Neuartiger Batteriespeicher sorgt für Netzstabilität

Gemeinsames Projekt der Gemeindewerke Wendelstein, Covalion, N-ERGIE und der AUDI AG

Innovation in Mittelfranken: In Wendelstein südlich von Nürnberg sorgt ein neuartiger Batteriespeicher für die Stabilisierung der Stromnetze. Die Gemeindewerke Wendelstein Bürgerkraftwerk GmbH, ein Tochterunternehmen der Gemeindewerke Wendelstein und der Nürnberger N-ERGIE Regenerativ GmbH, sowie der Erlanger Energiespezialist Covalion errichteten die Anlage in den vergangenen Monaten im Netzgebiet der Gemeindewerke in der Johann-Höllfritsch-Straße in Wendelstein. Zwei vollklimatisierte Container mit einer Grundfläche von rund 75 Quadratmetern beherbergen die 84 Batterien. Ihre Speicherkapazität liegt bei einer Megawattstunde (1000 kWh) und reicht rechnerisch, um rund 100 durchschnittliche Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Als Akkus kommen Batteriemodule ausgemusterter Entwicklungsfahrzeuge von Audi zum Einsatz.

© N-ERGIE
Bildunterschrift: (v.l.) Volker Bauer, Abgeordneter des Bayerischen Landtags, Stefan Mull, Geschäftsführer Gemeindewerke Wendelstein Bürgerkraftwerk GmbH, Dr. Eugen Ehmann, Regierungsvizepräsident von Mittelfranken, Reiner Mangold, Leiter Nachhaltige Produktentwicklung AUDI AG, Werner Langhans, Bürgermeister Wendelstein, Herbert Wild, Werksleiter Gemeindewerke Wendelstein, Karsten Dressbach, Leiter Produkte und Projekte Covalion, Dr. Jochen Lorz, Vertriebsleiter Industrie Covalion, Rainer Kleedörfer, Geschäftsführer N-ERGIE Regenerativ GmbH.

Im Rahmen des Projekts arbeiten Fachleute aus Energieunternehmen, dem Anlagenbau und der Automobilbranche zusammen. Auf technisches Neuland haben sich die Experten begeben, um die aus Elektroautos stammenden Batteriesysteme mit der bereits bestehenden Sicherheitshülle in eine stationäre Einheit zu integrieren und zu verschalten. Dafür hat Covalion das technische Konzept sowie die Steuerung der Ein- und Ausspeisung entwickelt.

© N-ERGIE

Die N-ERGIE wird mit der Anlage sogenannte Primärregelleistung vermarkten. Regelleistung ist erforderlich, um die Abweichungen zwischen Stromerzeugung und -verbrauch so auszugleichen, dass die Netzfrequenz konstant bei 50 Hertz liegt. Die Anforderungen an die Primärregelleistung sind am höchsten, da diese innerhalb von 30 Sekunden bereitzustellen ist. Die Einbindung in das Stromnetz erfolgt über das 20-kV-Netz im Gewerbegebiet „Am Kohlschlag“ in Wendelstein. Die maximale Einspeise- sowie Ausspeiseleistung beträgt 500 Kilowatt.

Der Einsatz der Batterien im stationären Speicher ist auf rund 20 Jahre ausgelegt. Danach werden die Akkus zerlegt, analysiert und dem Materialkreislauf dann wieder als Rohstoff zugeführt.

„Wir sind stolz, dass wir hier in Wendelstein mit dem ersten Speicher dieser Art in Bayern Vorreiter der Energiewende sind. Die Partner kommen aus der Region und zeigen, dass wir hier über ein breites Know-how verfügen“, sagt Werner Langhans, Erster Bürgermeister von Wendelstein. Er freut sich, dass die Finanzierung aus Mitteln erfolgen konnte, die Bürgerinnen und Bürger von Wendelstein über die Gemeindewerke Wendelstein Bürgerkraftwerk GmbH bereitstellen.

„Der Ausbau der wetterabhängigen erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind macht den Einsatz von solchen Speichertechnologien notwendig. Dabei haben Batterien das Potenzial, vor allem kurz- und mittelfristige Schwankungen in den Verteilnetzen auszugleichen“, betont Stefan Mull, verantwortlicher Projektleiter und Geschäftsführer der Gemeindewerke Wendelstein Bürgerkraftwerk GmbH.

