BSGs ein, da der Markt für Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit hoher Wahrscheinlichkeit wachsen wird. Um sich selbst auf die Anforderungen dieses erweiterten Herstellerkreises vorzubereiten, hat SKF nun ein „universelles“ Rotor-Positionslagerkonzept realisiert: Es ist axial kompakt, aber dennoch robust und lässt sich dadurch problemlos in aktuelle wie zukünftige BSG-Designs integrieren.

Die jüngste Generation der Rotor-Positionslager von SKF verfügt über ein Gehäuse (das sowohl das Lager selbst als auch den Magnetring beinhaltet), welches einem „normalen“ freistehenden Lager ähnelt. Deshalb lässt es sich ganz einfach auf die vorgesehene Lagerstelle der BSG-Welle aufpressen – direkt neben dem Steuergerät. Da der Magnetring auf dem Lageraußenring montiert ist, nehmen die axialen Abmessungen des BSG – trotz der Sensorintegration durch das Lager – nicht zu. Außerdem sind die neuen Rotor-Positionslager sowohl für aktuelle 12V- als auch für zukünftige 48V-Systeme geeignet.

In der Praxis werden die SKF Rotor-Positionslager jeweils als kundenspezifische Einheiten ausgeliefert, die ein abgedichtetes Lager und einen magnetischen Impulsring zur Messung der Rotorwinkelposition und / oder -geschwindigkeit integrieren. Sie können in einer Vielzahl von Antriebswellenanwendungen und elektrischen Maschinen zum Einsatz kommen. Dabei widerstehen sie schweren Störmagnetfeldern sowie starken Vibrationen und wirken nicht zuletzt elektrischem Rauschen entgegen. So liefern sie auch unter der Motorhaube, im Bereich riemengetriebener Starter-Generatoren und Fahrmotoren, hochwertige magnetische Impulse. Mehr unter…

LEONI: Die globalen Drahtzieher aus Franken

BORDNETZSYSTEME UND MEHR
1917 vor den Toren Nürnbergs als Drahtwerkstatt gegründet, ist das Unternehmen Leoni heute – vor zwei Jahren feierte es seinen 100. Geburtstag – als Spezialist für Kabelsysteme weltweit in mehr als 31 Ländern mit mehr als 88.000 Mitarbeitern aktiv – unter anderem auch in Mainfranken.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück ins Jahr 1569, als der aus Lyon stammende Franzose Anthoni Fournier damit begann, in Nürnberg sogenannte leonische Waren herzustellen: vergoldete und versilberte Fäden und Drähte, die vor allem in kostbaren Stickereien verwendet wurden. Diese glitzernden Gespinste und dekorativen Perldrähte waren im klerikalen, aber auch im zivilen Bereich gefragt. In der Folgezeit siedelten sich weitere Betriebe an, sodass sich die Region Nürnberg zu einem Zentrum dieses Gewerbes entwickelte.

Firmengründung durch Zusammenschluss
1917 schlossen sich die drei Firmen Vereinigte Leonische Fabriken Nürnberg-Schweinau, Johann Philipp Stieber aus Roth und Johann Balthasar Stieber & Sohn GmbH aus Nürnberg-Mühlhof zusammen – und gründeten die Leonischen Werke Roth-Nürnberg AG. Schon 1923 ging das Unternehmen an die Börse, um weiteres Kapital zu beschaffen. In den 50er-Jahren begann die Fertigung von Anschlussleitungen für Elektrogeräte, die in steigender Zahl auf den Markt kamen. Leoni konfektionierte in den 50er-Jahren erste Kabelsätze für die boomende Automobilindustrie und legte damit den Grundstein für den Unternehmensbereich Bordnetzsysteme, der heute einen Großteil der weltweit produzierenden Fahrzeughersteller zu seinem Kundenkreis zählt. Mehr unter…

SCHAEFFLER Übergangszeitalter der Hybride

ANTRIEBE DER ZUKUNFT
Die Schaeffler-Gruppe mit Stammsitz in Herzogenaurach ist einer der größten Automobil- und Maschinenbauzulieferer der Welt. Am Werk in Schweinfurt stellen 5.400 Mitarbeiter Wälzlager für unterschiedlichste Branchen her. „Wirtschaft in Mainfranken“ sprach mit Professor Dr.-Ing. Peter Gutzmer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technologie der Schaeffler AG, über die Elektromobilität, künftige Herausforderungen für die Zulieferbranche – und welche Auswirkungen dies unter anderem für den Standort Schweinfurt haben könnte.

