Bamberg: E-Bikes und Fuhrpark

Stadtverwaltung Bamberg stellt Fuhrpark um – 11 neue Dienst-Elektrofahrräder

Die Stadtverwaltung hat ihren städtischen Fuhrpark um elf knallrote Elektrofahrräder erweitert. Die E-Bikes werden für Dienstfahrten eingesetzt, die bisher überwiegend mit einem Pkw absolviert worden sind. „Damit sparen wir nicht nur Emissionen ein, der Einsatz der Fahrräder ist auch wirtschaftlich vernünftig“, so Oberbürgermeister Andreas Starke bei der Übergabe der Räder. Mit der Aufschrift „E-mobil zum Ziel“, auf den Rädern, kommen zukünftig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltamts, des Parküberwachungsdienstes, des Bürgermeisteramts, des Rechnungsprüfungsamts sowie der neue Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller. Mehr unter…

Metz MECATECH Pedelec Roller aus Zirndorf

Start-up mit 80 Jahren Erfahrung

IMG_3639 © Metz Mecatech

Geschäftsführer Lauri Jouhki mit dem Pedelec-Roller „Metz Moover“.

Weil das Geschäft mit hochwertiger Fotoblitz-Technik stagniert, baut sich Metz Mecatech neue Standbeine auf.

Ein „Start-up mit 80 Jahren Produktionserfahrung“: So bezeichnet Lauri Jouhki, Jahrgang 1984 und seit 2015 Geschäftsführer der Metz Mecatech GmbH in Zirndorf, seine aktuell 165 Mitarbeiter zählende Firma. Und das trifft es genau: Denn einerseits feiert der im November 1938 von Paul Metz gegründete, weltweit renommierte Qualitätshersteller von Radios, Fotoblitzen und Fernsehgeräten „Made in Germany“ dieses Jahr schon sein 80-jähriges Bestehen. Andererseits ging das Unternehmen im Winter 2014 in die Insolvenz und wurde anschließend in die Metz Consumer Electronics GmbH und die Metz Mecatech GmbH aufgeteilt. Der erste Unternehmensteil ging im Mai 2015 an den chinesischen Elektronik-Konzern Skyworth, letzterer an die Fürther Daum-Gruppe. Dieser beschreitet nun mit dem neuen Pedelec-Roller „Metz Moover“ wie ein Start-up ganz neue Wege.

Bisherige Standbeine des Unternehmens

„Natürlich entwickeln und produzieren wir auch weiterhin innovative Blitzgeräte und professionelle Lösungen für Studio- und Aufnahmelicht“, betont Jouhki und verweist auf rund 50 000 Geräte pro Jahr, vor allem auf den inzwischen vielfach prämierten Systemblitz „Metz Mecablitz M400“, sowie auf die neueste Generation leistungsstarker LED-Leuchten „Metz Mecalight L1000BC“. Doch trotz aller Erfahrung, Entwicklungskompetenz und Produktqualität seien in diesem Markt realistisch betrachtet heute kaum noch Zuwächse zu erwarten, so der Geschäftsführer, eher im Gegenteil: „Die Verkaufszahlen für Fotokameras sinken – vor allem durch immer leistungsstärkere Handykameras – inzwischen faktisch jedes Jahr um rund 20 Prozent.“ Metz Mecatech brauche demnach für einen nachhaltigen, langfristigen Erfolg noch weitere Standbeine.

Der Unternehmensbereich Kunststofftechnik, mit dessen leistungsstarken Spritzgussmaschinen vor der Insolvenz Chassis für die werkseigenen Fernsehgeräte hergestellt wurden, ist ein solches zweites Standbein. Hier entstehen heute in Lohnfertigung und mit modernsten Verfahren von Spritzgusstechnik und Oberflächenbearbeitung große Kunststoffteile, zum Beispiel Gehäuse für Kaffeevollautomaten oder Fahrzeugkomponenten. „Dank unternehmenseigener Fertigung und Qualitätsmanagement können wir hier sehr flexibel und schnell produzieren und individuelle Lösungen in technischer Perfektion liefern“, so Jouhki. Aktuell würden rund 90 Prozent der Großteile-Lohnfertigung an die Automobilindustrie geliefert, hier sehe er auch noch Wachstumspotenziale.

