ALDI SÜD plant 28 neuen E-Tankstellen in Autobahnnähe bis Ende 2018

Bis Ende 2018 verfügen rund 80 ALDI SÜD Filialen über Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Mehr als 50 davon liegen in Städten und Ballungszentren und sind Ladesäulen mit 22 Kilowatt Leistung. 28 weitere sind Schnelladestationen mit einer Leistung von 50 Kilowatt. Diese liegen entlang der Autobahnen A3, A5, A7, A8 und A9.

 

Green-City-Plan Würzburg

Die Stadt Würzburg hat die Erstellung des Green-City Plans abgeschlossen. Er soll dazu beitragen, die Stickoxidemission zu reduzieren und den Weg in eine nachhaltige Stadtmobilität zu ebnen.

Mit dem Beschluss im Stadtrat steht ein Maßnahmenkatalog zur Verfügung, der aus Sicht der IHK Würzburg-Schweinfurt positive Ansätze für eine neu zu denkende Mobilität in der Domstadt bietet. Die Wirtschaftskammer warnt aber auch vor einseitigen Folgen zu Lasten der Wirtschaft. Sie hat sich im Interesse der regionalen Unternehmen bereits frühzeitig in mehrstufigen Beteiligungsprozess engagiert.

Green-City Plan mit gelungenen Ansätzen

Knapp ein halbes Jahr hat die Erstellung des Green-City Plans in Anspruch genommen. Im Ergebnis liegen nun 28 konkrete Maßnahmen, in den fünf Themenfeldern: urbane Logistik, Elektrifizierung, Digitalisierung, Vernetzung im öffentlichen Verkehr und im Bereich Rad-/Fußverkehr/Parkraummanagement, vor. „Es freut uns besonders, dass Themen wie die umweltsensitive Verkehrssteuerung oder der Ausbau des Park & Ride-Systems beziehungsweise der Straßenbahn Eingang in die Agenda gefunden haben. Insbesondere von Maßnahmen zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs und der effizienteren Auslastung der Straßeninfrastruktur durch Digitalisierung erhoffen wir uns nachhaltig positive Effekte“, so Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter Standortpolitik sowie Existenzgründung und Unternehmensförderung. Weiterhin sieht er Potenzial in der Einführung eines Parkraummanagements, durch das die Erreichbarkeit der Stadt bei gleichzeitig reduzierter Verkehrsbelastung gesichert werden könne.

Folgewirkung beachten

Kritisch schätzt die Wirtschaftskammer ein, dass nicht alle Maßnahmen auf einen positiven Effekt zur Stickoxidreduktion geprüft wurden. „Insbesondere bei den bereits realisierten Durchfahrtsverboten sollte zudem überprüft werden, ob Einschränkungen für Wirtschaft und Bevölkerung sinnvoll und verhältnismäßig sind. Dies trifft nämlich vor allem Unternehmen und Bewohner im Umland des Versorgungszentrums Würzburg“, so Genders.

IHK drängt zur Priorisierung und raschen Umsetzung

Mit Blick auf die Umsetzung der nun folgenden konkreten Schritte mahnt die IHK zur Eile. „Die Stadtverwaltung soll zeitnah Beschlussvorlagen erarbeiten, die dem Stadtrat vorgelegt werden. Derzeit sind die Voraussetzungen zur Umsetzung der Projekte günstig. Dieses Gelegenheitsfenster sollte zügig genutzt werden.“ Dringend erforderlich sei hierbei der enge Austausch mit den betroffenen Unternehmen.

Mit Blick auf die Einzelmaßnahmen ist die Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Verkehrs von enormer Brisanz. Hier besteht hohes Potenzial sowohl zur Verbesserung der Luftqualität als auch zur Verkehrsreduktion. Parallel muss jedoch auch das Park & Ride-Angebot deutlich erweitert werden: „Wir benötigen insgesamt mehr Angebote zur Nutzung verkehrsmittelübergreifender Mobilitätsangebote. Restriktive Einschränkungen der Erreichbarkeit der Innenstadt durch den Pkw-Verkehr, etwa durch die Streichung von Stellplätzen, sind keine Lösung, wenn nicht im selben Umfang neue Angebote geschaffen werden, um in die City zu gelangen“, resümiert Genders. Mit Blick auf Verbesserungen im Wirtschaftsverkehr werden daneben in der urbanen Logistik große Vorteile gesehen. „Hier zeigt das Gutachten des Institutes für angewandte Logistik (IAL) verträgliche Ansätze für eine nachhaltige Belieferung der Innenstadt. Man darf aber gerne auch mal über Konventionen hinausdenken und innovative Wege gehen – zum Beispiel der Gütertransport im Straßenbahnverkehr“.

