acatech Studie „Neue autoMobilität“: Wie Deutschland die Mobilitätswende gelingt

In ihrer aktuellen Studie „Neue autoMobilität“ legt acatech Deutsche Akademie der Technikwissenschaften eine Roadmap vor, die zeigt, wie der Straßenverkehr bis 2030 vernetzt, automatisiert und damit sicherer und fließender werden kann. Anhand konkreter Anwendungsfälle zeigt die Expertengruppe, welcher Nutzen durch automatisiertes Fahren für die Gesellschaft möglich ist. Deutschland müsse deshalb in Infrastruktur und Forschung investieren, aber auch Testfelder im heutigen Straßenverkehr etablieren. Rainer Bomba, Staatssekretär im BMVI, nimmt die Studie heute in der Botschaft des Königreichs der Niederlande in Berlin entgegen….

Source: www.acatech.de

Brabanter sind wie wir bodenständige Optimisten – Interview mit Markus Lötzsch (IHK Nürnberg für Mittelfranken)

Unternehmer aus Brabanter und Nürnberg haben die gleiche Mentalität, sagt IHK-Geschäftsführer Markus Lötzsch aus Nürnberg. Er sieht nach den Besuch des Königspaares in Bayern eine schöne Beziehung entstehen. „Wir haben beide den Mut, nach Rückschlägen wieder aufzustehen.“

So gut kannte man in Nürnberg Nord-Brabant nicht. Dass möchte Markus Lötzsch Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer in Nürnberg (IHK Nürnberg für Mittelfreanken) zugeben. Er muss lachen. „Ehrlich gesagt, war nur PSV Eindhoven mir bekannt. Denn das ist offensichtlich ein Begriff im internationalen Fußball. “

Königlicher Besuch

Aber im vergangenen Jahr hat sich viel geändert. König Willem-Alexander und Königin Maxima haben dieses Jahr im April auch Nürnberg und Erlangen besucht. Sie wurden von einer Handelsmission von über hundert niederländischen Unternehmen begleitet. Seitdem wächst das Interesse aus Mittelfranken für die Niederlande und sicherlich auch der Region rund um Eindhoven, sagt der Geschäftsführer.

Unternehmer in der Region Nürnberg erkennen sich in der Provinz Brabant, sagte Lötzsch bei einem Treffen mit Unternehmer aus Brabant in Fürth. „Wir haben beide eine Geschichte von Höhen und Tiefen.“ Als Beispiel nennt er das Verschwinden der großen Arbeitgeber wie AEG und Grundig aus der Region. „Wir haben viele Arbeitsplätze verloren. Wie schwer das ist, kennt man auch in Brabant. Auch dort mussten große Unternehmen reorganisieren.“

Aus diesen Rückschlägen sind wieder neue Unternehmen und Arbeitsplätze geschaffen, sagt der Geschäftsführer. „Bei unserem Besuch in  Brabant erkannten wir diesen Spirit. Es hat beide Regionen stärker und kreativer gemacht.“

Bodenständige Optimisten

Diese Mentalität ist eine gute Basis, zusammen zu arbeiten, findet Lötzsch. „Wir arbeiten hart und wir wissen, dass Veränderung unausweichlich ist.“ Laut dem Geschäftsführer kann man den Unternehmer aus den beiden Regionen als „bodenständige Optimisten‘ bezeichnen. „Wir haben den Mut nach Rückschlägen wieder aufzustehen und etwas Neues zu beginnen. Genau das habe ich in Brabant auch gesehen.“

Sein Mitarbeiter Christian Seitz  war bereits mehrmals in Brabant  und  war intentsiv an den bisherigen Handelsreisen beteiligt. Er bestätigt was Lötzsch sagt. Nach ihm, sind diese Handelsreisen keine Höflichkeitsbesuche, es kommt wirklich etwas  heraus. „Das sieht man daran dass mehrere Akteure regelmäßigt teilnehmen. Zwischen den beiden Regionen entsteht etwas Schönes.“
Hidden Champions
Wenn Ausländer an Bayern denken, kommt in der Regel vor allem München in Sicht. Nicht zurecht, findet Lötzsch. „Vor allem im Schatten der Hauptstadt passieren spannende Dinge. Denken Sie an Augsburg, sondern auch die Region Nürnberg-Erlangen. Wir haben hier eine sehr erwachsene Industrie mit einer langen Geschichte. „Als Beispiel nennt er eines Zulieferers Leoni, ein Unternehmen aus dem Jahr 1569.“ Nicht alle Unternehmen haben eine so ein lange Geschichte, aber wir haben einen wichtigen Mittelstand hier. “