Schaeffler hat einen umfangreichen Transformationsprozess eingeleitet, der die Abläufe im Unternehmen, das Produktportfolio und die Geschäftsmodelle auf die zukünftigen Anforderungen der Digitalisierung, Elektrifizierung sowie Vernetzung vorbereitet. Global arbeiten über 92.000 Mitarbeiter für Schaeffler, in Deutschland sind es etwa 32.000 Beschäftigte. Das Unternehmen entwickelt und produziert unter anderem Kupplungssysteme, Wälzlager, Getriebeteile und weitere Präzisionskomponenten für die Antriebstechnik. Mehr unter…

Jopp: Vom Dynamo zur Tiptronic

Das Bad Neustädter Traditionsunternehmen Jopp wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Heute ist Jopp ein erfolgreicher Automobilzulieferer, dabei stand die Zukunft des Unternehmens vor rund 30 Jahren auf Messers Schneide. Künftigen Herausforderungen der Branche – etwa der Elektromobilität – will Jopp mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder begegnen. Mehr unter…

 

Erster zugelassener „Made in Germany“ E-Scooter für Straßen und Radwege

Der E-Scooter „moover“ von Metz mecatech darf aufgrund einer Sondergenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes als erstes in Deutschland hergestelltes Elektrokleinstfahrzeug auf Straßen und, ähnlich wie bei einem Fahrrad, auch auf Radwegen gefahren werden. Somit ist der Metz moover vor vielen Konkurrenzprodukten legal im deutschen Straßenverkehr unterwegs. Der solide verbaute Elektro-Tretroller erfüllt alle Anforderungen, die an Qualitäts-E-Bikes gestellt werden, sowie die StVZO §20. Es besteht keine Helmpflicht.

Bildquelle: Metz mecatech GmbH

Hochwertiger Metz-Scooter endlich in Deutschland erlaubt
Der Metz moover hebt sich in Rechtssicherheit und Qualität deutlich von Billig-E-Scootern ab – dies wurde Metz durch zwei Instanzen bestätigt: Das Kraftfahrt-Bundesamt erteilte dem Metz moover bereits vor der noch ausstehenden eKFV (Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung) eine Sondergenehmigung mit ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis), durch die das Fahrzeug auf deutschen Straßen und ausgewiesenen Radwegen fahren darf. Ein akkreditiertes Prüfinstitut testete den Metz moover außerdem in Anlehnung an die Pedelec-Norm DIN EN 15194 und befand ihn als ein ebenso sicheres und hochwertiges Fortbewegungsmittel wie ein Elektrofahrrad. Ab 1. März können Kunden den E-Scooter im ausgewählten Fachhandel beziehen und sind somit legal mit einem Qualitätsfahrzeug im deutschen Straßenverkehr unterwegs. Der Metz moover war bereits im Jahr 2018 der Öffentlichkeit präsentiert worden, bis zur Erteilung der deutschen Straßenverkehrszulassung konnte Metz ihn nur außerhalb Deutschlands vermarkten.

Sicher, robust und Made in Germany
Der Metz moover wurde im fränkischen Zirndorf entwickelt und konstruiert und wird auch dort gefertigt. Im Gegensatz zu vielen günstig produzierten E-Scootern ist der Metz moover ein hochwertiges, alltagstaugliches Fahrzeug mit einem stabilen, verzinkten und in Deutschland gefertigten Rahmen. Für ein komfortables Fahrgefühl sorgen das breite Trittbrett und der tiefe Schwerpunkt. Mit den luftgefederten 12-Zoll-Rädern stellen selbst Schlaglöcher keine Unfallgefahr mehr dar. Ein Tagfahrlicht, Rückreflektor sowie langlebige mechanische Scheibenbremsen machen den moover zu einem sicheren und wartungsarmen Fortbewegungsmittel.