Quelle.

Framo weitet Fertigungskapazität für Elektro-Lkw aus

Angesichts anziehender Nachfrage hat der deutsche Umrüstspezialist Framo seine Produktionskapazität und die Zahl seiner Mitarbeiter ausgebaut. Ab 2019 sollen die Voraussetzungen geschaffen sein, um theoretisch 250 Lkw jährlich auf E-Antrieb umrüsten zu können. Mehr unter…

IHK insight:
Die Elektromotoren für den Elektro-LKW stammen von der Firma Baumüller aus Nürnberg. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

DIHK-Studie: Autonomes Fahren zügig vorantreiben

Automatisiertes und am Ende der Entwicklung autonomes Fahren bringt
allen Unternehmen spürbare Vorteile. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie-
und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Studie. „Der Straßenverkehr
wird kostengünstiger, zuverlässiger, sicherer und umweltfreundlicher“, fasste
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Ergebnisse der KE-Consult-
Untersuchung „Autonomes Fahren“ zusammen. „Touren können optimiert,
Waren schneller und pünktlicher zum Kunden gebracht werden.“ Der DIHK plädiert
deshalb dafür, die Technologie zügig voranzutreiben. „Deutschland hat das
Know-how, um bei der Entwicklung und Einführung dieser neuen Technik eine
Führungsposition einzunehmen“, zeigte sich Wansleben überzeugt.“ Allerdings
braucht die Wirtschaft hierfür die Unterstützung der Politik bei den Rahmenbedingungen
– beispielsweise über eine Anpassung der Straßenverkehrsordnung.“
Selbst bei „sehr vorsichtiger Schätzung“ verspreche die Studie für die deutsche
Volkswirtschaft bis 2030 positive Effekte von rund acht Milliarden Euro jährlich
aus der neuen Technologie; langfristig sei bei weiteren Fortschritten mit Kostensenkungen
von mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr zu rechnen.

Quelle: DIHK

Coburg: Kommunlaes Elektromobilitätskonzept

Im Rahmen der Erarbeitung eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes sucht der Landkreis Coburg nach einem unternehmerischen Fuhrpark, der für eine exemplarische Fuhrparkanalyse mit Blick auf eine mögliche (Teil-)Umstellung auf Elektroantrieb geeignet ist.

Die Analyse ist für das Unternehmen kostenfrei; es müssen nur Fahrtenbücher zur Auswertung des tatsächlichen Einsatzes der Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden.

Der Landkreis Coburg geht mit gutem Beispiel voran und hat in seinen Fuhrpark bereits erfolgreich fünf reine Elektrofahrzeuge und drei Hybridfahrzeuge integriert, die tagtäglich gerne von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt werden. Doch nicht nur kommunale Fuhrparks eignen sich aufgrund der überschaubaren Fahrtstrecken gut für die Umstellung auf Elektrofahrzeuge, sondern auch im unternehmerischen Kontext gibt es Einsparungs- und Elektrifizierungspotenzial unter den Fuhrpark-Fahrzeugen. Mehr unter…

Innovationsempfang #NEWMobility – grün, sicher, vernetzt (19.09.18 | Bamberg)

Der Fachausschuss für Innovation der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth lädt Sie sehr herzlich dazu ein,

beim Innovationsempfang
am Mittwoch, den 19. September ab 16:30 Uhr
im Welcome Kongresshotel Bamberg, Mußstraße 7 in 96047 Bamberg
einen Blick in die Zukunft unserer Mobilität zu wagen.

Wir freuen uns, für die Keynote #NEWMobility – grün, sicher, vernetzt mit dem unabhängigen Mobilitätsexperten Dr. oec. Hans-Peter Kleebinder einen waschechten Insider gewon-nen zu haben: Er kann über 20 Jahre Erfahrung im Vertrieb, im Marketing, in der Kommuni-kation und in der Kundenbetreuung bei BMW, MINI und Audi vorweisen. Nach seinem Einstieg 1993 als Doktorand in das Strategie-Projekt „Unternehmen Mobilität“ war er Leiter Globale Produkteinführung des BMW 3er, baute das neue Feld „Relationship-Marketing und Internet“ und die „BMW Group Zukunftswerkstatt“ auf. Ab 2001 unterstützte er zehn Jahre die Einführung der Marke MINI in Deutschland als Leiter Marketing, Leiter Ver-kauf und Geschäftsführer MINI Deutschland. Ab 2010 eroberte er als Chief Marketing Officer die Marktführerschaft für Audi im deutschen Premiummarkt. Der Aufbau des Geschäftsfelds Social Media ab 2013 – u. a. als Leiter Taskforce Dieselgate – runden seine Laufbahn in der Automobilindustrie ab. Heute gibt er seine Erfahrung und sein Wissen weiter als Speaker, Dozent und Zukunfts-Scout.