Diese Unternehmen vernetzen sich rund um Themen wie Medizintechnik, Automotive/ Elektromobilität, Logistik, IT und Automation- und Produktionstechnik, sagt er. „Diese Region hat viele Hidden Champions. Sie stecken viel Arbeit in ihre eigene Forschung in Zusammenarbeit mit Universitäten. So geht das auch in Brabant. “

Wenn zwei Regionen so ähnlich sind, hat Lötzsch keine Angst vor der Konkurrenz? „Nein, sehen Sie hier auf die Unternehmen selbst. Natürlich wird es einen Wettbewerb untereinander geben, das ist auch in Ordnung. „Unternehmer schaffen aber wirklich mehr, wenn sie lernen schlau zusammen zu arbeiten, sagt er. „Selbst kommt man meistens nicht weiter, man ist dafür zu klein. Deshalb wollen wir uns auch mit den Holländern beschäftigen, so entsteht neues Business. “
Band in kurzer Zeit
In relativ kurzer Zeit ist eine enge Bindung gewachsen, sagt er. „Viele Teilnehmer dieser Handelsmission waren auch in April mit der König dabei. Dass sie jetzt wieder hier sind, ist ein sehr gutes Signal. “

Derzeit laufen die Vorbereitungen für 2017 für neue Projekte und Besuchen. „Wir hoffen, dass die Holländer in der Medtech-Messe MT Connect im Juni gut vertreten sind, und im März werden wir eine Konferenz über die Integratet Plant Engineering organisieren, wo das Dreieck Deutschland, den Niederlanden und Dänemark im Fokus stehen.“

Quelle: Bertus Bouwman – Redaktion www.Duitslandnieuws.nl

Eindhoven/ Helmond: Europas größte ÖPNV-Elektrobus-Flotte fährt in Holland

In Holland geht in diesem Monat Europas größte Flotte von Elektrobussen für den öffentlichen Personennahverkehr in Betrieb. Alle 43 Busse des ÖPNV in den niederländischen Städten Eindhoven und Helmond werden ab dem 11. Dezember komplett elektrisch betrieben – und bilden damit laut Betreiber Transdev die größte abgasfreie Busflotte im öffentlichen Personennahverkehr in Europa.

Source: ecomento.tv

Handelsdelegation (Medtech/ E-Mobility) aus der Provinz Brabant besucht Nürnberg und bestimmt Agenda für 2017

Die ersten Termine sind vereinbart und die deutschen Clustern laden Niederländer verstärkt für Messen und Kongresse ein. Dank der niederländischen Beharrlichkeit und dem aktiven Kontakt mit den deutschen Partnern gelingt es immer besser auf dem bayerischen Radar zu erscheinen. Aus dem Kontakt haben sich viele Geschäftskontakte und Kooperationsansätze ergeben, fassen die Organisatoren der Handelsdelegation eine Woche nach Ablauf der Delegation zusammen.

Obwohl die Kontakte rundum der Medizintechnik zwischen der Provinz Brabant und Baden-Württemberg in den letzten Jahren intensiviert wurden, steht die Zusammenarbeit mit Bayern erst in den Anfängen. Als Folge des Besuches des niederländischen Königspaares nach München und Nürnberg im April 2016, werden die Bande zwischen deutschen und niederländischen Organisationen und Unternehmen zunehmend verstärkt.