Kompakter Fahrspaß auf Kurzstrecken
Der Metz moover ist auf Langstrecken kein Ersatz für ein Fahrrad, hat jedoch auf kurzen Strecken Vorteile: Er lässt sich zum Beispiel leichter als ein Fahrrad in der Wohnung, im Büro oder auch im Kofferraum verstauen. Das erste E-Mobilitätsprodukt der Firma Metz eignet sich für alle, die Kurzstrecken schnell und sicher zurücklegen wollen. Das betrifft vor allem Stadtbewohner, Wohnmobilisten, Mitarbeiter auf großen Werksgeländen und Pendler. Letztere können zum Beispiel die Parkplatzknappheit in der Innenstadt umgehen: Mit dem moover im Kofferraum ihres Pkws können sie bis zu einem Parkplatz im äußeren Stadtbereich fahren, den E-Scooter aufklappen und von dort aus die letzten Kilometer durch die Innenstadt komfortabel zurücklegen. Am Ziel­ort ist keine Parkplatzsuche mehr nötig, der moover kann zusammengeklappt und beispielsweise ins Büro mitgenommen werden. Der E-Scooter erreicht eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h und der Elektromotor wird nach kurzem Anschieben bequem über ein Handpedal am Lenker beschleunigt. Der moover kann an jeder herkömmlichen Steckdose in drei bis vier Stunden aufgeladen werden und erreicht mit einer Akkuladung bis zu 25 km Reichweite.

Legal und unkompliziert
Für den Metz moover muss der Halter eine (nicht personengebundene) Haftpflichtversicherung für 35,70 € abschließen. Mit der Versicherung bekommt der Kunde eine kleine, selbstklebende Versicherungsplakette. Wer außerdem 15 Jahre alt ist und mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung hat, ist mit dem Metz moover rechtlich sicher unterwegs. Ein Fahrradhelm muss zwar beim Fahren nicht getragen werden, dies wird aber von Metz empfohlen.

Sicher in die Zukunft
Die Sonderzulassung für den Metz moover erfolgte in Anlehnung an die Vorschriften für Leichtmofas. Diese Zulassung ist gültig, bis die neue, derzeit noch ausstehende eKFV (Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung) in Kraft getreten ist. Moover-Käufer müssen sich jedoch keine Gedanken machen: Alle bis zu diesem Zeitpunkt verkauften Fahrzeuge werden automatisch der in der eKFV beschriebenen Fahrzeugklasse zugeordnet und können in Zukunft bedenkenlos weitergefahren werden.

Verkaufsstart
Der Verkauf in Deutschland startet am 1. März 2019. Erhältlich ist der Metz moover in drei Farben: Schwarz, Rot und Grau. Der UVP beträgt 1.998,- €. Auskunft zum Vertrieb erhalten Sie unter der Telefonnummer 0911 9706-190 oder per Mail an
vertrieb@metz-moover.de Weitere Informationen zum Metz moover finden Sie unter www.metz-moover.de


Technische Daten | Features

  • Gepäckträger zur Montage von Taschen und Transportboxen
  • LED-Leuchte mit Tagfahrlichtfunktion (entsprechend der StVZO) und Reflektor
  • Display mit Anzeige von Geschwindigkeit, Akku-Ladestand und Tages-Km-Stand
  • Verzinkter, pulverbeschichteter Rahmen
  • Einzigartiger Faltmechanismus zum Transport im Autokofferraum
  • Reichweite: bis zu 25 km, je nach Gewicht des Fahrers und Fahrbedingungen
  • Beschleunigung feinfühlig dosierbar über Handpedal
  • 12-Zoll-Luftreifen von Schwalbe für komfortables Fahrgefühl auch auf unebenen Untergründen
  • Hochwertige Scheibenbremsen vorne und hinten (160 mm Durchmesser)
  • Breites Trittbrett (B: 18 cm)
  • Klingel

Abmessungen (L x B x H) und Gewicht

  • Fahrbereit: 117,5 x 51 x 100 / 117 cm (Lenkerhöhe verstellbar)
  • Flach gefaltet: 100 x 51 x 47 cm
  • Schmal gefaltet: 100 x 26 x 64 cm
  • Gewicht: ca. 16 kg (inkl. Akku)

Motorisierung

  • Bürstenloser 250-Watt-Motor (Nenndauerleistung), 500 Watt Peakleistung
  • Softwarekonzept für angenehmes Anfahren
  • Standard-Modus: Höchstgeschwindigkeit 20 km/h, Motorunterstützung ab 3 km/h
  • Schritttempo-Modus: Höchstgeschwindigkeit 6 km/h, Motorunterstützung ab 2 km/h
  • Hinterrad-Antrieb für optimalen Fahrbahnkontakt bei der Beschleunigung
  • 216-Wh-Lithium-Akku (Ladezeit ca. 4 h, abhängig vom Ladezustand des Akkus), 36 V Betriebsspannung

