Branche

Living Lab Smart Charging: Fahren mit Wind im Rücken der Sonne entgegen

Eine Veröffentlichung des niederländischen „Living Lab Smart Charging“ offenbart den mehrjährigen Erfahrungsschatz von 325 Gemeinden und über 50 Firmen zum Thema Ladeinfrastruktur. Dieses Dokument ist ein Leitfaden für alle die sich mit den Themen elektrisches Laden und Smart Charging beschäftigen. Die Veröffentlichung „Elektromobilität & Smart Charging“ (online verfügbar) ist ein Herzstück des Living Lab Smart Charging. Im Februar 2017 wurden die ersten Exemplare dieser Protokolle offiziell an die Städte München und Regensburg überreicht. Dies war ein Highlight während des Delegationsbesuchs der Städte Amsterdam und Utrecht an Bayern. Während dieser zwei-tägigen Reise tauschten sich niederländische öffentliche Instanzen, Forschungsinstitute und Firmen mit deutschen Partnern aus. Beteiligt waren auch Emobilitypartners (ElaadNL, GreenFlux, Fier Automotive, APPM, Last Mile Solutions, Stint), niederländische Experten auf dem Gebiet Urban Mobility. In Deutschland nimmt der Anteil der Wind- und Sonnenenergie einen immer wichtigeren Platz im Energiemix ein. Und es stellt sich die Frage, wie diese Energie so effizient wie möglich genutzt werden kann – auch in Momenten in denen sie nicht direkt benötigt wird. Das Abschalten der Windturbinen oder eine bezahlte Abnahme der Energie sollte nicht die Lösung für einen Überschuss an nachhaltiger Energie darstellen. Vor allem, da Elektromobilität eine salonfähigere Möglichkeit bietet mit diesem Problem umzugehen: flexible Speicherung in Battery Electric Vehicles (BEV). Um elektrische Fahrzeuge als Elektrizitätsspeicher nutzen zu können, ist eine Ladeinfrastruktur von Nöten. Wenn diese noch nicht (in ausreichendem Maße) vorhanden ist, bietet es sich an, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Zum einen Stimuliert man mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur die Nutzung elektrischer Fahrzeuge und verringert somit lokale Emissionen. Zum anderen ermöglicht man mit einer „schlauen“ Ladeinfrastruktur („Smart Charging“) die Speicherung nachhaltiger Energie. Erfahrung aus den Niederlanden Seit 2009 sammeln die Niederlande Erfahrungen im Ausbau der Ladeinfrastruktur. Fragen bezüglich Instandhaltung, Aufstellung im öffentlichen Raum, Technik und Sicherheit wurden geklärt und die Nutzerfreundlichkeit verbessert. Elektrisches Laden sollte genauso einfach sein, wie das Tanken fossiler Brennstoffe. Eine Ladekarte sollte nicht nur im eigenen Landkreis, sondern in ganz Europa funktionieren. Diese Interoperabilität wurde entwickelt und getestet und wird in den Niederlanden seit nunmehr mehreren Jahren erfolgreich auf alle öffentlichen und halb-öffentlichen Ladesäulen angewandt, unabhängig vom Anbieter und der Automarke. Der nächste Schritt Was folgt, ist der Ausbau einer Smart Charging Ladeinfrastruktur. Neue Ladeinfrastruktur in den Niederlanden ist bereits Smart Charging Ready (SCR). 72 Prozent der bestehenden Ladeinfrastruktur wurde in 2016 angepasst, der Rest folgt dieses Jahr. Bislang gibt es ungefähr 12.000 öffentliche, 15.000 semi-öffentliche und 72.000 private Ladesäulen. Offener Markt, offene Protokolle Das Vorantreiben der Energiewende hängt vom Markt ab. Ein Markt in dem ein Fabrikant seine Produkte überall verkaufen kann – ohne Vendor-lock-in, mit eigenen Produkt-und Markeneigenschaften. Geteilte, standardisierte, (kostenlose) offene Protokolle können auf dem Weg hierhin helfen. Der Markt der auf diese Weise entsteht, zeigt dank einer geteilten ICT-Sprache die individuellen Eigenschaften der Produzenten auf und verhilft auch Elektromobilität dazu, Grenzen zu überschreiten. Smart Charging Buch Die gesammelten Informationen und lessons learned im Buch „Elektromobilität & Smart Charging“ entspringen der sich beständig weiterentwickelnden Erfahrungen der führenden niederländischen Institute im Bereich Ladeinfrastruktur. Diese entwickeln die Technik kontinuierlich weiter und teilen sie mit Firmen und Behörden, um die Energiewende voranzutreiben. Im Buch „Elektromobilität & Smart Charging“ werden die praktischen Elemente des Ausbaus einer Ladeinfrastruktur beleuchtet. Auch der Status Quo und die Implementierung der Smart Charging Ready Ladeinfrastruktur werden beschrieben. Zudem behandelt das Buch den Umbau der bestehenden Ladeinfrastruktur – denn bestehende Strukturen sollten weiterhin genutzt werden. Auch Projekte wie Emobilitypartners bieten die Chance, von und mit innovativen niederländischen Firmen zu lernen und gemeinsam die urbane Elektromobilität anzukurbeln. Wir freuen uns über eine Kontaktaufnahme: Living Lab Smart Charging: René Bastiaans Website: www.livinglabsmartcharging.nl E-Mail: info@livinglabsmartcharging.nl Telefon: +31(0)26 8200 202 Generalkonsulat der Niederlande: Sophie Vaessen E-Mail: sophie.vaessen@minbuza.nl Telefon: +49 (0)89 206 026 714

2017-03-13T18:38:08+01:0013.03.2017|Aktuelles, Branche, eMobilität|

MAN bringt Elektro-Trucks auf den Markt

MAN will mit batteriebetriebenen Elektro-Lastwagen in den Markt einsteigen. Das Unternehmen präsentierte am Montag im österreichischen Werk in Steyr einen Truck für Stadtgebiete. MAN will vom kommenden Jahr an eine kleine Flotte von E-Lastwagen produzieren, wie Vorstandschef Joachim Drees ankündigte.

