Elektrolieferwagen im Programm – Ford Besico Siller und Buttenhauser

Ford-Besico-Buttenhauser_2018tt_02699 © (C)2017 Thomas Tjiang

Nürnbergs Streetscooter-Händler Klaus Buttenhauser sieht für das kleine E-Nutzfahrzeug großes Potenzial.

Das Autohaus Ford Besico Siller und Buttenhauser GmbH in Nürnberg ist seit Anfang 2018 auch Fachhändler für die neuen Elektrolieferwagen der jungen Marke Streetscooter.

Diese werden von der Deutschen Post eingesetzt und gehören vielerorts zum Straßenbild. Geschäftsführer Klaus Buttenhauser, der vor 30 Jahren das Unternehmen gegründet hatte, war sich spätestens seit dem sogenannten dritten Dieselgipfel, ein Spitzentreffen von Bund, Ländern und Kommunen, sicher, so „früh wie möglich dabei“ sein zu wollen. Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig zu möglichen Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in Innenstädten fühlte er sich darin bestätigt.

Ford Besico Siller und Buttenhauser mit Standorten in Nürnberg und Zirndorf deckt für Streetscooter Nürnberg, Fürth und das Umland an. Zwei weitere Ford-Händler haben seit Kurzem ebenfalls Streetscooter im Programm: die Autohaus Konrad GmbH in Erlangen und die Auto-Fiegl GmbH in Schwabach. Der Streetscooter wird in den drei Varianten Box, Pure und Pickup produziert. Alle drei sind mit einer 20 Kilowatt-Batterie oder einer 40 Kilowatt-Batterie zu bekommen, deren Reichweite mit 113 Kilometern bzw. 205 Kilometern angegeben wird. Zusätzlich werden im Katalog noch die geringeren Reichweiten mit 80 bzw. 125 Kilometern genannt, die die Post durch ihren eigenen Einsatz ermittelt hat. Zum „Paket“ gehört auch die Ladeinfrastruktur, die sogenannte Wallbox.

Für die Elektrofahrzeuge mit einem vollelektrischen Antrieb, die ausdrücklich für den Kurzstreckenverkehr entwickelt wurden, sieht Buttenhauer ein großes Potenzial. Er denkt beispielsweise an den Verkehr auf größeren Werksgeländen, Flughäfen, Tiergärten sowie auf Krankenhaus-Arealen oder im kommunalen Einsatz. So sei etwa der Stop-and-go-Verkehr bei der Müllabfuhr Gift für die herkömmlichen Dieselfahrzeuge der Reinigungsbetriebe. Überhaupt eigne sich das E-Nutzfahrzeug für alle Unternehmen und Einrichtungen, die regelmäßig mit einer fest definierten Tour mehrere Standorte oder Filialen beispielsweise mit Post oder Waren versorgen.

Von der positiven Resonanz der ersten Monate ist auch Buttenhauser überrascht. Er führe viele Gespräche mit Firmenchefs, der erste Streetscooter wurde im April verkauft. Intern ist er für das laufende Jahr von 20 Verkäufen ausgegangen, mittlerweile rechnet er mit Stückzahlen „deutlich darüber“.

Quelle WIM

Auch Bauhof Feucht setzt jetzt auf Elektromobilität

Ein interessantes Gefährt ist seit ein paar Tagen in Feucht und Moosbach unterwegs: es erinnert ein bisschen an einen kleinen Playmobil-LKW mit Ladefläche. Doch das, was im ersten Moment wie ein Spielzeugauto anmutet, ist höchst modern. Es ist ein Goupil-G4.

Das Elektrofahrzeug ist sehr klein, wendig und wesentlich belastbarer als man zunächst annimmt. Auf die hintere Fläche kann man 1,2 Tonnen laden, zusätzlich dazu kann es am Hänger noch eine weitere Tonne ziehen.

„Ideal für den Bauhof“, sagt Michael Rupp, der Zuständige für den Vertrieb bei „Jordan Motorgeräte“, am Tag der Übergabe an den Markt Feucht. Von dem Wendelsteiner Unternehmen hat der Feuchter Bauhof das Leichtbaufahrzeug erworben, das eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erreicht und eine Reichweite von 80 Kilometern hat.