Rechtliches

  • Zugelassen für das Fahren auf Straßen und ausgeschilderten Radwegen
  • Versicherungspflichtig
  • Fahrerlaubnis notwendig (mindestens Mofa-Prüfbescheinigung)
  • Mindestalter 15 Jahre
  • Tragen eines Fahrradhelms empfohlen

Sicherheit

  • Allgemeine Betriebserlaubnis des Kraftfahrt-Bundesamtes
  • Fahrzeugklasse: KKR L-Mofa bis 20 km/h (eKFV – Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung bis 500 W)
  • Geprüft in Anlehnung an die Pedelec-Norm DIN EN 15194, bei einem akkreditierten deutschen Prüfinstitut
  • CE-konform
  • Made in Germany

Quelle.

Würzburg: Neue Forschungsinitiative treibt Europas Batterie-Revolution voran

Eine Welt, die von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien wechselt, wird immer mehr von der Energiespeicherung und insbesondere von Batterien abhängig sein. Bessere Batterien können nicht nur den CO2-Fußabdruck des Verkehrssektors reduzieren, sondern auch das Stromnetz stabilisieren. Die groß angelegte europäische Forschungsinitiative »Battery 2030+« bringt führende Wissenschaftler und Unternehmen aus ganz Europa zusammen, um entscheidende Fortschritte in der Batteriewissenschaft und -technologie zu erreichen. Das erste der »Battery 2030+« Projekte startet im März 2019 und legt die Basis für diese Forschungsinitiative zu den Batterietechnologien der Zukunft.

In dem im Mai 2018 veröffentlichten Strategieplan für Batterien hat die Europäische Kommission die Notwendigkeit hervorgehoben, die europäische Batterieindustrie mit einer langfristigen Forschungsinitiative für zukünftige Batterietechnologien zu unterstützen. Das Projekt »Battery 2030+«, an dem sich derzeit 17 Partner in neun europäischen Ländern beteiligen, wurde für eine Koordinierungs- und Unterstützungsaktion im Rahmen des Programms Horizont 2020 ausgewählt. Innerhalb eines Jahres (ab März 2019) wird »Battery 2030+« die Grundlage für ein zehnjähriges groß angelegtes und langfristiges europäisches Forschungsprojekt schaffen.

Das Ziel von »Battery 2030+« ist die Entwicklung von hochmodernen Batterien der Zukunft, die der europäischen Industrie als Spitzentechnologien zur Verfügung stehen sollen. Batterien gehören zu den Schlüsseltechnologien für eine maßgebliche Kohlendioxidreduzierung im europäischen Energiesystem, insbesondere im Verkehrssektor (mit Elektromobilität) und im Stromsektor (mit der Speicherung diskontinuierlicher erneuerbarer Energiequellen). In naher Zukunft werden neue Generationen von extrem leistungsstarken, zuverlässigen, sicheren, nachhaltigen und kostengünstigen Batterien benötigt. Es findet bereits ein intensiver Wettbewerb um die Entwicklung zukünftiger Batterietechnologien statt, aber nach wie vor mit sehr offenem Ausgang.

Prof. Dr. Kristina Edström, Professorin der Anorganischen Chemie der Uppsala Universität in Schweden ist Koordinatorin des Projekts:
»Mit Battery 2030+ stellen wir uns allen Herausforderungen, die uns bei der Herstellung von Hochleistungsbatterien begegnen«, sagt Kristina Edström. »Dafür etablieren wir eine Plattform, die durch maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz neue Batteriematerialien schneller entdeckt. Interessant sind hierbei vor allem Schnittstellen in den Batterien, an denen Reaktionen ablaufen, die die Lebensdauer der Batterie beeinträchtigen können. Wir werden intelligente Funktionen vom gesamten System bis hin zur Batteriezellebene entwerfen und dabei ein besonderes Augenmerk auf das Thema Nachhaltigkeit legen.«

»Das Fraunhofer ISC mit seinen mehr als 25 Jahren Erfahrung zur Entwicklung und Analyse von Batteriematerialien und –komponeten arbeitet selbst an Battery 2030+ mit und koordiniert darüber hinaus die Fraunhofer-Beteiligung an der EU-weiten Forschungsinitiative«, erläutert Dr. Henning Lorrmann, Leiter des Fraunhofer-Forschungs- und Entwicklungszentrums Elektromobilität Bayern FZEB am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC.

Eine ausführlichere Beschreibung unserer Vision finden Sie in der offiziellen Erklärung auf der Projekt-Webseite. Bitte unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Stimme!