Zum ersten Mal wurde eine Handelsdelegation aus Brabant in die Metropolregion Nürnberg organisiert. Der Fokus lag auf den Themen Medizintechnik und E-Mobility. Nach Ablauf der Delegationsreise befasst sich dieser Artikel mit den ersten Resümees der Teilnehmer und Organisatoren. Deutsche Cluster sehen ein deutliches Wachstumspotenzial in der Zusammenarbeit mit den Niederländern und konkrete Einladungen für Messen und Konferenzen im nächsten Jahr sind bereits ausgesprochen.

logos-mission-2„Viel Potenzial gesehen“
„Der Besuch der Handelsdelegation in unserer Region war sehr erfolgreich“, sagt Matthias Schier vom deutschen Cluster Forum MedTech Pharma aus Nürnberg. „Die Bandbreite der deutschen Unternehmen passen sehr gut zu den verschiedenen Unternehmern aus den Niederlanden.“

So sah er deutliche Anknüpfungspunkte für bilaterale Geschäftsbeziehungen während des Besuches der MedTech Delegation bei dem Augenlaserfabrikant Wavelight in Erlangen. Ein Unternehmen, das bisher vor allem ein regionales Netzwerk hat. „Der Geschäftsführer von Wavelight war begeistert von den niederländischen Unternehmen und gab konkrete Beispiele wofür er noch geeignete Geschäftspartner sucht. So hatte er konkreten Bedarf an Spezialisten von Präzisions-Kunststoffen, Blechbearbeitung und Embedded Systems. Die Teilnehmer der Delegation aus Brabant entsprachen diesem Bedarf genau“, sagt Schier. „Ich sehe daher viel Potenzial für die weitere Zusammenarbeit.“

„Auch im nächsten Jahr gibt es diverse Veranstaltungen bei denen die Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden kann“, sagt Schier. „Wir organisieren hier in Nürnberg im Juni 2017 die MedTech Messe MT-Connect. Hierzu laden wir auch aktiv niederländische Unternehmen zu ein und geben ihnen ein Podium auf dem Kongress der parallel zu der Messe organisiert wird.

„Durch die Zusammenarbeit werden wir als professionelles Netzwerk
wahrgenommen“Geschäftsführer von Brainport Industries aus Eindhoven, John Blankendaal, ist erfreut über die Unterstützung die die Unternehmen aus Brabant von den deutschen Clustern und Ministerien bekommen. „Das war vor zwei Jahren noch nicht so. Wir werden in Bayern immer deutlicher wahrgenommen.“ Nach Meinung von Blankendaal ist das keine Selbstverständlichkeit und muss dieser Status erst gewonnen werden. „Viele Länder wollen mit bayerischen Unternehmen in Kontakt kommen, demnach befinden wir uns mittlerweile in einer besonderen Position.“

Die Handelsdelegation gab ihm neue Perspektiven auf die deutsche Industrie. „Anstatt einer theoretischen Marktforschung, gibt es den direkten Austausch mit Unternehmern. Da hat man viel mehr dran.“ Viele Unternehmen sind traditionell gewöhnt alles ‚in-house‘ zu produzieren. Da kommt man als Außenstehender nicht so einfach zwischen. „Es ist, als ob man Süßigkeiten in einem Süßwarenladen verkaufen will. Man muss einen deutlichen Mehrwert anbieten können.“

„Diesen Mehrwert haben die niederländischen Unternehmen“, meint er. „Ich sprach mit einem Teilnehmer der nachts noch (nach Ablauf des Delegationsprogrammes) ein Angebot zu einem deutschen Unternehmen geschickt hat, mit dem er mittags gesprochen hatte. Das zeigt deutlich, dass diese Reise auch unternehmerisch erfolgreich ist.“ Das hat, seiner Meinung nach, auch damit zu tun, dass sich die niederländischen Unternehmen und Regierungen zusammengeschlossen haben um den Kontakt mit Süd-Deutschland aufzubauen. Ein Beispiel ist das Fördermittelprojekt Medizintechnik Holland. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe aus 12 komplementären High Tech Unternehmen aus den Niederlanden, das seit einem Jahr konkrete Kontakte und Kooperationen mit süddeutschen Unternehmen aufbaut. Durch den Zusammenschluss der Unternehmen wird man in Deutschland anders wahrgenommen. „Das wird als sehr professionell erfahren.“


„Das Gespräch in kleinen Gruppen funktioniert“

logos-mission1Edwin Bestebreurtje, Programmmanager von E-Mobility Partners aus Helmond ist besonders positiv über die Gesprächsrunden während des Besuchs beim Fraunhofer-Institut IIS in Nürnberg. „Es gab richtig gute Gespräche zwischen den niederländischen und den deutschen Teilnehmern.“