„Der Speicher stärkt die regionale Wertschöpfung und ist ein sinnvoller Beitrag zur Stärkung dezentraler Ansätze in der zukünftigen Energieversorgung“, erklärt Rainer Kleedörfer, Prokurist der N-ERGIE und dort unter anderem für das Innovationsmanagement verantwortlich.

Covalion hat breite Erfahrungen mit Batteriespeichern als Notstromversorgung in Großkraftwerken. Auf dieser Grundlage entwickeln wir mit unseren Partnern diese Speicherlösung für die Energiewende“, macht Vertriebsleiter Industrie, Jochen Lorz, von Covalion deutlich.

„Als Herzstück eines Elektroautos sind die Batterien auf Langzeitqualität und Sicherheit ausgelegt. Nach der Nutzung im Auto verfügen sie noch über einen Großteil ihrer Kapazität. Im Sinne der Nachhaltigkeit untersuchen wir in diversen Forschungsprojekten, wie gebrauchte Batterien sinnvoll und effizient weiter genutzt werden können. Neben Recycling-Konzepten steht die Nutzung in stationären Energiespeichern im Vordergrund. Wendelstein ist für uns ein praxisnaher Anwendungsfall, um diese Forschung voranzutreiben“, sagt Reiner Mangold, Leiter Nachhaltige Produktentwicklung der AUDI AG.

Ladeverbund Franken+ wird zu Ladeverbund+

Mitglieder auch außerhalb Nordbayerns
Der Ladeverbund Franken+ heißt ab sofort Ladeverbund+. Mit dem neuen Namen öffnet sich der Verbund auch für Stadt- und Gemeindewerke außerhalb Frankens.
Bereits jetzt umfasst die Ladeinfrastruktur des Verbunds rund 200 Ladesäulen und deckt eine Fläche von über 19.000 km² ab. Mit beispielsweise den Stadtwerken Bad Hersfeld in Hessen im Norden, den Stadtwerken Deggendorf in Niederbayern im Süden, den Stadt-werken Wertheim in Baden-Württemberg im Westen und den Stadtwerken Tirschenreuth in der Oberpfalz im Osten sind schon jetzt Stadtwerke weit über Franken hinaus als Mitglieder im Ladeverbund+ vertreten.

Bildunterschrift: In Vertretung für alle Mitglieder des Ladeverbund+:
(v.l.) Roland Moritzer, stellv. Vorsitzender Ladeverbund+ und Geschäftsführer der Stadtwerke Ansbach GmbH, Rudolf Hoffmann, Technischer Leiter der infra fürth gmbh, Markus Rützel, Koordinator des Ladeverbund+ und Geschäftsführer der solid GmbH, Wolfgang Geus, Vorsitzender des Ladeverbund+ und Vorstandsvorsitzender der Erlanger Stadtwerke AG,Winfried Klinger, stellv. Vorsitzender des Ladeverbund+ und Geschäftsführer der Stadtwerke Schwabach GmbH, Rainer Kleedörfer, Leiter Unternehmensentwicklung bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft. (Bildquelle: N-ERGIE AG)

„Wir freuen uns, dass das Interesse am Verbund auch außerhalb Frankens groß ist“, sagt Wolfgang Geus, Vorsitzender des Ladeverbund+. „Die Namensänderung ist die logische Folge aus der erfolgreichen Vergrößerung.“
„Autofahrer profitieren davon, dass das bewährte System beim Laden von Elektroautos in einem immer größer werdenden Gebiet verfügbar ist“, ergänzt Markus Rützel, Koordinator des Ladeverbund+.

Erweiterter Service auf der Website
Der Ladeverbund+ erweitert zudem sein Informationsangebot auf der neu gestalteten Website. Elektrofahrer und Interessenten finden neben Informationen zum Ladeverbund+ ab sofort wertvolle Tipps und Wissenswertes rund um das Thema Elektromobilität, unter anderem auch Informationen zum Laden von E-Bikes. Zudem hält der Ladesäulenfinder für Elektroautos neue Funkti-onen für Elektrofahrer bereit.