Das Konsortium von »Battery 2030+« besteht aus fünf Universitäten (Uppsala Universität, Politechnisches Institut Turin, Technische Universität Dänemark, Freie Universität Amsterdam, Universität von Münster), acht Forschungszentren (Französisches Forschungszentrum für Alternative Energien und Kernenergie CEA, Karlsruher Institut für Technologie KIT, Französisches Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS, Forschungszentrum Jülich, Fraunhofer-Gesellschaft, Fundacion Cidetec, Nationales Institut für Chemie Slowenien, Organisation für angewandte und technische Forschung Norwegen) drei Industriefachverbänden (EMIRI, EASE, RECHARGE) und dem Unternehmen Absiskey. Das Konsortium erhält Unterstützung von offiziellen europäischen und nationalen Gremien, darunter ALISTORE ERI, EERA, EIT InnoEnergy, EIT RawMaterials, EARPA, EUROBAT, EGVI, CLEPA, EUCAR, KLIB, RS2E, Schwedisches Zentrum für Elektromobilität, PolStorEn, ENEA, CIC energigune, IMEC und Tyndall National Institute.

Mehr unter: http://battery2030.eu/

Fraunhofer IAO Studie: Beschäftigungs­sicherung im Automobilbau

Studie mit Handlungs­empfehlungen zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs veröffentlicht

Die Ergebnisse einer Studie des Fraunhofer IAO, angestoßen von der IG Metall und Vertretern der Automobilindustrie, wurden im Sommer vorgestellt. Die damals angestellten Prognosen zu Rückgängen beim Personalbedarf sind in der nun vollständig veröffentlichten Studie ergänzt um Handlungsfelder und Handlungsempfehlungen zur Sicherung von Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland. Mehr unter…

Weißenburg hat die größte „StreetScooter“-Flotte in Mittelfranken

Weißenburg ist der erste Stützpunkt der Deutschen Post in ganz Mittelfranken, dessen Fuhrpark komplett auf emissionsfreie Elektrofahrzeuge umgerüstet ist. Die sogenannten „StreetScooter“ sind seit ein paar Monaten im täglichen Einsatz und haben sich bestens bewährt. Am Donnerstag wurde im Zustellstützpunkt in der Richard-Stücklen-Straße 11 in Weißenburg eine erste Zwischenbilanz gezogen, für die sich sogar Fernsehsender aus Nürnberg interessierten. Mehr unter…

Ladeverbund+ auf Wachstumskurs

2018: Zuwachs bei Ladesäulen und Mitgliedern und größere regionale Ausdehnung

Der Ladeverbund+ hat seinen Wachstumskurs im vergangenen Jahr fortgesetzt: Alleine 2018 wuchs der Verbund aus Stadt- und Gemeindewerken um zwölf weitere Mitglieder an. Er umfasst damit aktuell bereits 57 Partner, die die Elektromobilität regional aktiv voran-treiben wollen.

Bildquelle: solid GmbH

Da er zwar weiterhin seinen Fokus auf den nordbayeri-schen Raum richtet, sich allerdings bereits weit über die Grenzen Frankens hinaus entwickelt hat, wurde er im Juni 2018 von „Ladeverbund Franken+“ in „Ladever-bund+“ umbenannt.

Ladesäulen des Ladeverbund+ finden E-Mobilisten mitt-lerweile beispielsweise auch in Deggendorf (Nieder-bayern) oder im Main-Tauber-Kreis (Baden-Württemberg). Im Norden reicht der Verbund bis in die Landkreise Schweinfurt, Lichtenfels und Hof, im Süden bis in die Landkreise Eichstätt und Donau-Ries.

Gemeinsam errichteten seine Mitglieder bis Jahresen-de 2018 rund 280 Ladestationen. Binnen lediglich eines Jahres steigerte der Ladeverbund+ die Anzahl der La-destationen damit um 65 Prozent. Seit 01.01.2019 ist Marcus Steurer, Geschäftsführer der infra fürth unternehmensgruppe, Vorsitzender im Ladeverbund+. Er übernahm den Vorsitz von seinem Vorgänger Wolfgang Geus, Vorsitzender des Vorstandsder Erlanger Stadtwerke AG.

Ziel: einheitliche und flächendeckende Infrastruktur
Der Ladeverbund+ wird durch die solid GmbH koordiniert und wurde 2012 als Ladeverbund Franken+ durch die N-ERGIE Aktiengesellschaft, die infra fürth gmbh,
die Stadtwerke Ansbach und die Stadtwerke Schwabach gegründet.