Er kam beispielsweise mit Vertretern der namhaften Unternehmen Continental und Schaeffler ins Gespräch. „Es ist interessant zu sehen, wie auch diese traditionellen Unternehmen neue Wege in der Mobilität untersuchen. Die neuen Formen von Logistik und Personenverkehr.“

„Die Gespräche in den kleinen Gruppen funktionieren gut“, sagt er. „Ich habe diese Gespräche auch bereits in größeren Gruppen mitgemacht, aber dann halten sich die deutschen Teilnehmer meistens zurück und beherrschen die Niederländer die Gespräche. Nun konnte man sich ordentlich vorstellen und das Gespräch konkretisieren und vertiefen. “

„Die Handelsdelegation von Nord-Brabant nach Nürnberg ist nichts einmaliges“, meint Bestebeurtje. „Man merkt, wenn man sich öfter begegnet, dass man einander besser kennenlernt und eine Zusammenarbeit zustande kommt.“ Mit E-Mobility Partners ist er da bereits auf einem guten Weg, erzählt der Niederländer. „Wir werden nun Problemfälle aus niederländischen und deutschen Innenstädten miteinander vergleichen und gemeinsam Lösungen für die Urban Mobility erstellen.“

„Austausch dringend notwendig“
Christian Seitz von der Industrie- und Handelskammer (IHK Nürnberg für Mittelfranken) sieht den zunehmenden Austausch der seit dem königlichen Besuch der Niederlande im vergangenen Frühjahr an Bayern zwischen den Unternehmen stattfindet. „Es finden wiederseitige Besuche statt, was uns sehr stimuliert um mehr mit Brabant zusammen zu arbeiten.“

„Dieser Austausch ist dringend notwendig“, sagt Seitz. „Die Tatsache ist, dass wir relativ nahe beieinander wohnen, aber wenig über den anderen Markt wissen. Darum ist der Aufbau solcher Kontakte eine Bereicherung für beide Regionen.“ Die IHK will sich auch in den nächsten Jahren auf den Ausbau der Beziehungen mit den niederländischen Partnern konzentrieren.

„An Details kann es scheitern“
Benjamin Stöcklein, Leiter Internationalisierung von dem Cluster Medical Valley EMN stimmt dem Vorgehen der IHK vollkommen zu. „Wir sind sehr glücklich über das wachsende Interesse aus den Niederlanden. Der Besuch aus Brabant ist auf viel Interesse bei unseren Mitgliedern gestoßen“, bemerkt er.

„Die Niederländer denken über dieselben Probleme nach und stellen die gleichen primären Fragen“, sagt er. „Das sorgt dafür, dass wir sehr leicht miteinander kommunizieren können.“

Die gegenseitigen Besuche sind notwendig, findet Stöcklein. „Wir sind einander so ähnlich, aber wenn man als Unternehmer miteinander spricht, werden einige Unterschiede deutlich.“ Das merkte er während eines Besuches an einem deutschen Unternehmen, welches gegen niederländische Eigenarten anlief. „Es kann an Details scheitern. Darum ist es wichtig, dass wir miteinander kommunizieren und voneinander lernen.“

„Brabant kann hier viel einbringen“
Marc Verbiest sah wie Niederländer und Deutsche viel voneinander lernen. Der Vertreter für die Provinz Brabant in München sieht viele Anknüpfungspunkte für Unternehmen aus Brabant. „Wir sind auf dem Gebiet E-Mobility den Deutschen einige Schritte voraus. Denk zum Beispiel an die Ladeinfrastruktur wo man in den Niederlanden viel Erfahrung hat. Da können wir hier viel einbringen.“

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Brabant (BOM) will er bei den Delegationsteilnehmern untersuchen, wie man ihnen auf ihrem Weg nach Deutschland helfen kann. „Etwas in Deutschland zu kaufen oder zu verkaufen ist relativ einfach wenn man es mit der bilateralen Zusammenarbeit vergleicht. Da können wir kundenspezifische Beratung anbieten.“