Mehr unter: www.ladeverbundplus.de

 

VDL weiht Testareal für Ladelösungen im Busbetrieb ein

Der niederländische Nutzfahrzeugspezialist VDL hat in Valkenswaard einen Teststandort für Ladeinfrastruktur von Elektrobussen in Betrieb genommen. An der „Charging Plaza“ können maximal sieben Fahrzeuge gleichzeitig auf unterschiedliche Art geladen werden.

Mehr unter: http://www.vdlbuscoach.com/News/News-Library/2018/VDL-presenteert-uniek-laadplein-in-Valkenswaard.aspx

Quelle.

Fünf neue H2-Tankstellen für Metropolregion Nürnberg

Die Metropolregion Nürnberg erhält gleich fünf weitere Wasserstofftankstellen – und zwar in Bayreuth, Biebelried, Fürth, Schnelldorf und Erlangen. Damit erhöht sich die Anzahl von H2-Tankstellen in Nürnberg und Umgebung auf acht Standorte.

Mehr unter: https://www.electrive.net/2018/04/26/fuenf-neue-h2-tankstellen-fuer-metropolregion-nuernberg/

Ladeverbund Franken+: Stadtwerke Bayreuth werden 50. Mitglied

Der Ladeverbund Franken+ wächst – in Fläche und Mitgliederzahl. Mit den Stadtwerken Bayreuth kommt nun bereits das 50. Mitglied hinzu. Die Ladeinfrastruktur und das einheitliche Zugangs- und Bezahlsystem an den Ladesäulen werden damit immer weiter ausgebaut.

Bildquelle N-ERGIE AGt: (v.l.) Günter Finzel, Michael Schuhmann und Markus Rützel.

„Das 50. Mitglied ist ein Beleg für die Attraktivität des Ladeverbund Franken+“, sagt Markus Rützel, Ge-schäftsführer der solid GmbH und Koordinator des La-deverbund Franken+. „Es zeigt, dass Elektromobilität und die dazugehörige Ladeinfrastruktur eine wichtige Rolle in den Planungen von Stadtwerken spielen. Sie setzen dabei bewusst nicht auf Alleingänge, sondern auf Kooperationen.“

„Der Ladeverbund Franken+ ist ein Erfolgsmodell“, er-klärt Michael Schuhmann, Leiter Vertrieb und Marketing bei den Stadtwerken Bayreuth. „Wir sind überzeugt, mit der Mitgliedschaft unser Engagement für die Mobilität von morgen kundenfreundlich und effizient gestalten zu können.“
„Mit den Stadtwerken Bayreuth ist ein wichtiges Mitglied in Oberfranken hinzugekommen, um auch dort perspektivisch eine flächendeckende Versorgung mit Ladesäulen zu gewährleisten“, sagt Günter Finzel, Verantwortli-cher für die Strukturentwicklung der Stadt Bayreuth und Geschäftsführer des Forums Verkehr & Planung der Europäischen Metropolregion Nürnberg. „Gerade für die Metropolregion Nürnberg wird so eine bestehende Lü-cke im Ladesäulennetz geschlossen.“

Der Ladeverbund Franken+
Der Ladverbund Franken+ wird durch die solid GmbH koordiniert und wurde 2012 durch die N-ERGIE Aktien-gesellschaft, die infra fürth gmbh, die Stadtwerke Ans-bach und die Stadtwerke Schwabach gegründet. Mittlerweile sind 50 Mitglieder im Verbund organisiert. Weitere Interessenten prüfen den zeitnahen Beitritt. Das gemeinsame Ziel: eine einheitliche und flächende-ckende Ladeinfrastruktur aufzubauen.
Alle Ladesäulen im Ladeverbund Franken+ sind mit ei-nem einheitlichen Zugangs- und Bezahlsystem ausge-stattet. Der Zugang an der Ladesäule erfolgt unter an-derem über das Mobiltelefon. Autofahrer profitieren da-bei von einem gemeinsamen Standard beim Laden von Elektroautos. Die Mitglieder fördern auf diese Weise die Attraktivität von Elektromobilität und leisten so einen wichtigen Bei-trag zum Erreichen der Klimaschutzziele und zum Ge-lingen der Energiewende.
Ein Ladesäulenfinder, eine Übersicht über alle Mitglie-der und weitere Informationen zum Zugangs- und Be-zahlsystem sind unter www.ladeverbund-frankenplus.de zu finden.

