Nationale Plattform Elektromobilität: Fortschrittsbericht 2018. 1 Million E-Autos bis 2022

Die Nationale Plattform Elektromobilität hat ihren Fortschrittsbericht 2018 veröffentlicht. Das Ziel von 1 Million Elektroautos bis 2020 wird verfehlt, die NPE rechnet jedoch mit einer Zielerreichung in 2022. Die NPE sieht für Deutschland dennoch das Ziel erreicht, Leitanbieter und Leitmarkt zu sein. Von Januar bis August 2018 sind rund 45.000 Elektroautos (BEV/PHEV) neu zugelassen worden, was einem Anteil von 1,8 Prozent entspricht.

Für die NPE ist das Ziel Leitanbieter zu sein grundsätzlich erreicht. Die deutschen Automobilhersteller „erreichen mit ihren Elektrofahrzeugen in den wichtigen Automobilmärkten einen mit ihren konventionell betriebenen Autos mindestens vergleichbaren, oft sogar höheren Marktanteil. In Westeuropa liegt er bei 53 Prozent. In den USA ist ihr Marktanteil mit 16 Prozent sogar doppelt so hoch. Einen Sonderfall bildet der chinesische Markt. Hier sind deutsche Elektrofahrzeuge deutlich unterrepräsentiert“.

Die NPE hebt zudem hervor, dass jedes dritte Patent im Bereich Elektromobilität aus Deutschland kommt. Nicht zuletzt sei es gelungen, bis auf die Batteriezellenproduktion die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland abzubilden. Der NPE-Bericht wirbt für verstärkte Anstrengungen, aus strategischen Gründen eine Batteriezellproduktion in Deutschland zu etablieren.

Bei dem Ziel Leitmarkt sieht die NPE Deutschland ebenfalls auf einem guten Weg. Das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 wird zwar verfehlt, allerdings laut Prognose bereits 2022 erreicht. Aktuell sind rund 177.000 Elektrofahrzeuge zugelassen. Die Marktdynamik ist weiterhin hoch: Inzwischen sind 1,8 Prozent der neu zugelassenen Pkw reine Elektroautos (BEV) oder Plug-in-Hybride (PHEV). Bis 2025 sollen die kumulierten Neuzulassungen nach aktuellen Hochrechnungen auf 2 bis 3 Millionen Fahrzeuge ansteigen. Dies entspricht einem Marktanteil zwischen 4 und 6,5 Prozent. Ihren Beitrag dazu sollen vor allem die 100 neuen Modelle deutscher Hersteller bis 2020 liefern.

Auch mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur zeigt sich der Bericht zufrieden: Ende 2017 waren rund 12.500 Ladepunkte, darunter gut 850 Schnellladepunkte, installiert.  Die ersten Ergebnisse aus den Förderprogrammen lassen zudem einen deutlichen Schub erwarten. Laut NPE würden sich bei einer vollständigen Umsetzung der eingegangenen Förderanträge bis zum Ende dieses Jahres die Normalladepunkte verdreifachen und die Schnellladepunkte verzehnfachen. Der Ausbau muss jedoch weitergehen. Nach Auffassung der NPE ist für 1 Million Elektrofahrzeuge die Installation von 70.000 öffentlichen AC-Ladepunkten und 7.100 öffentlichen DC-Ladepunkten sowie rund 1 Million privaten Ladepunkten notwendig.

Folgenden unmittelbaren Handlungsbedarf ermittelt die NPE:

  • zentrale Marktanreizmaßnahmen wie Umweltbonus und Vorrangregelungen in Kommunen konsequent fortführen,
  • weitere Fördermaßnahmen für den Aufbau der öffentlichen, aber auch privaten Ladeinfrastruktur, etwa für leichte Nutzfahrzeuge bei Gewerbetreibenden und Flottenbetreibern,
  • bessere rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Ladeinfrastrukturen in gemeinschaftlich genutztem privaten Parkraum,
  • Investitionen für Netzinfrastrukturen, um intelligentes Laden zu ermöglichen,
  • Etablierung von Fördermaßnahmen für elektrische Nutzfahrzeuge und Busse prüfen
  • Forschung und Entwicklung in Material-, Zell- und Batterietechnologie sowie -produktion mit hoher Intensität fortsetzen.

Den Fortschrittsbericht finden Sie hier zum Download und die Zulassungszahlen des KBA finden Sie hier.