In der anschließenden Podiumsdiskussion erläutern renommierte oberfränkische Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung ihre Sichtweisen zur E-Mobilität und diskutieren mit Ihnen die Herausforderungen, Chancen und Möglichkeiten.

Das Programm mit weiteren Informationen finden Sie hier.
Bitte melden Sie sich bis zum 11. September 2018 unter www.ihkofr.de/innovationsempfang2018 an.

Neugründung am Elektromobilitätsmarkt: Modulare Ladeinfrastruktur-Lösungen für Unternehmen

Umfassende Lösungen für Unternehmen, die auf das Zukunftsthema Elektromobilität setzen – mit diesem Anspruch tritt die emonvia GmbH an. Mit dem Eintrag in das Handelsregister am 3. August 2018 geht die Neugründung mit Sitz in München nun offiziell an den Start.

Den Vertrag für das Unternehmen unterzeichneten Dr. Stefan Schlutius, geschäftsführender Gesellschafter von ABL SURSUM Bayerische Elektrozubehör GmbH & Co. KG, Michael Berger und Rainer Kleedörfer, Geschäftsführer der N-ERGIE Regenerativ GmbH, ein Tochterunternehmen der N-ERGIE Aktiengesellschaft, und Manfred Tropper, Geschäftsführer der mantro GmbH.

Quelle: N-ERGIE/ClausFelix. Von links nach rechts die Gesellschafter bei der Vertragsunterzeichnung: Rainer Kleedörfer (N-ERGIE), Manfred Tropper (mantro), Dr. Stefan Schlutius (ABL).

An der emonvia GmbH werden ABL und N-ERGIE mit je 45 Prozent beteiligt sein sowie mantro mit 10 Prozent.

Das neue Unternehmen entwickelt individuelle, skalierbare und modulare Lösungen für den Aufbau und die intelligente Steuerung von Ladepunkten. Dabei erstreckt sich das Angebot vom Monitoring über die Abrechnung und Integration des Systems in das vorhandene Fuhrparkmanagement bis zum Last- und Lademanagement für die effiziente und netzanschlussgerechte Steuerung der Ladevorgänge.

Die Angebote richten sich insbesondere an Unternehmen, Organisationen und Behörden, bei denen eine größere Anzahl von Ladepunkten geplant und betrieben wird. Dazu zählen etwa Dienstleister mit hohem ortsnahen Mobilitätsbedarf, Parkhaus-/ Parkplatzbetreiber sowie Hotels und Gaststätten. emonvia wird zudem Stadtwerken und Energieversorgern im Rahmen von Dienstleistungen die Möglichkeit bieten, ihre Kunden bestmöglich mit Lösungen rund um die Ladeinfrastruktur vor Ort zu versorgen.

Bündelung der jeweiligen Kernkompetenzen
In das Joint Venture bringen die drei beteiligten Unternehmen ihre jeweiligen Kernkompetenzen ein: ABL mit Sitz in Lauf an der Pegnitz entwickelt und produziert seit 2011 Wallboxen und Ladesäulen für Elektrofahrzeuge: von Plug & Charge über Lastmanagement und Lastenregelung bis zur Stromabrechnung und App-Steuerung. ABL bietet zukunftssichere Ladestationen für alle Anwendungen – Technologie und Qualität „Made in Germany“.„Für die ABL ist der Aufbau von digitalen Geschäftsfeldern ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, erklärt Dr. Stefan Schlutius, geschäftsführender Gesellschafter von ABL.

Der in Nürnberg ansässige regionale Energieversorger N-ERGIE sammelt bereits seit mehr als 20 Jahren Erfahrungen mit der Elektromobilität. „Mit mehr als 100 Elektrofahrzeugen betreiben wir eine der größten Flotten bundesweit. Diese steuern wir bereits mit der modular erweiterbaren Plattform, die wir in Zusammenarbeit mit mantro entwickelt haben. Diese möchten wir nun auch unseren Kunden bieten“, sagt Rainer Kleedörfer, Prokurist bei der N-ERGIE und Geschäftsführer der N-ERGIE Regenerativ GmbH.