Das dritte Standbein ist die Entwicklung und hauseigene Produktion sogenannter SMD-Leiterplatten, also oberflächenmontierter Bauelemente, wie sie heute zu Tausenden beispielsweise in Kamerablitzen, Fernsehern oder auch Fahrzeug- und E-Bike-Motoren als digitale Steuerelemente unverzichtbar sind. Mit den in Zirndorf individuell und flexibel gefertigten Leiterplatten werden aktuell aber nicht nur die firmeneigenen Produkte wie Aufnahmelichter und Blitzgeräte bestückt; inzwischen profitiert auch die Daum-Gruppe bei den Antriebstechnologien für Fahrrad-Ergometer, Pedelecs und E-Mobilität vom Know-how und den modernen SMD-Kapazitäten von Metz Mecatech. Auch bei SMD will Jouhki die Lohnfertigung künftig noch verstärken.

„Die drei Metz-Mecatech-Bereiche Aufnahmelicht, Kunststofftechnik und SMD erwirtschaften mittlerweile jeweils etwa ein Drittel unseres Gesamtumsatzes, der aktuell bei rund 20 Mio. Euro pro Jahr liegt“, zieht der Geschäftsführer Zwischenbilanz. Doch angesichts der langfristig bestenfalls stagnierenden Entwicklungsprognose für den Blitzgeräteumsatz mussten absehbar neue Ideen und Märkte gefunden werden, um den seit September 2017 kurzarbeitenden Unternehmensteil mit seinen 165 Beschäftigten nachhaltig auf Erfolgskurs zurückzubringen.

Neuer Markt E-Mobilität

Als viel versprechende Zukunftschance für den Zirndorfer Mittelständler erwies sich in dieser Situation das Thema Elektromobilität. Während der Absatz von Blitzgeräten weiter rückläufig ist, wächst der Markt für umweltfreundliche Transportlösungen seit Jahren rasant. Zudem war bei Metz Mecatech sowie der Daum-Gruppe das entscheidende technische Know-how in den Bereichen SMD-Steuerungskomponenten und E-Bike-Motoren bereits vorhanden, was sich für die Produktentwicklung nutzen ließ.

Für diese Kompetenzen gebe es im Bereich der Arbeitswege Potenzial für das Unternehmen. So hätten laut Jouhki aktuelle Statistiken und Bedarfsanalysen ergeben, dass circa 30 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland täglich eine Strecke von bis zu fünf Kilometern bis zum Arbeitsplatz zurücklegen. Während für längere umweltfreundliche Wegstrecken das Angebot von Pedelecs und E-Bikes bereits sehr breit gefächert ist, fehlte Jouhki zufolge bisher noch eine praktische und kompakte Lösung für eben diese Kurzstrecken: „So entstand bei uns die Idee zu unserem neuen Pedelec-Roller ‚Metz Moover‘.“

Ein erster Prototyp des elektrobetriebenen Pedelec-Rollers für diesen Bereich der sogenannten Mikromobilität wurde schließlich nach monatelanger Entwicklungsarbeit im Herbst 2017 der Öffentlichkeit präsentiert. Er sorgte bei der in Zirndorf erschienenen Politik und Prominenz sowie in den lokalen Printmedien für einiges Aufsehen (WiM berichtete). Mit seiner Spitzengeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern und einer Reichweite bis zu 20 Kilometern soll der als Pedelec geprüfte „Metz Moover“ künftig die E-Mobilitätslücke bei den Mini-Distanzen schließen, so Jouhki: „Wer holt schon für den kurzen Weg bis zum Bus, zur U-Bahn oder für den schnellen Einkauf extra sein schweres E-Bike aus dem Keller?“ Der Metz-Roller sei dafür perfekt, zudem könne man ihn zusammenklappen und im öffentlichen Verkehr als Gepäckstück ohne Zusatzfahrschein mitnehmen.

Auch in einen Kofferraum passe der Pedelec-Roller, erklärt der Geschäftsführer weiter, und eigne sich somit für Ausflüge, Wohnmobil und Camping. Neben umweltbewussten Arbeitnehmern, Pendlern, Urlaubern und sonstigen Endkunden denkt Jouhki aber auch an die Nutzung durch Industrie und Gewerbe: „Überall dort, wo es bei der Arbeit längere Wege gibt, zum Beispiel im Werksverkehr oder bei Großimmobilien wie Flughäfen, legt unser ‚Moover‘ die Strecken schnell und komfortabel zurück.“ Weiterhin denkbar ist für ihn zum Beispiel eine Nutzung durch Hotels oder im Stadttourismus als Verleihgeräte für kürzere Distanzen: „Die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig.“

Inzwischen ist seit Anfang April in Zirndorf die Serienfertigung für den Pedelec-Roller angelaufen. Seitdem sei bei Metz Mecatech auch die Kurzarbeit wieder vorbei. Die ersten Kontingente wurden bereits ins benachbarte Ausland nach Österreich und in die Schweiz geliefert. Für Deutschland läuft derzeit noch eine letzte Prüfung zur Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), deren Ergebnis Jouhki allerdings zeitnah erwartet: „Dann startet unsere ‚Mission Moover‘ und die Auslieferung auch in Deutschland.“ Großes Interesse und ausreichend Nachfrage seien bereits vorhanden.