Mark Koppers (BOM) bekommt viele positive Rückmeldungen von den Teilnehmern und den Clusterpartnern und fühlt sich dadurch in der Internationalisierungsstrategie der Provinz Brabant bestätigt. „Kleine Delegationen mit einem inhaltlichen Themen- oder Technologiefokus führen zu den richtigen Kontakten und Kooperationen. Das wollen wir auch in 2017 fortsetzen. Auch in der Organisation sind die bilateralen Unterschiede manchmal fühlbar. Daher ist es auch eine Bereicherung von Personen wie Anke Rosemann von GermanyConnect unterstützt zu werden. Sie hat im Auftrag der BOM das MedTech-Programm der Delegation organisiert.“

Der Besuch an die Metropolregion Nürnberg hat seiner Meinung genügend Anknüpfungspunkte für weitere Aktivitäten geliefert. „Wir sprechen mit der NBSO Stuttgart darüber wie wir den niederländischen MedTech-Sektor im Juni auf der MT-Connect deutlich positionieren können.“

„Direkt Anschlusstermine einplanen“
Eric van der Laak von Topic Embedded Systems aus Best hat in Folge der MedTech Handelsdelegation bereits erste Besuche in Nürnberg vereinbart. „Man muss nach einem Besuch direkt einen Anschlusstermin vereinbaren, denn sonst ist es schnell vergessen.“ Der Programmdirektor will seine Kundenbasis in Deutschland ausbauen. „Diesbezüglich waren die Unternehmen die wir besucht haben sehr interessant und passen gut in unser Fachgebiet.“ Viele Unternehmen in Nürnberg haben ein starkes regionales Netzwerk und es ist für ausländische Unternehmen schwer dazwischen zu kommen. „Das bin ich gewöhnt“, sagt Van der Laak, „in den USA oder Brabant ist es nicht anders. Man muss sehr genau wissen, worin man gut ist und darauf den Nachdruck legen.

Die ersten Reaktionen auf seine Kontaktaufnahmen mit den deutschen Unternehmen sind empfangen. „Man ist sehr offen und ich plane jetzt die Folgebesuche. Der erste Termin steht schon fest.“

Den niederländischen Originalartikel mit Bildern finden Sie hier.

Dutch-German urban green mobility round table discussion

Gerne möchten wir Sie einladen zur

Dutch-German urban green mobility round table discussion
am Donnerstag, den 08. Dezember 2016,
von 13.30 bis ca. 17.00 Uhr,
beim Fraunhofer IIS/SCS (Nordostpark 84, 90411 Nürnberg).

Im europäischen Vergleich sind die Niederlande im Bereich Elektromobilität seit langem Vorreiter. Wir möchten Ihnen deshalb die Möglichkeit bieten sich mit niederländischen Firmen und Forschungseinrichtungen zu den Themen LEVs, eLKW/eBus, Ladeinfrastruktur und Speicher, Antriebstechnologien, Mobilitätskonzepte sowie Materialien auszutauschen.

Die Veranstaltung findet mit Unterstützung des Clusters Automotive sowie weiteren Akteuren aus der Metropolregion Nürnberg und der Provinz Brabant statt.

Weitere Informationen finden Sie demnächst im Programm. Bitte nutzen Sie zur Anmeldung unser online-Formular.

Niederlande werden Smart-Charging-Testlabor

Die Niederlande verwandeln sich in ein großes Versuchslabor für das intelligente Laden von Elektroautos, indem sie Strom aus Sonnen- und Windenergie in den Spitzenzeiten in elektrischen Fahrzeugen speichern. Schon 325 Gemeinden (darunter Amsterdam, Rotterdam, Utrecht und Den Haag) sind dem niederländischen Living Lab Smart Charging beigetreten, das 80 Prozent sämtlicher öffentlicher Ladestationen stellt. Es wird auch von der niederländischen Regierung unterstützt.

Source: ecomento.tv

Niederländer besuchen Nürnberg: ‚Open Innovation vs Made in Germany‘ (07.-09.12.16)

Our partner Nuremberg Chamber of Commerce and Industry (CCI) will be hosting an ‚Urban Green Mobility‘ mission in Nuremberg from 7 until 9 December 2016. Scheduled are, among many other activities, visits to Fraunhofer’s Josephs and E-T-A GmbH, a global producer of electric components such as circuit breakers and power management systems.