IW-Report: Patente deutscher Kfz-Unternehmen

Die Zukunft fährt digital

Die Kfz-Branche bleibt Deutschlands innovativer Motor, belegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Keine andere Branche meldet hierzulande so viele Patente an. Dabei zeigt sich: Die Unternehmen stellen sich der digitalen Herausforderung – und die Zulieferer spielen eine entscheidende Rolle.

Elektromobilität und autonomes Fahren: Diese beiden Megatrends stellen die Fahrzeugbauer seit einigen Jahren vor große Herausforderungen. Die deutschen Kfz-Unternehmen bereiten sich vor allem durch Forschung auf den Strukturwandel vor, rund 40 Prozent aller Patentanmeldungen hierzulande kommen von der Automobilindustrie. Im Bereich Digitalisierung sind es sogar 43 Prozent. „Die Kfz-Unternehmen haben eine Vorreiterrolle beim Thema Digitalisierung“, betont IW-Infrastrukturexperte Thomas Puls.

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DIHK-Studie: Autonomes Fahren zügig vorantreiben

Automatisiertes und am Ende der Entwicklung autonomes Fahren bringt
allen Unternehmen spürbare Vorteile. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie-
und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Studie. „Der Straßenverkehr
wird kostengünstiger, zuverlässiger, sicherer und umweltfreundlicher“, fasste
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Ergebnisse der KE-Consult-
Untersuchung „Autonomes Fahren“ zusammen. „Touren können optimiert,
Waren schneller und pünktlicher zum Kunden gebracht werden.“ Der DIHK plädiert
deshalb dafür, die Technologie zügig voranzutreiben. „Deutschland hat das
Know-how, um bei der Entwicklung und Einführung dieser neuen Technik eine
Führungsposition einzunehmen“, zeigte sich Wansleben überzeugt.“ Allerdings
braucht die Wirtschaft hierfür die Unterstützung der Politik bei den Rahmenbedingungen
– beispielsweise über eine Anpassung der Straßenverkehrsordnung.“
Selbst bei „sehr vorsichtiger Schätzung“ verspreche die Studie für die deutsche
Volkswirtschaft bis 2030 positive Effekte von rund acht Milliarden Euro jährlich
aus der neuen Technologie; langfristig sei bei weiteren Fortschritten mit Kostensenkungen
von mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr zu rechnen.

Quelle: DIHK

Studie prophezeit deutlichen Jobverlust durch E-Mobilität

Insbesondere die Antriebstechnik bei Pkw drohe, in hohem Maße vom Arbeitsplatzverlust betroffen zu sein. Von den 210.000 in der Herstellung von Antriebssträngen in Deutschland Beschäftigten könnten, die Entstehung neuer Jobs in der Batterietechnik schon einberechnet, rund 75.000 Stellen wegfallen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).

Diese Zahlen beruhen auf dem zentralen Szenario der Studie. Danach würde bis 2030 ein Viertel aller Fahrzeuge rein elektrisch unterwegs sein, Plug-in-Hybride machen 15 Prozent aus und die übrigen 60 Prozent stellen effiziente Otto- und Dieselmotoren. Stiege die Zahl der E-Autos bis 2030 auf 80 Prozent an, könnte sogar jeder zweite Arbeitsplatz in der Antriebstechnik wegfallen. Dies entspräche 109.000 Jobs, was angesichts von rund 840.000 insgesamt in der Autobranche Beschäftigten bereits mehr als ein Achtel ausmachen würde.

Aus technischer Sicht ursächlich dafür ist in erster Linie die geringere Komplexität von Elektro- im Vergleich zu Verbrennungsmotoren: Besteht ein konventioneller Motor aus 1.200 bis 2.000 Teilen, verfügen Elektroantriebe lediglich über 100 bis 200 Teile. Luftfilter, Ölpumpen, Kurbelwellen oder Zylinderköpfe würden beispielsweise wegfallen. Auch die Produktionszeit verringere sich von 20 Stunden bei einem Verbrenner auf nur noch 15 Stunden bei E-Autos.

Die Autoren der Studie richten sich vor diesem Hintergrund mit deutlichen Appellen an die Politik: Sie müsse dafür sorgen, dass insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei geholfen wird, Wissenslücken hinsichtlich der zu erwartenden Entwicklungen zu schließen. Aber auch die Unternehmen seien in der Pflicht, mit groß angelegten Weiter- und Neuqualifizierungsmaßnahmen einerseits dafür zu sorgen, möglichst viele Beschäftigte auf veränderte Arbeitsinhalte vorzubereiten und andererseits sicherzustellen, dass der Industriestandort Deutschland nicht vom Import relevanter Technologien und Produkte aus Fernost abhängig wird. In dieses Horn stößt auch die Gewerkschaftsseite: Sie fordern von der Politik, breit in die Batteriezellentechnologie einzusteigen und entsprechende Fabriken zur Massenproduktion in Deutschland aufzubauen.