Autor:(mag.)
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Quelle: WIM online

Webinar „Fahrradleasing und Lastenräder in Unternehmen“ am 19.04.2018 um 11:00 Uhr

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz stellt in ihrem nächsten Webinar zwei Ansätzen vor, mit denen Unternehmen Fahrräder und die mit ihnen verbundenen Umwelt-, Gesundheits- und Kostenvorteile besser nutzen können.

Innovative Mobilitätsangebote für Beschäftige

Seit 2012 werden Diensträder steuerlich weitgehend wie Dienstautos behandelt. Durch Kaufersparnisse von 15 bis 40 Prozent haben seitdem bereits mehrere hunderttausend Beschäftigte auf ihren Arbeitswegen vom Dienstwagen oder dem eigenen Auto auf das (E)-Fahrrad umgesattelt. Das zusätzliche Plus an Bewegung sorgt neben allen positiven Umwelteffekten und der Entlastung von Verkehrs- und Parkplatzdruck vor allem für eine gesteigerte Zufriedenheit und Mitarbeitergesundheit im Betrieb. Wie Arbeitgeber in Kooperation mit lokalen Fahrradhändlern und einem zentralen Dienstleister ihren Mitarbeitern ein attraktives Dienstradangebot machen können, stellt in dem Webinar Raimund Lietmann von der Leaserad GmbH vor.

Neue Lastentransportkonzepte

Mit dem wachsenden Lieferverkehr und der Entwicklung von neuen E-Antrieben erleben seit einiger Zeit Lastenfahrräder einen Boom. Ob mit zwei oder drei Rädern, zum Kind absetzen auf dem Weg zur Arbeit oder zum Ausliefern von Paketen, zahlreiche Projekte und Praxistests haben in den vergangenen Jahren neue Potenziale identifiziert und in der Praxis erfolgreich getestet.

Für interessierte Unternehmer wird Arne Behrensen von cargobike.jetzt im zweiten Teil des Webinars die Grundlagen und verschiedenen Einsatzfelder von Lastenfahrrädern im Wirtschaftsverkehr vorstellen und aufzeigen, wo sich der Einsatz am ehesten lohnt.

Das kostelenlose Webinar findet am 19.04.2018 zwischen 11:00 und 12:00 Uhr statt. 

Den Zugangslink und die Anmeldemöglichkeit zum Webinar finden Sie hier.

CargoBikes in Nürnberg

Lastenräder erobern die Stadt. Mehr und mehr Menschen entscheiden sich für die abgasfreie Variante des Transports von Kindern und Dingen im städtischen Raum. Die meisten Nutzer setzen dabei auf elektrische Unterstützung beim Fahren (E-Bike) und ersetzen damit ein Auto. Zunehmend werden auch von Handwerkern und Lieferdiensten (UPS, DHL, DPD, div. Pizzaservices etc.) die Vorteile wie geringe Kosten, direkte Erreichbarkeit und Schnelligkeit im Stadtverkehr erkannt.

Mehr unter: http://www.avanti-mobil.de/

IHK-Gründerpreis 2017: Businessbike – Regonova GmbH, Neustadt a.d. Aisch

Preisträger: Werner Weinmann und Andreas Gundermann

Mit einem Leasing-Konzept für Dienstfahrräder überzeugten Werner Weinmann und Andreas Gundermann aus Neustadt a. d. Aisch die Jury des IHK-Gründerpreises. Den Anstoß für die Gründung der Regonova GmbH gab ein Gespräch mit einem befreundeten Fahrradhändler, der sie 2012 darauf hinwies, dass das Dienstwagenprivileg nun auch für Fahrräder und E-Bikes gilt. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern jetzt Räder zur Verfügung stellen, die diese auch privat nutzen dürfen. Der Beschäftigte muss dafür – wie bei einem Dienstwagen – monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern.