Er verweist beispielhaft auf den Flakons-Glashersteller Heinz-Glas. Für den Global Player aus Kleintettau errichtete die N-ERGIE an drei Unternehmensstandorten eine vernetzte Ladeinfrastruktur. Das stufenweise erweiterbare webbasierte Kundenportal ermöglicht neben dem Monitoring und Reporting auch die Visualisierung der einzelnen Ladepunkte und -vorgänge.

Der Company Builder mantro GmbH, München, konzipiert und realisiert innovative Geschäftsideen im Hightech-Bereich und bringt sein umfassendes IT-Know-how in die Entwicklung der emonvia-eigenen Plattform ein. „Wir beschäftigen uns seit Jahren mit innovativen Mobilitätskonzepten und den Herausforderungen der Zukunft, speziell im Hinblick auf die Elektromobilität. Für uns ist es daher eine einmalige Chance, mit solch etablierten und starken Partnern in diesen Markt einzusteigen“, erklärt mantro-Geschäftsführer Manfred Tropper.

„Bei unseren Kunden sehen wir einen wachsenden Bedarf an integrierten Lösungen rund um die Ladeinfrastruktur. Wir freuen uns, nun gemeinsam in einer starken Partnerschaft die Entwicklung nachhaltiger und zukunftsorientierter Konzepte weiter voranzutreiben“, ergänzen Schlutius und Kleedörfer.

Weitere Informationen unter www.emonvia.de.

Schaeffler kauft „Drive-by-wire“-Technologie

Schaeffler und Paravan etablieren Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG

  • Gemeinschaftsunternehmen übernimmt „Drive-by-wire“-Technologie SPACE DRIVE von Paravan und Mover-Aktivitäten von Schaeffler
  • Paravan-Gründer Roland Arnold wird Vorsitzender der Geschäftsführung
  • „Drive-by-wire“ ist Schlüsseltechnologie für stark wachsenden Zukunftsmarkt „Autonomes Fahren“
  • Schaeffler entwickelt Unternehmensbereich Chassis zum Fahrwerksystem-Integrator weiter

Die Schaeffler Gruppe hat in Zusammenarbeit mit Herrn Roland Arnold und der Paravan GmbH eine Grundlagenvereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures erarbeitet, die heute unterzeichnet wurde. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Der Gegenstand des Joint Ventures, das als Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG firmieren wird, ist die Weiterentwicklung der „Drive-by-wire“-Technologie SPACE DRIVE sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Mobilitätssystemen. Das Joint Venture erwirbt hierzu die SPACE DRIVE-Technologie der Paravan GmbH. Die Schaeffler Technologies AG & Co. KG wird 90 Prozent der Anteile des neuen Unternehmens halten. SPACE DRIVE steht für eine Technologie, die die Paravan GmbH ursprünglich für Menschen mit körperlicher Behinderung entwickelt hat, um ihnen die absolut zuverlässige Steuerung eines Fahrzeuges vollständig elektronisch zu ermöglichen.

Foto: Schaeffler – BU: „Schaeffler Mover“: Das kleine und sehr wendige Fahrzeugkonzept ist rein elektrisch betrieben und kann – mit verschiedenen Aufbauten versehen – in urbanen Räumen für flexible ransportaufgaben eingesetzt werden.

Kernelement von SPACE DRIVE, einer führenden „Drive-by-wire“-Technologie, ist neben der Fahr- und Bremsbetätigung vor allem die so genannte „Steer-by-wire“-Funktion (wörtlich übersetzt „Lenken-via-Kabel“), welche die Spurführung des Fahrzeugs zuverlässig und rein über elektronische Stellsignale ermöglicht. Das Lenkrad und die mechanische Verbindung der Lenksäule können also vollständig entfallen. „Steer-by-wire“ ist eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren, welches insbesondere auf eine sichere und hochzuverlässige Lenkfunktion angewiesen ist. Auch in Pkw, die nur temporär automatisiert fahren, entstehen allein durch den Wegfall der Lenksäule völlig neue Möglichkeiten für die konzeptionelle Ausgestaltung der Fahrzeuge und ihrer Innenräume. SPACE DRIVE ist dreifach redundant und erfüllt als einzige Systemlösung weltweit derzeit die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, insbesondere den anspruchsvollen funktionalen Sicherheitsstandard ISO 26262 ASIL D. Es besitzt damit als einziges System seiner Art weltweite Straßenzulassungen und gleichzeitig das Potenzial, auch in der automobilen Großserie technisch und kommerziell wettbewerbsfähig zu sein. Die SPACE DRIVE-Lösung kann zudem über 500 Millionen Kilometer unfallfreie Fahrerfahrung aufweisen.