‚The Dutch have proven to be extremely well in ‚open source innovation‘, in which companies and research institutes team-up. In Germany, where emphasis is on quality and quality control, we are not very familiar with this cooperative and creative approach.‘

Christian Seitz of CCI, who has organised the ‚Urban Green Mobility‘ mission together with Mark Koppers of the Brabant Development Agency (BOM), is convinced Dutch and German companies in electric mobility can learn and benefit from each other’s expertise. Koppers: ‚That’s whyseveral members of E-Mobility Partners are alreadyinterested in joining the mission to Nuremberg‘.

Matchmaking

‚With this mission to Nuremberg, we want to facilitate the matchmaking between Dutch and German companies‘, Seitz explains. Besides relatively large companies such as E-T-A GmbH, the Nuremberg region is home to many small and medium-sized enterprises (SME’s) that produce electric components for many industries, but also for the automotive industry.

Seitz: ‚With the mission we want to match the German talent for industrial production with the innovative creativity of the Dutch.‘

Josephs: Consumer Testing

The Dutch delegation will visit in Nuremburg, among other sites, Josephs, Die Service Manufaktur , a shop in the centre of the city. In this shop companies can test their new products by showing them to consumers, who comment on it and give feedback. The shop is a ‚living lab‘ project of the Fraunhofer Institute for Integrated Circuits , which has also expertise in power electronics, wheel hub motors and e-mobility platforms.

A visit to E-T-A GmbH , a German company with its headquarters in Altdorf close to Nuremberg, is also part of the programme. Seitz: ‚As a worldwide producer of circuit breakers and power management systems, E-T-A is interested in working together with automotive companies from Brabant, who have a lead in electric mobility.‘

For a full programme update and subscription, please contact CCI or BOM.

Province of Brabant: Automotive Region

Seitz emphasises the match between companies and research institutes from Brabant and the Nuremberg region, should be seen in a larger perspective. ‚Just like the Nuremberg region, Brabant is home to many SME companies active in automotive. By bringing both regions together, companies from Germany and The Netherlands have an opportunity to learn from each other and expand their businesses together.‘

More Information

For more information, have a look at the presentations of BOM and CCI in our download centre. For subscription, contact Mark Koppers at BOM, (MKoppers@bom.nl) or Christian Seitz at CCI (Christian.Seitz@nuernberg.ihk.de).

Source: www.emobilitypartners.com

eMove360 (eCarTec) 2016: Holland ready to demonstrate, charge and go

Vom 18. bis 20. Oktober präsentierten die Niederlande sich gleich mehrfach auf der größten internationalen Messe für Elektro- und Hybrid-Mobilität in München.

Diese international angesehene Fachmesse, die ab nächstem Jahr unter dem Namen eMove360 läuft und die Messen eCarTec, sMove360 und Materialica vereint, ist mit über 12.000 Besuchern und mehr als 400 Ausstellern aus 25 Ländern die weltweit größte und wichtigste Fachmesse für neue Mobilität, insbesondere im Bereich Elektro- und Hybridmobilität.

eCarTec2016 Award

Mit moderiert von der stellvertretenden Generalkonsulin fand die Preisverleihung des Bayerischen Staatspreises für Elektromobilität am 17. Oktober 2016 in der Glyptothek in München statt. Die niederländische Firma Alfen bv war nominiert für den Preis in der Kategorie Energy Infrastructure and Storage.

sMove Award

Der Smart Mobility Award wurde am 18. Oktober auf der Messe verliehen. Die niederländische Firma Greenflux war der Gewinner in der Kategorie „ICT Infrastructure & Security“ und bekam auf der Messe gebührende Aufmerksamkeit für ihren Smart Charging Controller. Dieses Produkt wurde entwickelt um das intelligente Laden von e-Fahrzeugen zu unterstützen, indem es die vorhandene Ladeenergie so über die Ladestationen verteilt, dass die Fahrzeuge schneller und effizienter geladen werden können. Das Resultat ist sicheres und intelligentes Laden ohne zusätzliche Installations- oder Stromkosten.