Mit ihrem Geschäftsbereich Businessbike haben die beiden gelernten Bankkaufleute ein Konzept entwickelt, bei dem Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter Fahrräder leasen und sie diesen zur Nutzung überlassen. Der Arbeitnehmer schließt einen Überlassungsvertrag mit seinem Arbeitgeber ab und übernimmt durch eine Gehaltsumwandlung die Leasing-Rate, wodurch er Sozialabgaben und Steuern spart. Das gewünschte Rad kann er frei bei einem der 2 500 Partnerhändler bestellen, mit denen Businessbike zusammenarbeitet. Weitere Kooperationspartner sind eine Leasing-Gesellschaft in Hamburg und eine niederländische Fahrradversicherung. Der Arbeitgeber schließt den Leasing-Vertrag mit der Leasing-Gesellschaft sowie einen Dienstleistungsvertrag mit Regonova ab. Zum Dienstleistungspaket gehört u. a. ein Schutzbrief, der Diebstahl und Beschädigung abdeckt und über den Reparaturen ohne Selbstbeteiligung und Bagatellgrenze übernommen werden. Ebenfalls in die Leasing-Rate eingeschlossen sind jährliche Sicherheitschecks der Räder, die für den Arbeitgeber dokumentiert werden. Über 5 000 Unternehmen seien bereits in der Kundendatei, täglich würden 25 bis 30 Rahmenverträge mit Unternehmen abgeschlossen.

Weil nach Marktstudien hochpreisige Fahrräder zunehmend geleast werden, sehen die beiden Gründer optimistisch in die Zukunft. Bereits das laufende Geschäftsjahr wollen sie mit einem siebenstelligen Gewinn abschließen und im nächsten Jahr über 100 000 betreute Verträge im Bestand haben. Heute beschäftigen Weinmann und Gundermann, die ihre Geschäftsidee aus eigenen Mitteln und ohne Fremdkapital finanziert haben, bereits 50 Mitarbeiter und zwei kaufmännische Azubis. Ein eigener Außendienst bearbeitet die Regionen Hamburg, Bielefeld, Köln und Stuttgart. Obwohl es in Deutschland etwa 20 Mitbewerber gibt, zählt Businessbike nach eigenen Angaben zu den marktführenden Unternehmen. Die Website www.businessbike.de, die 2016 bereits mit dem „Mittelfränkischen Website Award“ ausgezeichnet wurde, wird zum Portal ausgebaut, über das Arbeitgeber, Händler und Kunden in Zukunft alle Vorgänge komplett digital abwickeln können.

www.businessbike.de

eBike Nürnberg: Sportlich-elektrisch zur Arbeit

Die E-Motion Gruppe ist nach eigenen Angaben Deutschlands größter Verbund von unabhängigen E-Bike-Fachhändlern. Rund 30 dieser Geschäfte gibt es deutschlandweit, zwei davon in Nürnberg.

Das eine entstand im Jahr 2010 An der Radrunde im Nürnberger Süden, das andere im letzten Jahr in der Rothenburger Straße im Westen der Stadt. Die Geschäfte laufen derart gut, dass der Inhaber beider Filialen, Matthias Zech, bereits eine weitere in Nürnberg plant. Zu den Kunden zählen Privatpersonen ebenso wie verschiedene Firmen aus der Region, u. a. Sparda-Bank, Stadt Nürnberg, Albrecht Dürer Airport Nürnberg und Elektrobit Automotiv GmbH.

Elektrofahrräder oder auch E-Bikes erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit: Wurden im Jahr 2009 noch 150 000 abgesetzt, waren es 2015 schon 535 000. Dieses Potenzial hat die E-Motion Experts GmbH mit Sitz in Köln erkannt und ein Unternehmen auf Basis von Lizenzpartnerschaften aufgebaut. Selbstständigen teilt die Gruppe ein Lizenzgebiet zu und gibt gleichzeitig einen einheitlichen Markenauftritt vor. Die einzelnen Läden agieren in eigenständigen GmbHs als Franchisenehmer und nutzen Vorteile wie Warenaustausch innerhalb der Gruppe, Produkt- und Serviceschulungen sowie Erfahrungsaustausch untereinander.