Die Geschäftsführung des neuen Gemeinschaftsunternehmens, das seinen operativen Sitz in Aichelau und Herzogenaurach haben wird, werden Paravan-Gründer Roland Arnold als Vorsitzender sowie Schaeffler-Fahrwerkchef Dr.-Ing. Dirk Kesselgruber und ein weiterer noch zu bestimmender Mitarbeiter der Schaeffler Gruppe übernehmen.

„Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass wir mit Herrn Arnold einen kompetenten und erfolgreichen Partner für eine wegweisende Zusammenarbeit gewinnen konnten. Für Schaeffler ist die heute getroffene Vereinbarung ein Meilenstein“, sagt Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und Vorstand Technologie der Schaeffler AG. „Mit dem Erwerb der erprobten ‚Drive-by-wire‘-Technologie erschließen wir der Schaeffler Gruppe eine Schlüsseltechnologie, die es uns ermöglichen wird, den Unternehmensbereich Chassis zu einem ‚Fahrwerksystem-Integrator‘ zu entwickeln. Der Bereich ‚Rolling Chassis‘ ist für Schaeffler die entscheidende Möglichkeit, ausgehend von seinen Kernkompetenzen, im stark wachsenden Zukunftsmarkt ‚Autonomes Fahren‘ technologisch Fuß zu fassen und so die Diversifikation zwischen Powertrain und Chassis voranzutreiben. Daher ist die heute vereinbarte Transaktion für Schaeffler ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Umsetzung seiner Strategie ‚Mobilität für morgen‘.“

Die SPACE DRIVE-Technologie und die entsprechenden Kompetenzen im Bereich Funktionssicherheit mit hochzuverlässigen Elektroniken ergänzen Schaefflers mechatronische Kompetenzen und beschleunigen die Entwicklung zukünftiger „By-wire“-Lenksysteme, insbesondere durch Know-how im Bereich Systems Engineering, Elektronik und Funktionssoftware.

Eine besondere Rolle kommt in dem neuen Joint Venture dem „Schaeffler Mover“ zu, den die Schaeffler Gruppe in das neue Unternehmen einbringt.  Das kleine und sehr wendige Fahrzeugkonzept ist rein elektrisch betrieben und kann – mit verschiedenen Aufbauten versehen – in urbanen Räumen für flexible Transportaufgaben eingesetzt werden. Schaeffler hat den Mover auf der diesjährigen Hauptversammlung im April erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

„Mit dem ‚Schaeffler Mover‘ demonstrieren wir unseren Anspruch, ein innovativer Partner im Bereich mechatronischer Fahrwerksysteme zu werden und diese Rolle bis hin zum ‚Rolling Chassis‘ weiter auszubauen, wo wir uns mittelfristig als einer der führenden Anbieter positionieren wollen. Der Schaeffler Mover dient uns hierbei in erster Linie als Entwicklungsplattform, um zukünftige Produkte für Fahrzeughersteller zu entwickeln und zu industrialisieren. Als funktionssicheres und zuverlässiges Fundament für diese Produkte werden wir SPACE DRIVE im Rahmen des Joint Ventures konsequent und entsprechend zukünftiger Kundenanforderungen weiterentwickeln. Auch ganze Fahrplattformen für Logistik- und Serviceunternehmen sind in Zukunft denkbar“, sagt Dr.-Ing. Dirk Kesselgruber.

„Schaeffler ist aus meiner Sicht der ideale Partner, um die einzigartige Technologie SPACE DRIVE weiterzuentwickeln, zu skalieren und zu industrialisieren“, sagt Roland Arnold. „Das Unternehmen verfügt über umfassendes technisches Know-how, ganz besonders auch in den zukunftsträchtigen Bereichen Mechatronik und mechanische Aktorik. Besonders wichtig ist für mich bei diesem Schritt aber auch der kulturelle Aspekt, denn beide Partner haben das Selbstverständnis von Familienunternehmen. Und schließlich werden auch die Paravan GmbH und deren Kunden von der heute vereinbarten Zusammenarbeit profitieren.“

Kabinett beschließt Steuerrabatt für Elektro-Dienstwagen

Die Bundesregierung hat am 1. August beschlossen, Elektro- und Plug-in-Hybridautos, die als Dienstwagen auch privat genutzt werden, über das Einkommensteuergesetz zu fördern. Zwischen 2019 und Ende 2021 neu zugelassene Elektroautos müssen monatlich mit 0,5 statt 1 Prozent des Listenpreises als geldwertem Vorteil versteuert werden.