Merkblatt – Ladesäulen rechtssicher betreiben

Bei der Beantwortung der zahlreichen rechtlichen und steuerlichen Fragen, die mit dem Betrieb einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge verbunden sind, hilft jetzt ein aktuelles Merkblatt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Auf insgesamt acht Seiten skizziert der DIHK fünf verschiedene Anwendungsfälle:

Erzeugt der Unternehmer beispielsweise den Strom selbst, gibt ihn an Ladesäulen aber auch an Dritte – etwa Kunden oder andere Firmen – ab, liegt eine Stromlieferung im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor, was umfangreiche Pflichten nach sich zieht. Zudem werden 100 Prozent EEG-Umlage fällig, unter Umständen entfällt allerdings die Stromsteuer.

Anders sieht es aus, wenn der Unternehmer „seinen“ Strom ausschließlich selber nutzt, ein externer Anbieter die Ladesäule betreibt oder Strom aus dem Netz bezogen wird.

Zudem geben die Verfasser Auskunft darüber, was genau ein E-Fahrzeug ist, wann es als Letztverbraucher von Strom gilt, ob der Stromverbrauch an einem Ladepunkt in Sondernetzentgelte und Besondere Ausgleichsregelung des EEG einbezogen werden kann oder wo genau der „energierechtliche Anknüpfungspunkt“ liegt.

Damit bietet die Handreichung eine erste Orientierung über Fallstricke rund um EEG-Umlage und Stromsteuerpflicht, kann aber eine Rechtsberatung im Einzelfall nicht ersetzen.

Das Merkblatt finden Sie hier.

Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Metropolregion Nürnberg

100.000 Euro: Aigner übergibt Förderbescheid | Elektromobilität

Ilse Aigner, Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, hat der N‑ERGIE Aktiengesellschaft den Förderbescheid aus dem Bayerischen Programm „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Bayern“ überreicht.

Bildquelle: N-Ergie AG

Mit rund 100.000 Euro fördert das Staatsministerium 22 Ladesäulen für Elektroautos, die die N‑ERGIE im nordbayerischen Raum errichten wird.

„Wir danken dem Ministerium für diese Unterstützung. Sie bestätigt unsere langjährige strategische Ausrichtung“, sagt Rainer Kleedörfer. „Elektromobilität trägt zum Erreichen der Klimaschutzziele bei und stärkt aufgrund ihrer Speicher- und Ladestruktur gleichzeitig eine dezentral ausgerichtete Energiewende. Deshalb bauen wir bereits seit vielen Jahren die Ladeinfrastruktur in Nordbayern aus. Dank der Fördersumme können wir die Elektromobilität noch schneller voranbringen.“

Bereits rund 170 öffentliche Lademöglichkeiten

Die N‑ERGIE begann 2010 damit, Ladesäulen für Elektroautos aufzubauen. Gemeinsam mit ihren kommunalen Partnern ging sie in Vorleistung, um mit der passenden Infrastruktur die Verbreitung von Elektroautos zu unterstützen und damit die Mobilitätswende anzuschieben.

Seitdem richtete die N‑ERGIE in Nordbayern bereits rund 170 Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum ein. Mithilfe der Fördermittel des Freistaats kommen 22 neue öffentliche Ladesäulen mit jeweils zwei Lademöglichkeiten dazu.

Zusätzlich zum Aufbau einer einheitlichen und flächendeckenden Ladeinfrastruktur in Nordbayern stellt die N‑ERGIE ihren Fuhrpark sukzessive auf Elektrofahrzeuge um: Bis zum Jahresende 2017 setzt die N‑ERGIE 100 Elektroautos für Dienstfahrten ein und verfügt dann über eine der größten rein elektrisch betriebenen Flotten.