Die Gruppe und damit auch Lizenznehmer Matthias Zech haben vor wenigen Jahren ein weiteres Geschäftsfeld für sich entdeckt: Das Dienstwagenprivileg gilt seit 2012 auch für Fahrräder, was bedeutet, dass nun auch Dienstfahrräder steuerlich begünstigt sind. Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten: Der Arbeitgeber kauft oder least ein Fahrrad für seinen Arbeitnehmer. Dieser versteuert das Rad monatlich wie einen Firmenwagen mit pauschal einem Prozent des Bruttolistenpreises.

www.emotion-technologies.de

Source: www.ihk-nuernberg.de

Forschung: Batteriebelastung bei Pedelecs

Das Forschungsprojekt »PEDElEc« wurde nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Untersucht wurden die Batteriebelastung und der Zustand der Batteriezellen unter realen Pendlerbedingungen und im Labor mit dem Ziel, eine fundierte Datenbasis für die Verbesserung von Akkus für die E-Mobilität zu schaffen.

Source: www.elektroniknet.de

Erster abnehmbarer Fahrradantrieb: Nürnberger Start-up RELO entwickelt ultra-leichten Steckantrieb

Das Nürnberger Start-up RELO hat den ersten abnehmbaren Elektroantrieb für Fahrräder entwickelt. Dieses Frühjahr kommt der 3,5 kg leichte Antrieb auf den auf den Markt und ist durch das neuartige Getriebeentwicklung an besonders viele Fahrradformen montierbar.

Viele Fahrradfahrer kennen das Dilemma: Sie wünschen sich hin und wieder einen Elektroantrieb – etwa bei großen Steigungen oder in unwirtlichem Gelände – wollen aber auf ihr geliebtes Fahrrad nicht verzichten und es deshalb auch nicht komplett gegen ein E-Bike eintauschen. Genau hier setzt das Nürnberg Start-up RELO mit seinem Steckantrieb an: Mit RELO kann das Lieblingsrad jederzeit mit oder ohne Antrieb gefahren werden. Ist das Getriebe einmal am Rad montiert, lassen sich Motor und Akku je nach Bedarf in Sekundenschnelle aufstecken oder abnehmen.

 

Ob Hollandrad, Mountainbike oder Cityrad – RELO passt

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Das frei schwenkbare Getriebe bildet dabei die Grundlage für eine maximale Kompatibilität. Es wurde extra dafür entwickelt, sich den unterschiedlichen Rahmengeometrien flexibel anzupassen. Durch einen integrierten Freilauf ist außerdem das bisherige Fahrerlebnis gesichert, und die Fahrradfunktion bleibt erhalten. „Es ging uns nicht darum, dass jemand sein Fahrrad aufgibt um es in ein E-Bike zu verwandeln. Das eigene bleibt viel mehr erhalten und erhält zusätzliche Funktionen. Damit ist der Antrieb das perfekte Upgrade fürs eigene Rad,“ so Bernd Haas, Verantwortlicher für die Getriebeentwicklung.

 

Einfache Bedienbarkeit & geringes Gewicht

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Kabel spielen bei der Bedienung keine Rolle. Die Steuerung des dreistufigen Antriebs erfolgt via Bluetooth LE, über einen Daumenschalter am Lenkrad oder per Smartphone-App. Zudem wiegt der gesamte Antrieb nur 3,5 kg dank der leichten, aber robusten Materialien wie Aluminium und Magnesium. „Unser Anspruch war es, einen sehr kompakten und leichten, aber gleichzeitig sehr robusten Antrieb zu entwickeln. Dafür haben wir auf hochwertige Materialien und modernste Technologien gesetzt. Trotzdem haben wir sehr viel eigene Entwicklungsarbeit geleistet, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen,“ so Haas.

Über RELO und den Steckantrieb

RELO hat sich auf die Entwicklung und Produktion von komplett neuartigen Antriebssystemen spezialisiert. 2013 begann die Entwicklungsarbeit am Steckantrieb in Lauf an der Pegnitz und wurde dort, sowie in der Außenstelle in Hersbruck, bis Mitte 2015 kontinuierlich fortgeführt. Im Juni 2015 wurde der neue Standort in Nürnberg bezogen, der auf über 1000 qm als kombinierte Entwicklungs- und Produktionsstätte dient.

Der wichtigste Grundsatz von RELO ist, nicht einfach bestehende Komponenten zu verwenden und zusammenzufügen, sondern ein Antriebssystem komplett neu zu entwickeln und zu produzieren, bei dem alle Komponenten speziell aufeinander abgestimmt sind. Aktuell arbeiten 30 Personen an der finalen Realisierung des Steckantriebs. Die Markteinführung ist für März 2016 geplant.


IHK Insight:

Sachsenring Bike Manufaktur kauft Relo auf (03.05.2018)

Mehr unter: https://www.electrive.net/2018/05/03/sachsenring-bike-manufaktur-kauft-relo-auf/