Diese Maßnahme war im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD vereinbart worden, um den Markthochlauf der Elektromobilität zu beschleunigen und einen Beitrag zur Emissionsminderung im Verkehrssektor zu leisten. Bei dieser Fördermaßnahme geht die Bundesregierung von Ausfällen bei der Einkommensteuer von 2 Mrd. Euro aus.

Zur Umsetzung der Maßnahme wird § 6 Absatz 1 des Einkommensteuergesetz geändert. Für die Abrechnung nach der Fahrtenbuch-Methode wird eine gleichwertige Regelung eingeführt. Der Gesetzentwurf geht jetzt in das parlamentarische Verfahren.

Quelle DIHK

Hochschule Weihenstephan-Triesdorf testet Kraftstoffe in Verbindung mit Elektroantrieb

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf startet ein neues Projekt zu Biomasse-Kraftstoffen. Mithilfe eines Forschungsfahrzeugs testen Mitarbeiter verschiedene Kraftstoffarten im Zusammenspiel mit einem Elektrohybrid-Antrieb. Die N-ERGIE Aktiengesellschaft unterstützt das Projekt, indem sie sich an der Finanzierung des Versuchsfahrzeugs TRIOBRID beteiligt. Am Freitag, 27. Juli 2018 hat Ingo Sigert, Ansprechpartner für strategische Unternehmensentwicklung bei der N-ERGIE, den TRIOBRID offiziell an Projektleiter Prof. Dr. Norbert Huber übergeben.

© N-ERGIE
Bildunterschrift: Mitglieder der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) mit den Sponsoren des Forschungsfahrzeugs: (v. l.) Prof. Dr. Michael Rudner, Dekan Fakultät Umweltingenieurwesen, Prof. Dr. Norbert Huber, Projektleiter, Dr. Nicolas Alt, Geschäftsführer Biomasse-Institut, Ernst Herrmann, Geschäftsführer der Firma Heizomat, Dr. Eric Veuillet, Präsident HSWT, Prof. Dr. Markus Reinke, Vizepräsident Forschung und Wissenstransfer, Robert Bloos, Inhaber Firma Heizomat, Dr. Steffen Hauff, Geschäftsführender Gesellschafter APROVIS Energy Systems, Gerhard Siegler, Bürgermeister Markt Weidenbach, und Ingo Sigert, Ansprechpartner strategische Unternehmensentwicklung N-ERGIE.

Mittelfristig erarbeiten die Verantwortlichen im Rahmen des Forschungsprojekts Öko-Bilanzen für verschiedene Strom-Biomasse-Kombinationen.

„Für eine erfolgreiche Energiewende muss sich auch die Mobilität wandeln“, sagt Prof. Dr. Norbert Huber. „Dafür simulieren wir hier reale Fahrzyklen, um umwelt-technisch die besten Konzepte zu finden. Wir danken der N-ERGIE, dass sie uns bei diesem Vorhaben unterstützt.“

„Als regionaler Energieversorger sind wir Mitgestalter der Energiewende“, erklärt Ingo Sigert. „Mit der Unterstützung des Forschungsprojekts gehen wir einen weiteren Schritt bei der notwendigen Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Bereits in unserem eigenen Fuhrpark setzen wir über 100 Elektroautos für Dienstfahrten ein.“

Mitfinanziert wird das Forschungsfahrzeug durch das N-ERGIE Ökostromprodukt STROM PURNATUR. Kunden investieren hier einen Cent pro Kilowattstunde in zukunftsweisende Umweltprojekte in der Region.

Die N-ERGIE und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf arbeiten bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. So förderten STROM PURNATUR Kunden bereits 2010 ein erfolgreiches Projekt, bei dem das Potenzial von ungenutzten Rohstoffen für den Biogaseinsatz und die thermische Verwertung untersucht wurde.

STROM PURNATUR – aus der Region für die Region

STROM PURNATUR stammt überwiegend aus Wasserkraft, den bayerische Wasserkraftwerke und das N-ERGIE eigene Flusskraftwerk in Hammer an der Pegnitz liefern. Der restliche Anteil stammt aus der PV-Freiflächenanlage in Preith/ Pollenfeld im Landkreis Eichstätt.