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Sechs Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an der Univ. Erlangen-Nürnberg

Sommer ist an der FAU ein besonderes Pilotprojekt angelaufen: Am Lehrstuhl für Laserphysik der FAU wurde eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge errichtet, die von Mitarbeitern und Studierenden der FAU zunächst für ein Jahr testweise genutzt werden konnte. Nach erfolgreichem Testbetrieb stehen nun zukünftig insgesamt sechs solcher Stromtankstellen zur Verfügung: In der Martensstraße, der Immerwahrstraße und der Staudtstraße in Erlangen (zur Karte). Dort können Beschäftigte und Studierende der FAU ihr Elektrofahrzeug während der Arbeitszeit oder dem Seminar kostenlos aufladen.

Am 15. Dezember wurden die E-Ladestation im Beisein von Staatsminister Joachim Herrmann sowie dem Erlanger Stadtrat Anton Salzbrunn feierlich eingeweiht. „Wir brauchen ein flächendeckendes Angebot an Ladesäulen, damit möglichst viele auf Elektroautos umsteigen“, erklärte Herrmann. „Mit Hilfe von Elektromobilität können wir Schadstoff-Emissionen senken und gerade in den Städten die Luftqualität entscheidend verbessern.“

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E-Mobilität in Bayern – Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann treibt flächendeckendes Netz von Lade-Infrastruktur voran: Bayernweit an jeder Behörde mindestens eine Lademöglichkeit

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat heute gemeinsam mit dem Dekan der Technischen Fakultät, Prof. Dr. Reinhard Lerch, eine Ladesäule auf dem Campus der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen feierlich in Betrieb genommen. Die E-Ladestation in Erlangen ist eine von 190 Ladestationen in Bayern, die unter Federführung des Innenministeriums realisiert werden. „Wir brauchen ein flächendeckendes Angebot an Ladesäulen, damit möglichst viele auf Elektroautos umsteigen“, erklärte Herrmann. „Mit Hilfe von Elektromobilität können wir Schadstoff-Emissionen senken und gerade in den Städten die Luftqualität entscheidend verbessern.“

Für den Freistaat ist deshalb der Bau von Ladesäulen laut Herrmann ein wichtiges Zukunftsthema: „Wir haben hierfür in den Jahren 2016 und 2017 960.000 Euro in die Infrastruktur für Elektromobilität investiert. Viele weitere Stationen an Parkplätzen von Behörden sind geplant. In allen 71 Landkreisen und 25 kreisfreien Städten Bayerns soll an mindestens einem Behördenstandort eine Lademöglichkeit vorhanden sein. Diese dürfen auch von Besuchern der Behörden kostenfrei genutzt werden.“

Herrmann hat sich auf Bundesebene schon früh auch für den Ausbau von Ladestationen an bewirtschafteten Tank- und Raststätten eingesetzt. „Nur wenn wir auch auf der Langstrecke eine durchgängige Infrastruktur bereitstellen, findet die Elektromobilität Akzeptanz in der breiten Bevölkerung“, sagte Herrmann. Bis Ende des Jahres 2017 sollen laut Herrmann alle Rastanlagen in Bayern ausgerüstet sein.

Für Herrmann sind E-Autos nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer modernen Mobilität. Herrmann: „Wir brauchen einen Mix aus unterschiedlichen Mobilitätsangeboten. Dazu gehört die Elektromobilität auf der Straße und Schiene ebenso dazu, wie der Ausbau von Fahrradwegen. Auch das ÖPNV-Netz wollen wir weiter ausbauen.“ Damit Bahnfahren noch attraktiver wird, will Herrmann außerdem das Park&Ride System verbessern. „Wir können nicht nur auf Individualverkehr setzen. Wir müssen die Infrastruktur auf allen Ebenen ausbauen, damit es nicht zum Verkehrskollaps kommt“, sagte Herrmann.

eLadestationen in der IHK-Akademie Mittelfranken

Unter Strom: Autos an der „Tankstelle“ im Parkhaus der IHK-Akademie.

Im Parkhaus der IHK-Akademie Mittelfranken können Dozenten und Lehrgangsteilnehmer seit Kurzem Strom tanken: An zwei Ladestationen mit je elf Kilowatt können sie ihre Elektroautos aufladen.

Die Ladestationen sind mit Typ-2-Steckern ausgestattet, mit der auch Hybrid-Autos („Plug-in-Hybride“) aufgeladen werden können. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren in Deutschland Anfang 2017 rund 34 000 Elektroautos und 7 900 Ladestationen registriert.

Source: WIM 12