Markus Aßmann, Werkstattleiter der Firma Jordan, bezeichnet es als Nischenfahrzeug – „noch“, wie Erster Bürgermeister Konrad Rupprecht bei der Übergabe anmerkte. Sehen wird man den Goupil-G4 vor allem mit dem Gartentrupp des Marktes Feucht, auf den Spielplätzen und an den Friedhöfen.

Für den Bauhof ist es das erste Elektrofahrzeug, für den Markt Feucht aber nicht. Die Gemeindeverwaltung hat bereits seit einigen Jahren diverse E-Fahrzeuge im Einsatz.

Bildquelle: Markt Feucht – Auf dem Bild (von links): Bauamtsleiter Andreas Brandmann, Michael Rupp und Markus Aßmann (beide Fa. Jordan), Erster Bürgermeister Konrad Rupprecht, im Auto: Bauhof-Mitarbeiter Oskar Fürst und Tino Mechs, auf der Ladefläche: Bauhofleiter Josef Schlierf
Quelle.

 

Die Bäckerei Der Beck setzt auf E-Mobilität

Erstes elektrisches Lieferfahrzeug bei der Beck in Betrieb genommen

Bildquelle Der Beck GmbH: Geschäftsführer Siegfried Beck (li.) Dr. Siegfried Balleis, „Sonderbeauftragter Sofortprogramm Saubere Luft“ der Bundesregierung (mi.), und Geschäftsführer Dominik Beck (re.) präsentieren den ersten strombetriebenen Streetscooter der Metropolregion Nürnberg (außerhalb des Postbetriebes).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ob als Liefer- oder Personenwagen, Elektroautos nehmen ihren Platz auf
den Straßen ein. Die Bäckerei Der Beck wird künftig mit dem ersten strombetriebenen
Streetscooter der Metropolregion Nürnberg (außerhalb des Postbetriebes) Brötchen,
Brote, Kuchen und weitere leckere Backwaren in den Stadtgebieten Nürnberg – Fürth –
Erlangen ausliefern. So wird den Bürgern ab sofort regelmäßig der umweltfreundliche
Elektro-Transporter begegnen. Das gestiegene Umweltbewusstsein sowie strengere
Vorschriften für die Abgasemission bei Verbrennungsmotoren machen strombetriebene
Lieferfahrzeuge auch für mittelständische Unternehmen, wie die Bäckerei Der Beck,
immer attraktiver. „Mit dem Streetscooter „Work L“, der von einem
Tochterunternehmen der Deutschen Post entwickelt wurde und über eine Reichweite
von etwa 80 km verfügt, integrieren wir den ersten strombetriebenen Transporter in
unsere Lieferflotte.“, erklärt Dominik Beck, Geschäftsführer von Der Beck. „Durch die
Inbetriebnahme geben wir ein gutes Beispiel, auf Elektromobilität umzusteigen und
gleichzeitig die Umwelt zu schonen.“ so Beck weiter.
Das neue elektrische Lieferfahrzeug mit dem komplett emissionsfreien Antrieb wird
gezielt für Fahrten im innerstädtischen Bereich eingesetzt und ergänzt so den
bestehenden Fuhrpark optimal. Dieser weitere Schritt macht die Philosophie von Der
Beck deutlich, den Umweltgedanken fest in das unternehmerische Handeln zu
integrieren.

Umweltschutz wird bei Der Beck groß geschrieben
Bereits seit 1999 arbeitet Der Beck mit dem besonders strengen Umweltmanagementsystem
EMAS, das weit über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht. Im Rahmen
dieses Umweltmanagementsystems wurden bereits viele Maßnahmen umgesetzt.
Schon 2009 konnte zum Beispiel der komplette Strombedarf am Produktions- und
Verwaltungsstandort Erlangen-Tennenlohe aus erneuerbaren Energien gedeckt
werden. Seit 2010 liefert dort eine 96-kW-Photovoltaikanlage Sonnenstrom. Für die
übrige benötigte Energieleistung wird regenerativer Strom aus Wasserkraft bezogen.
Die Beleuchtung wurde modernisiert, Bewegungsmelder wurden integriert und auf
sparsame LED-Lichttechnik umgerüstet. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) am
Produktionsstandort versorgt viele Bereiche, wie Räume oder die Heizung der
Gärschränke, sehr wirtschaftlich mit direkt vor Ort erzeugter Wärme. Über seine
Lebensdauer von 15 Jahren spart es so etwa 3,8 Mio. Tonnen CO2 ein. „Weil es für
Der Beck und seine Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit ist, schonend mit den
natürlichen Ressourcen umzugehen, wird der Umweltaspekt auch zukünftig eine
wichtige Rolle im unternehmerischen Handeln spielen“, unterstreicht Dominik Beck.