2017-02-22T15:09:47+01:0022.02.2017|Aktuelles, Branche, eMobilität|

BMW: Neues Entwicklungszentrum für autonomes Fahren

2021 soll der BMW iNEXT auf die Straßen kommen. Autonom fahrend, elektrisch und voll vernetzt. Eine ganze Palette hochautomatisiert fahrender Modelle aller Marken der BMW Group werden ihm folgen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die BMW Group ihre Entwicklungskompetenzen für Fahrzeugvernetzung und automatisiertes Fahren in einem neuen Campus in Unterschleißheim bündeln. Über 2000 Mitarbeiter sollen im Endausbau am neuen Standort von der Softwareentwicklung bis hin zur Straßenerprobung die nächsten Schritte zum vollautomatisierten Fahren entwickeln. „Der Weg zum vollautonomen Fahrzeug ist eine Chance für den Automobilstandort Deutschland. Die Entscheidung, diese Fahrzeuge im Großraum München zu entwickeln und auf den Straßen zu erproben, verdeutlicht, wie die BMW Group und die ganze Region von diesem Wandel in der Automobilbranche profitieren können“, erklärt Klaus Fröhlich, Entwicklungsvorstand der BMW Group.

2017-01-19T10:01:38+01:0019.01.2017|Aktuelles, Branche, eMobilität|

Niederländer besuchen Nürnberg: ‚Open Innovation vs Made in Germany‘ (07.-09.12.16)

Our partner Nuremberg Chamber of Commerce and Industry (CCI) will be hosting an 'Urban Green Mobility' mission in Nuremberg from 7 until 9 December 2016. Scheduled are, among many other activities, visits to Fraunhofer’s Josephs and E-T-A GmbH, a global producer of electric components such as circuit breakers and power management systems. 'The Dutch have proven to be extremely well in 'open source innovation', in which companies and research institutes team-up. In Germany, where emphasis is on quality and quality control, we are not very familiar with this cooperative and creative approach.' Christian Seitz of CCI, who has organised the 'Urban Green Mobility' mission together with Mark Koppers of the Brabant Development Agency (BOM), is convinced Dutch and German companies in electric mobility can learn and benefit from each other’s expertise. Koppers: 'That's whyseveral members of E-Mobility Partners are alreadyinterested in joining the mission to Nuremberg'. Matchmaking 'With this mission to Nuremberg, we want to facilitate the matchmaking between Dutch and German companies', Seitz explains. Besides relatively large companies such as E-T-A GmbH, the Nuremberg region is home to many small and medium-sized enterprises (SME’s) that produce electric components for many industries, but also for the automotive industry. Seitz: 'With the mission we want to match the German talent for industrial production with the innovative creativity of the Dutch.' Josephs: Consumer Testing The Dutch delegation will visit in Nuremburg, among other sites, Josephs, Die Service Manufaktur , a shop in the centre of the city. In this shop companies can test their new products by showing them to consumers, who comment on it and give feedback. The shop is a 'living lab' project of the Fraunhofer Institute for Integrated Circuits , which has also expertise in power electronics, wheel hub motors and e-mobility platforms. A visit to E-T-A GmbH , a German company with its headquarters in Altdorf close to Nuremberg, is also part of the programme. Seitz: 'As a worldwide producer of circuit breakers and power management systems, E-T-A is interested in working together with automotive companies from Brabant, who have a lead in electric mobility.' For a full programme update and subscription, please contact CCI or BOM. Province of Brabant: Automotive Region Seitz emphasises the match between companies and research institutes from Brabant and the Nuremberg region, should be seen in a larger perspective. 'Just like the Nuremberg region, Brabant is home to many SME companies active in automotive. By bringing both regions together, companies from Germany and The Netherlands have an opportunity to learn from each other and expand their businesses together.' More Information For more information, have a look at the presentations of BOM and CCI in our download centre. For subscription, contact Mark Koppers at BOM, (MKoppers@bom.nl) or Christian Seitz at CCI (Christian.Seitz@nuernberg.ihk.de).

2016-11-14T14:46:17+01:0014.11.2016|Aktuelles, Branche, eMobilität, Region|

Bundestag segnet Elektroauto-Steuervorteile ab

Es gibt demnächst wohl wieder mehr steuerliche Förderungen von Elektromobilität: Der Bundestag hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr in der vom Finanzausschuss geänderten Fassung angenommen. Für alle reinen Elektroautos einschließlich Brennstoffzellenautos mit erstmaliger Zulassung vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2015 galt eine von fünf auf zehn Jahre verlängerte Kraftfahrzeugsteuerbefreiung. Bei erstmaliger Zulassung solcher Fahrzeuge seit dem 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020 galt bislang eine fünfjährige Steuerbefreiung...

2016-10-07T10:34:19+02:007.10.2016|Aktuelles, Branche, eMobilität|
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