In Auftrag gegeben wurde die Fraunhofer-Studie von BMW, Volkswagen, Daimler, Bosch, ZF, Schaeffler, Mahle sowie der IG Metall. Mehr unter..

Studie zu Elektromobilität in 15 Ländern veröffentlicht (GTAI-Informationsportal)

Analyse der Nachfrage, Produktion und Infrastruktur

Ende 2017 waren weltweit 3,2 Millionen Elektroautos unterwegs. Binnen sieben Jahren soll sich die Zahl nochmals verachtfachen. Das bedeutet: Eine Flut neuer Modelle, Umwälzungen in der Produktion und ein massiver Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Doch wie entwickelt sich das Thema Elektromobilität auf einzelnen Märkten? Wer kauft bereits Elektroautos? Mit welchen Barrieren sehen sich ihre Anbieter Konfrontiert? Wie wird Elektromobilität gefördert? Wer sind die wichtigsten Player? In welchen Ländern stehen größere Investitionen in Produktion und Infrastruktur an? Wo sind die Standorte der Zukunft? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die heute veröffentlichte Studie von Germany Trade & Invest mit dem Titel „GTAI Future: Elektromobilität“. Die Studie hat die Entwicklungen in 15 Ländern auf drei Kontinenten untersucht.

Eine Vielzahl von Staaten hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: „Die chinesische Elektroauto-Quote für Kfz-Hersteller dürfte selbst Autolaien ein Begriff sein Nicht zuletzt dank Tesla denken viele beim Thema Elektromobilität auch an die USA. “, sagt Michal Wozniak, Koordinator der Studie bei Germany Trade & Invest: „Etwa die Hälfte aller 2017 weltweit abgesetzten 1,2 Millionen Elektroautos wurde in China verkauft.  Aber auch zahlreiche andere Märkte entwickeln sich äußerst dynamisch.“

Fast täglich werden neue Milliarden Euro große Investitions- und Forschungsprojekte angekündigt. In dieser Flut gehen oft kleinere Vorhaben unter, die Klein- und Mittelständlern interessante Geschäftschancen bieten könnten. „Um diese aufzuspüren beleuchteten die Auslandskorrespondenten von Germany Trade & Invest auch weniger offensichtliche Märkte“, erklärt Wozniak.

In Spanien stellen Carsharing-Dienstleister auf Elektroantrieb um. In Schweden werden innovative Ladetechniken für den Ferngütertransport auf der Straße getestet, wobei auch ausländische Ideengeber zur Beteiligung eingeladen sind. In den Benelux-Staaten konzentrieren sich Kleinanbieter auf Busse und Nutzfahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Die Schweizer stehen kurz vor der Vermarktung einer günstigeren und effizienteren Batterietechnologie. Auch Japan setzt auf Elektromobilität, legt aber den primären Fokus auf die Kommerzialisierung von Brennstoffzellenantrieben.

Bei der Suche nach einer umweltfreundlicheren Mobilitätszukunft verfolgt jedes Land andere Strategien und nutzt andere Werkzeuge. „Mit unserer Publikation möchten wir für mehr Durchblick sorgen. Den Anfang machen 15 Länder, weitere werden folgen“, verspricht Wozniak.

Link zur Studie „GTAI Future: Elektromobilität“: www.gtai.de/elektromobilitaet

Datensammler bei E-Mobilen: Hersteller gehen unterschiedlich mit sensiblen Informationen um.

Vernetzte Fahrzeuge hinterlassen überall Datenspuren. Das gilt vor allem für Elektromobile, wie ein Vergleich der VDI nachrichten zeigt.

 

Sieben beliebte Elektrofahrzeuge, sieben Automobilhersteller und sieben verschiedene Arten mit Daten umzugehen. So lautet das Resümee eines Vergleichs der VDI nachrichten. Die Redaktion hat dafür die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Datenschutzbestimmungen und Werbeaussagen der Hersteller gegenübergestellt. E-Mobile nutzen die Vernetzung am stärksten. Onlinedienste unterstützen hier nicht nur Assistenz- und Navigationssysteme, sondern oft auch das Batteriemanagement.