 

Elektromobilität in der Metropolregion Nürnberg: Stecker rein!

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Bildquelle: IHK Nürnberg für Mittelfranken (WIM)

Die Metropolregion Nürnberg ist bei neuen Technologien und Dienstleistungen für die Elektromobilität gut unterwegs. Ein Überblick über die wichtigsten Projekte.

Die Elektromobilität ist ein Kernbestandteil der Mobilitätswende, die sich weltweit ankündigt. Das sehen auch die Experten der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ so, die die Bundesregierung berät: Sie rechnen mit einem Durchbruch der elektrischen Fahrzeuge zwischen 2020 und 2030. Derzeit sind laut Kraftfahrtbundesamt rund 54 000 E-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs, darunter 34 000 ausschließlich elektrisch angetriebene Pkw sowie 21 000 Plug-in-Hybride (Fahrzeuge, deren Akku sowohl über den Verbrennungsmotor als auch über die Steckdose geladen werden kann). In Mittelfranken sind knapp 1 000 Pkw zugelassen, die ausschließlich elektrisch angetrieben werden. Auch wenn der Verbrennungsmotor auf absehbare Zeit seine Bedeutung für den Verkehr behalten wird und die bisherigen Ziele zu ehrgeizig erscheinen (bis 2020 eine Mio. Elektroautos auf deutschen Straßen), muss bereits heute der schrittweise Übergang zu neuen Technologien gestaltet werden.

Das Entwicklungsleitbild der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) setzt deshalb auf das Kompetenzfeld „Automotive“ sowie das Aktionsfeld „Intelligente Mobilität“. Die Schwerpunkte darin sind: automatisiertes Fahren, Umweltverträglichkeit, intelligente Netze, altersgerechte Mobilität und hybride Antriebssysteme inklusive E-Mobilität. Mit ihrem breiten Mix an unterschiedlichen Zulieferern ist die Metropolregion bestens aufgestellt, um diese und weitere Zukunftsthemen voranzutreiben und entscheidend zu prägen. Die Herausforderung besteht darin, vorhandene Strukturen zu vernetzen sowie innovative Konzepte zu entwickeln und in die Praxis zu übertragen.

Ein Beispiel bietet die Conti Temic Microelectronic GmbH am Standort Nürnberg, an dem allein 500 der rund 2 500 Mitarbeiter mit allen Facetten der Elektrifizierung beschäftigt sind. Seit Oktober 2016 wird dort der weltweit erste 48-Volt-Hybrid-Antrieb in Serie gefertigt. Bei der Technik handelt es sich um eine besonders kosteneffiziente Lösung, um Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen deutlich zu senken. Die 48-Volt-Variante ist dabei eine Alternative zu der wesentlich aufwändigeren Hochvolttechnik mit 300 bis 400 Volt, die bisher üblicherweise in Hybridfahrzeugen verwendet wird. Seit 2013 entwickelten die Ingenieure bei Continental in Nürnberg diesen Hybridantrieb gemeinsam mit Renault sowie regionalen Partnern wie dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelemente-Technologie (IISB) und dem Bayerischen Laserzentrum (beide mit Sitz in Erlangen).