 

World Mobility Summit & Fachmesse

Auf dem Kongress „World Mobility Summit“ bereicherten Generalkonsul Peter Vermeij und Baerte de Brey von der Stiftung Elaad die Vortragsreihe mit ihrem Beitrag ‚Urban Future in the Netherlands: Ready to demonstrate, charge and go‘. Zusammenarbeit wird großgeschrieben in den Niederlanden und oftmals führt eben der Zusammenschluss von Firmen, Forschungsinstituten und Öffentlichkeit zum Erfolg. Das Fazit: Urbane Mobilität und nachhaltige Energiegewinnung sind essentiell für die Energiewende – der Weg dorthin gestaltet sich einfacher und effizienter, wenn man ihn mit vereinten Kräften beschreitet.

Auch bei den Niederländischen Standinhabern war der Teamgeist zu spüren. So informierten nicht nur die Firmen Greenflux, Streetplug, Trikke und eMoss über ihre Produkte und Dienste, sondern auch die Partners for International Business Emobility: ein Zusammenschluss niederländischer Unternehmen die ihr Wissen, ihre Dienste und Produkte mit deutschen Partnern teilen und mittels Zusammenarbeit, Elektromobilität in Deutschland vorantreiben wollen.

eMonday

Am Mittwochabend, den 19. Oktober fand das monatliche Netzwerktreffen eMonday auf dem Forum der Messe statt. Zum Thema „Urban Mobility – interregional Cooperation“ sprachen Dr. Johann Schwenk von Bayern Innovativ, Marc Verbiest von der Provinz Noord-Brabant und Dipl.-Pol. Christian Seitz von der IHK Nürnberg über aktuelle Entwicklungen, Stärken und Schwächen ihrer jeweiligen Region.

Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion statt. An dieser nahmen nebst der Vortragenden auch andere Gäste teil (Sabrina Lamert-Cocca (Fraunhofer IAO), Harm-Jan Idema (APPM),

Hans de Boer (Greenflux), Markus Rützel (solid GmbH), Otto Loserth (E-WALD GmbH)). Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, was zu einer angeregten Diskussion führte. Die Fragen wurden abwechselnd gestellt und die jeweils andere Gruppe konnte Lösungsvorschläge bieten. Auch das Publikum brachte sich auf kompetente Weise ein.

Die Fragen der Präsentatoren legten den Schwerpunt auf die Herausforderungen die sich in der Implementierung von Elektromobilität auftun.

Unabdingbar sei Engagement auf drei Ebenen: Die Öffentlichkeit, die den Ausbau der Infrastruktur unterstützt und vorantreibt; Firmen, die E-Fahrzeuge herstellen und zur Verfügung stellen; Nutzer die diese Möglichkeiten mit Enthusiasmus annehmen und die Angebote nutzen.

Herausforderungen zeigen sich ebenfalls in verschiedenen Bereichen: Von der vergleichsweise geringen finanziellen Förderung pro Fahrzeug und Ladesäule über die (noch) zu kleine Auswahl an einfachen und bezahlbaren E-Fahrzeugen, bis hin zu den Schwierigkeiten die sich ergeben wenn der ortsansässige OEM nicht so weit ist wie andere OEMs, mit denen man theoretisch zusammenarbeiten könnte.

Interessante Lösungensvorschläge gab es sowohl vom Podium als auch aus dem Publikum. So seien auch nicht-monetäre Fördermaßnahmen sinnvoll, die den Nutzer von E-Fahrzeugen bevorzugt behandeln (ein Beispiel: reservierte Parkplätze). Auch eine Zunahme des e-car-sharing Angebots sahen die Podiumsdiskussion Teilnehmer als förderlich für die Elektromobilität im Allgemeinen. Auch wurde das Belang von AC-Ladestationen, wie auch die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte angesprochen.

Das, im Anschluss an den inhaltlichen Teil, live ausgestrahlte Fußball Champions League Spiel Bayern München – PSV Eindhoven war ebenfalls gut besucht und wurde von weiteren Netzwerkgesprächen begleitet. Abgeschlossen wurde der Abend mit der Verlosung eines Flugtickets von Transavia für zwei Personen von München nach Eindhoven.

Wollen Sie mehr wissen über Elektromobilität in den Niederlanden? Schauen Sie auf unserer Website unter Themen: e-mobility und nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Kontakt Generalkonsulat der Niederlande: http://munchen.nlkonsulat.org

 

Nachhaltiges Frühschoppen bei der Storm World Tour | Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande in München, Deutschland

Am 14. August 2016 wurde in Eindhoven der Startschuss gegeben für die lang vorbereitete Reise des STORM Teams. Die Studenten der TU Eindhoven werden mit ihrem elektrischen Motorrad STORM Wave in 80 Tagen um die Welt fahren. Der erste Zwischenhalt fand am 15. August im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München in Form eines „Nachhaltigen Frühschoppens“ statt.

