LEONI: Die globalen Drahtzieher aus Franken

BORDNETZSYSTEME UND MEHR
1917 vor den Toren Nürnbergs als Drahtwerkstatt gegründet, ist das Unternehmen Leoni heute – vor zwei Jahren feierte es seinen 100. Geburtstag – als Spezialist für Kabelsysteme weltweit in mehr als 31 Ländern mit mehr als 88.000 Mitarbeitern aktiv – unter anderem auch in Mainfranken.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück ins Jahr 1569, als der aus Lyon stammende Franzose Anthoni Fournier damit begann, in Nürnberg sogenannte leonische Waren herzustellen: vergoldete und versilberte Fäden und Drähte, die vor allem in kostbaren Stickereien verwendet wurden. Diese glitzernden Gespinste und dekorativen Perldrähte waren im klerikalen, aber auch im zivilen Bereich gefragt. In der Folgezeit siedelten sich weitere Betriebe an, sodass sich die Region Nürnberg zu einem Zentrum dieses Gewerbes entwickelte.

Firmengründung durch Zusammenschluss
1917 schlossen sich die drei Firmen Vereinigte Leonische Fabriken Nürnberg-Schweinau, Johann Philipp Stieber aus Roth und Johann Balthasar Stieber & Sohn GmbH aus Nürnberg-Mühlhof zusammen – und gründeten die Leonischen Werke Roth-Nürnberg AG. Schon 1923 ging das Unternehmen an die Börse, um weiteres Kapital zu beschaffen. In den 50er-Jahren begann die Fertigung von Anschlussleitungen für Elektrogeräte, die in steigender Zahl auf den Markt kamen. Leoni konfektionierte in den 50er-Jahren erste Kabelsätze für die boomende Automobilindustrie und legte damit den Grundstein für den Unternehmensbereich Bordnetzsysteme, der heute einen Großteil der weltweit produzierenden Fahrzeughersteller zu seinem Kundenkreis zählt. Mehr unter…