Aktivitäten der IHK

Um Kooperationsmöglichkeiten für die regionalen Anbieter, Anwender und Entwickler zu schaffen und den Wissensaustausch zu fördern, bietet die IHK Nürnberg für Mittelfranken zusammen mit den IHKs aus Coburg, Bayreuth, Regensburg und Würzburg-Schweinfurt seit dem Jahr 2013 den IHK-Innovations- und AnwenderClub E-Mobilität an (www.emobility-nordbayern.de). Schwerpunkte der beiden letzten Veranstaltungen bei der Deutschen Post AG in Würzburg und bei der Baumüller-Gruppe in Nürnberg waren Technologien und Einsatzbereiche von elektrischen Nutzfahrzeugen. Das große Potenzial von elektrisch angetriebenen Nutzfahrzeugen beweist u. a. die Deutsche Post DHL Group: Sie baut ihre elektrischen betriebenen Lieferfahrzeuge „Streetscooter“ selbst und hat sich damit zu einem der größten Betreiber von E-Flotten in Europa entwickelt.

Beeindruckend war auch der Bericht des Unternehmens Heliox aus Eindhoven: Dort ging vor Kurzem die erste vollelektrische Busflotte mit 43 Fahrzeugen in Betrieb, die automatisiert mit Stromabnehmern über das Busdach geladen werden. Mit Hilfe des sogenannten „Opportunity Charging“ an den Endhaltestellen kann die Ladezeit auf wenige Minuten reduziert werden, wodurch der Fahrplan kaum beeinflusst wird. Dieses Beispiel aus der niederländischen Region Noord-Brabant, mit der die IHK eine enge Partnerschaft pflegt, ist ein Vorbild auch für Deutschland. Immerhin hat der wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums eine Umrüstung von Stadtbussen auf Elektromotoren empfohlen, um Luftverschmutzung und Lärmbelastung zu reduzieren. Ein weiteres Beispiel für elektrische Nutzfahrzeuge sind Gabelstapler: Hier erreicht die Elektrifizierung bei neuen Fahrzeugen bereits einen Anteil von 60 Prozent. Auch bei Schiffen und Fähren und sogar bei Schneeraupen und Traktoren dürften künftig mehr elektrische Antriebe zum Einsatz kommen, um Treibstoffkosten zu reduzieren, Kohlendioxid-Emissionen zu verringern und Nebenantriebe wartungsarm und ohne Hydraulikflüssigkeiten einsetzen zu können. Aus der Metropolregion Nürnberg liefern u. a. die Baumüller Anlagen-Systemtechnik GmbH & Co. KG und die Semikron Elektronik GmbH & Co KG dafür die Elektromotoren und die Leistungselektronik zu. Die Motoren von Baumüller werden mittlerweile auch in batterieelektrischen Lkw der Firma Framo eingesetzt. Der 18 Tonnen schwere, elektrisch angetriebene Lastwagen hat mit einer voll geladenen Batterie eine Reichweite von 250 bis 270 Kilometern und kann eine Nutzlast von 9,5 Tonnen befördern.

Eine Übersicht aktueller Fahrzeugtypen sowie Informationen zu Fördermöglichkeiten bietet die Now GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie – eine Einrichtung, die die Programme der Bundesregierung in den Bereichen Elektromobilität sowie Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert (www.now-gmbh.de). Ein flächendeckendes Netz an Ladestationen ist eine zentrale Voraussetzung für die Verbreitung der Elektromobilität und deren Akzeptanz. Der Ladeverbund Franken+, in dem sich neben der Nürnberger N-Ergie AG rund 40 weitere kommunale Stadtwerke zusammengeschlossen haben, betreibt aktuell rund 280 Ladepunkte. Damit hat dieser Ladeverbund die mit Abstand meisten Lademöglichkeiten in Nordbayern. Dies geht aus der aktuellen Ladesäulenkarte der Bundesnetzagentur hervor: In ganz Bayern sind bisher 450 Ladesäulen installiert, davon rund 100 alleine in Mittelfranken. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur bleibt aber auch weiterhin ein zentrales Thema. Bis Mitte kommenden Jahres will der Ladeverbund Franken+ die Anzahl der Ladepunkte nochmals verdoppeln (www.ladeverbund-frankenplus.de).