Auftakt

Im Beisein von geschätzten 2000 Zuschauern, der nationalen Presse und ermutigt vom ehemaligen Premierminister Jan Peter Balkenende und dem Journalisten Rick Nieman, begann das STORM Team an seiner Reise.
Nach dem spektakulären Start in ihrer Heimatstadt Eindhoven, folgten nach einigen hundert Kilometern erste technische Schwierigkeiten mit dem Inverter. Die Ankunft in München erfolgte jedoch planmäßig am Abend des 14. Augusts. Noch in der Nacht wurde das Motorrad repariert und für die Weiterreise fertig gemacht.

1. Halt in München

Am Morgen des 15. August fand ein Empfang beim Verkehrszentrum des deutschen Museums statt. Das Team wurde von der Direktorin, Dr. Bettina Gundler, und der stellvertretenden Generalkonsulin, Linda Mieden-Appelboom, offiziell willkommen geheißen. Montag der 15. war ein Feiertag in Bayern – die Kombination aus langem Wochenende und Urlaubszeit führte zu einer überschaubaren, jedoch fachlich interessierten Gruppe von Gästen, mit u.a. Vertreter von BMW, Panasonic (auch Sponsor von STORM) und der TU München. Auf die inhaltliche Präsentation von STORM folgte ein Frühschoppen im Sonnenschein mit angeregten Gesprächen. Für Begeisterung sorgten vor allem die technischen Ausführungen, der modulare Akkusatz, die vielfältige private und öffentliche Unterstützung sowie die Professionalität des Auftritts.

Philosophie der Studenten

Im Bereich nachhaltige Mobilität wird bereits vielfältig geforscht und entwickelt. Smog, begrenzte Ölressourcen und Erderwärmung sind Probleme, die die Studenten beschäftigen und in ihrem Projekt antreiben. Ihr Ziel ist es zu zeigen, dass Elektromobilität weltweit umsetzbar ist. Einfaches Laden, nachhaltige Energiequellen und die Abwesenheit lokaler Emissionen sollen mit dieser Reise thematisiert werden.

Dieses Vorhaben wird nicht nur die Möglichkeiten von Elektromobilität aufzeigen, sondern auch die Grenzen. Unterschiedliche Bedingungen bezüglich Lademöglichkeiten und Infrastruktur werden eine Herausforderung darstellen. Die (technische) Prüfung die dieses Projekt für das Motorrad ist, erfordert Teamgeist und kreative Problemlösung.

Hintergrund
Die Region Nordbrabant, in der das Motorrad entwickelt wurde, liegt im Süden der Niederlande und gilt als innovationstreibende Provinz. Firmen wie Philips und NXP haben hier ihren Ursprung. Dass die Region für Unternehmen aus aller Welt durchaus attraktiv ist, hat unter anderem die Eröffnung eines Werks des hochinnovativen Automobilunternehmens Tesla in Tilburg gezeigt. In den kommenden Jahren möchte man in Nordbrabant auch die Einwohner stärker in den Innovationsprozess einbeziehen, etwa im Rahmen des Pilotprojekts Free Choice Supplier, bei dem Besitzer von Elektrofahrzeugen den Stromanbieter frei wählen können. Die Zusammenarbeit zwischen Privatunternehmen und Forschungseinrichtungen, sowie die Unterstützung auf politischer Ebene, bringen Fortschritt und Innovation zuwege. Das Projekt der Studenten, ebenfalls vielfältig unterstützt und gesponsert, ist ein sympathischer Beleg für dieses Modell der Zusammenarbeit. Gleichzeitig trägt es bei zum Bild der Vorreiterrolle, die die Niederlande auf dem Gebiet der Elektromobilität einnehmen.

Die Studenten werden während ihrer Reise Tagesberichte über Twitter, Facebook, ihre Website, sowie ein live-Dashboard veröffentlichen.

 

Source: munchen.nlkonsulat.org

Quelle: Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande in München, Deutschland