Das gemeinsame Ziel der Stadt- und Gemeindewerke, die sich zum Ladeverbund+ zusammengeschlossen haben, ist der Aufbau einer einheitlichen und flächendeckenden
Ladeinfrastruktur in und um Nordbayern. So wollen sie einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele und zum Gelingen der Energiewende leisten.
Eine Übersicht über alle Mitglieder, ein Ladesäulenfinder und weitere Informationen zum Zugangssystem sind unter www.ladeverbundplus.de zu finden.

Neue Hybridfähre in Dänemark mit Antriebstechnik aus Nürnberg

Antriebs- und Automatisierungsspezialist Baumüller erhält Auftrag von der dänischen Werft Hvide Sande zur Lieferung eines hybriden Antriebssystems

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Neue Hybridfähre für Verbindung zwischen den Häfen Æro and Rudkøbing/Bild: Hvide Sande

Saubere Energie ist ein wichtiger Trend für die Verkehrswege unserer Zukunft. Auch zu Wasser, denn der Schiffsverkehr zählt gleichfalls zu den Verursachern der Luftverschmutzung. Der deutsche Antriebs- und Automatisierungsspezialist Baumüller und die dänische Werft Hvide Sande bauen deswegen gemeinsam eine neue hybride Auto- und Personenfähre. Damit gehören sie mit zu den Vorreitern von modernen Antriebskonzepten im dänischen Schiffsverkehr. Ab Herbst 2019 wird das Schiff der Fährgesellschaft ÆrøXpressen für eine neue Verbindung zwischen den Häfen Ærø und Rudkøbing unterwegs sein und bis zu 32 Pkw und 196 Passagiere befördern.Neue Hybridfähre für Verbindung zwischen den Häfen Æro and Rudkøbing/Bild: Hvide Sande

„Skandinavien ist der größte Schiffsmarkt in Europa mit vielen Fährverbindungen und erfährt aktuell einen starken Trend hin zu ökologischen Lösungen. Wir tragen auf dem Wasser mit unserer hybriden Fähre zum umweltfreundlichen Verkehr bei. Mit Baumüller haben wir einen kompetenten und professionellen Partner für Antrieb und Energieerzeugung gefunden“, erklärt Martin Larsen, Senior Project Manager, Hvide Sande.

Die neue Fähre ist eine dieselelektrische Hybridlösung: Elektromotoren treiben sie an, nur zur Stromerzeugung sind noch Dieselaggregate an Bord. Alternativ kann sie auch batteriebetrieben fahren. Innerhalb der Häfen läuft die Fähre vollelektrisch. Der moderne Hybrid-Antrieb reduziert Treibstoffbedarf und Emissionen signifikant. Die neue Fähre ist nicht nur umweltfreundlich, sondern mit 11 Knoten auch schnell: Die Überquerungszeit zwischen den Häfen Ærø und Rudkøbing wird ca. 45 Minuten betragen. Außerdem sorgt das hybride Antriebskonzept dafür, dass die Fähre eine gute Manövrierfähigkeit und sehr geringe Vibrationen aufweist.

„Wir freuen uns, Hvide Sande und ÆrøXpressen bei diesem modernen Fährprojekt zu unterstützen. Für uns als internationalen Antriebsspezialisten gehört Dänemark zu einem wichtigen skandinavischen Markt. Deswegen haben wir in 2018 auch eine dänische Niederlassung gegründet, da wir viel Potential für anspruchsvolle Projekte sehen“, erklärt Swen Jacob, Regional Manager North Germany + Scandinavia, Baumüller.

Für die neue Hybridfähre in Dänemark wird Baumüller das gesamte hybride System, speziell auf die Bedürfnisse des Schiffs zugeschnitten, liefern. Das deutsche Unternehmen übernimmt das komplette Engineering für Antrieb und Energieerzeugung: Elektro-Maschine des Dieselgenerators, Antriebe für Propeller und Bugstrahlruder, Energieverteilungssystem  und Bordnetzspannungserzeugung. Zum Einsatz kommen speziell auf die Bedürfnisse der Schiffe entwickelte Komponenten. Das Unternehmen hat allein in 2018 bereits eine hybride Fähre in Deutschland und eine vollelektrische Fähre in Asien ausgerüstet und auch 2019 weitere Systeme für Arbeitsschiffe im Auftragsbestand.

Quelle.