Einbindung der Bürger

Die Gesellschaft für Elektromobilität sensibilisieren und aktivieren – dieses Ziel verfolgt das Forschungsvorhaben Codifey („Community-basierte Dienstleistungs-Innovation für E-Mobility“), das im November 2016 in seine zweite Phase startete. Die wissenschaftliche Koordination des Projekts liegt bei Prof. Dr. Kathrin M. Möslein (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik I – Innovation und Wertschöpfung an der Universität Erlangen-Nürnberg) und Prof. Dr. Barbara Dinter von der Technischen Universität Chemnitz. Dieses interdisziplinäre Projekt soll die Bürger informieren und innovative Dienstleistungen im Umfeld der Elektromobilität entwickeln. In einer ersten Projektphase konnten bereits zahlreiche Konzepte und Prototypen, wie eine Lade-App und ein Siegel zur Zertifizierung von Nachhaltigkeitsaspekten, entwickelt werden. Dabei arbeitet das Codifey-Team nicht im stillen Kämmerlein an Lösungen, sondern bezieht Nutzer von Elektromobilität und Interessenten aktiv in die Gestaltung von Dienstleistungen und die Generierung von Wissen ein. Über die Online-Plattform www.emobilisten.de kann jedermann Ideen beitragen, Erfahrungen austauschen und sein Wissen mit der Community teilen.

In der jetzigen zweiten Phase liegt der Fokus von Codifey darauf, Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Projekt in die Praxis zu überführen und so zur nachhaltigen „E-Mobilisierung“ der Gesellschaft beizutragen. Dabei arbeitet das Projektteam mit einer Vielzahl von Partnern (Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Verbände) zusammen.

Autor:

Dr. Ronald Künneth ist IHK-Referent für die Themen vernetzte Produktion, Automation, Energiewirtschaft und betrieblicher Umweltschutz (ronald.kuenneth@nuernberg.ihk.de).

Bitte beachten Sie auch unsere nächste Veranstaltung Innovationsforum Nachhaltige Energiesysteme – sicher, dezentral, vernetzt am 17./18.10.2018 in Nürnberg.

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Aufruf zur Blogparade 2017 mit dem Themenschwerpunkt Elektromobilität

Siemens baut eHighway in Deutschland

  • Erstmals Infrastruktur für elektrische Lkw auf deutscher Autobahn
  • Nachhaltiger Gütertransport durch Halbierung des Energieverbrauchs
  • Inbetriebnahme Ende 2018

Siemens wurde vom Land Hessen mit dem Bau einer Oberleitungsanlage für elektrifizierten Straßengüterverkehr auf einer zehn Kilometer langen Strecke beauftragt. Über die Oberleitung wird der elektrische Antrieb eines Hybrid-Lkw mit Strom versorgt. Siemens hatte die Innovation „eHighway“ 2012 erstmals vorgestellt. Das System soll auf der Bundesautobahn A5 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt gebaut werden.

Mit diesem Feldversuch wird der eHighway erstmals auf einer öffentlichen Straße in Deutschland erprobt. Siemens übernimmt die Planung, den Bau und optional die Instandhaltung der Anlage. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des von Hessen Mobil geleiteten Verbundprojekts „Elektrifizierter, innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen“ (ELISA), das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Hessen Mobil ist zuständig für Planung, Bau, Betrieb und das Management des hessischen Verkehrswegenetzes.

„Mit der Errichtung der Anlage soll der praktische Nachweis der Integrationsfähigkeit von Oberleitungssystemen im Straßenraum erbracht werden. Die Anlage soll in reale Transportketten eingebunden und die Machbarkeit der klimaneutralen Güterlieferung im urbanen Raum Frankfurt nachgewiesen werden“, sagt Gerd Riegelhuth, Abteilungsleiter Verkehr bei Hessen Mobil.

„Mit dem eHighway haben wir erstmals eine wirtschaftlich darstellbare Lösung für einen klimaneutralen Straßengüterverkehr geschaffen. Unsere Technologie ist damit eine heute schon real existierende Alternative zum LKW-Transport mit Verbrennungsmotoren“, sagt Roland Edel, Technologiechef der Division Mobility.