 

Einen Vergleich der Fahrzeuge und der erfassten Daten finden Sie hier: http://www.vdi-nachrichten.com/Fokus/Der-Spion-in-deinem-E-Mobil

Source: www.vdi-nachrichten.com

Studie: E-Autos bereits jetzt mit Klimavorteilen

Seit längerem tobt bereits die Debatte darüber, ob Elektromobilität aus Klimaschutzgründen derzeit vorteilhaft ist oder nicht. Das Öko-Institut kommt in einer Studie zu dem Ergebnis, dass E-Autos bereits einen Klimavorteil gegenüber vergleichbaren Autos mit konventionellem Antrieb haben. Zugleich fordert das Institut, die Ausbaupfade für die einzelnen erneuerbaren Technologien zu erhöhen, um auf den Zuwachs an E-Fahrzeugen zu reagieren.

Wichtige Aussagen der Studie:

  • Die im EEG festgeschriebenen Ziele für den Anteil an erneuerbarem Strom (EE-Strom) am Bruttostromverbrauch erhöhen in Deutschland mittelfristig den Klimavorteil von Elektrofahrzeugen. Um eine Klimaneutralität der Elektromobilität zu erreichen, müsste aber das EE-Ausbauziel im Stromsektor angehoben werden (derzeit 80 Prozent bis 2050).
  • Ohne eine Anpassung der EE-Ausschreibungsmenge kann der Korridor von  55 bis 60 Prozent EE-Strom bis 2035 verfehlt werden. Zudem müssten die zusätzlichen Strommengen fossil erzeugt werden, was die Klimabilanz der E-Fahrzeuge verschlechtert.
  • Fahrstrom sollte weiterhin mit der vollen EEG-Umlage belastet werden, damit Elektromobilität auch zur Finanzierung beiträgt.
  • Fossile Kraftstoffe sollten nach dem Verursacherprinzip stärker finanziell belastet werden, um so verschiedene Elemente der Elektromobilität fördern zu können.
  • Bei höheren Anteilen an Elektrofahrzeugen gewinnt die Systemdienlichkeit, d.h. vor allem die Lastverschiebung beim Laden, an Bedeutung. In Förderprogrammen und beim Infrastrukturaufbau sollte die Systemintegration daher bereits heute Berücksichtigung finden.
  • Ein systemdienliches Laden der Elektrofahrzeuge kann einen zusätzlichen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten, dieser Effekt ist jedoch insgesamt begrenzt.

Sie finden die Studie hier.

Studie »Dienstleistungen für Elektromobilität« – Fraunhofer-Institut IAO

Elektromobilität gewinnt auch aus wirtschaftlicher Sicht zunehmend an Bedeutung. Für ein funktionierendes Elektromobilitätssystem spielen Dienstleistungen in Ergänzung zu technischen Fragestellungen eine zentrale Rolle. Die Studie »Dienstleistungen für Elektromobilität« des Fraunhofer IAO zeigt, wie Dienstleistungen zum wirtschaftlichen Erfolg von Elektromobilität beitragen können…. 62 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, bereits Dienstleistungen im Bereich Elektromobilität anzubieten. Mögliche Anwendungsfelder stellen sich dabei als sehr heterogen dar; angebotene Elektromobilitätsdienstleistungen sind zum Beispiel Beratungsdienstleistungen, ladebezogene Dienstleistungen, Flottenmanagement, intermodale Mobilität, Carsharing, Fahrzeuginformationsdienstleistungen oder Abrechnungsmanagement.

Source: www.iao.fraunhofer.de

acatech Studie „Neue autoMobilität“: Wie Deutschland die Mobilitätswende gelingt

In ihrer aktuellen Studie „Neue autoMobilität“ legt acatech Deutsche Akademie der Technikwissenschaften eine Roadmap vor, die zeigt, wie der Straßenverkehr bis 2030 vernetzt, automatisiert und damit sicherer und fließender werden kann. Anhand konkreter Anwendungsfälle zeigt die Expertengruppe, welcher Nutzen durch automatisiertes Fahren für die Gesellschaft möglich ist. Deutschland müsse deshalb in Infrastruktur und Forschung investieren, aber auch Testfelder im heutigen Straßenverkehr etablieren. Rainer Bomba, Staatssekretär im BMVI, nimmt die Studie heute in der Botschaft des Königreichs der Niederlande in Berlin entgegen….

Source: www.acatech.de