Der eHighway ist im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so effizient. Das bedeutet nicht nur eine Halbierung des Energieverbrauchs sondern auch eine Verringerung der lokalen Luftverschmutzung. Kernelement des Systems ist ein intelligenter Stromabnehmer in Kombination mit einem Hybridantriebssystem. Entsprechend ausgerüstete Lastwagen versorgen sich während der Fahrt aus der Oberleitung mit elektrischer Energie und fahren dann lokal CO2-emissionsfrei. Auf Straßen, die nicht mit Oberleitungen ausgestattet sind, treibt ein Hybridmotor die Lastwagen an. Mehr unter: www.siemens.com/presse/ehighway

Warum Kleinbetriebe auf Strom statt Diesel setzen sollten

Regelungen zur Senkung der Stickstoffdioxid-Belastung in Deutschlands Städten treffen auch Handwerksbetriebe. Ein Grund, in Zukunft Strom statt Diesel zu tanken.

Das Problem ist bekannt: Anhaltend hohe Stickstoffdioxid-Belastungen in zahlreichen deutschen Städten und Ballungsgebieten stellen ein akutes Gesundheitsrisiko dar. Den Schuldigen sehen die Experten vor allem in Fahrzeugen mit dieselbetriebenen Motoren, denen nun teilweise mit einer Einführung der Blauen Plakette das Aus droht.

Source: www.elektromobilitaet-praxis.de

StreetScooter ab sofort für Dritte verfügbar

Der bisher nur für den eigenen Postbetrieb eingesetzte StreetScooter wird ab sofort auch an Dritte verkauft. Dies gab die Deutsche Post DHL heute bekannt. Das Lieferfahrzeug mit E-Antrieb ist in zwei Ausführungen erhältlich und startet bei 32.000 Euro (abzüglich 4.000 Euro Umweltbonus).  Mindestens die Hälfte der diesjährigen Jahresproduktion ist dabei für externe Kunden vorgesehen. Diese sieht …

Source: www.electrive.net

MAN bringt Elektro-Trucks auf den Markt

MAN will mit batteriebetriebenen Elektro-Lastwagen in den Markt einsteigen. Das Unternehmen präsentierte am Montag im österreichischen Werk in Steyr einen Truck für Stadtgebiete. MAN will vom kommenden Jahr an eine kleine Flotte von E-Lastwagen produzieren, wie Vorstandschef Joachim Drees ankündigte.

Source: www.kfz-betrieb.vogel.de

Bitte beachten Sie unsere nächte Veranstaltung zu diesem Thema.

 

Im Fokus der 12. Sitzung des IHK-Innovations- und AnwenderClubs eMobilität stehen Anwendungs-beispiele für eNutzfahrzeuge in Unternehmen und Kommunen sowie aktuelle Technologietrends elektrischer Antriebslösungen und 48-Volt Systeme für Nutzfahrzeuge. Darüber hinaus werden Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Kommunen sowie aktuelle Trends und Kundenlösungen aus dem Elektroauto-Handel vorgestellt. Ein Gastvortrag zu Ladetechnik für eBusse im urbanen Umfeld ergänzt die Veranstaltung um Praxislösungen aus den Niederlanden, wo Elektromobilität bereits alltäglich ist. In der Pause und nach der Veranstaltung kann ein batterieelektrischer LKW der Firma FRAMO (FRAMOe 180/280, 18t e-LKW, 250 – 270 km, Nutzlast 9,5t) besichtigt werden. Mehr unter: emobility-nordbayern.de/iawc-enutzfahrzeuge/

Elektrofahrzeug: AL-KO und ABT Sportsline entwickeln KEP-Transporter für DHL

Der Stromer läuft bereits im Feldtest in einer Stückzahl von zehn Exemplaren in Bonn sowie mit einem Fahrzeug am ABT-Stammsitz in Kempten in der CO2-freien Belieferung. Das 13-Zoll-Tiefrahmenchassiskonzept auf Basis eines VW T6-Triebkopfs war bereits auf der IAA Nutzfahrzeuge vorgestellt worden und kombiniert die Fahrwerkstechnik von AL-KO mit der E-Antriebstechnik von ABT. Clou dabei ist, dass die Batterien mit 28,8 kWh Kapazität zwischen den Längsträgern des AL-KO-Rahmens platziert wurden,

Source: www.transport-online.de