Nürnberg: Pilotprojekt mit autonomen Fahrzeugen

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Das Testfahrzeug: Ein automatisierter „Wiesel“ auf dem DB-Schenker-Areal.
Immer mehr Paketsendungen durch immer mehr Internet-Bestellungen stellen die Logistikbranche vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wird es immer schwerer, geeignete Fachkräfte zu finden.

Vor diesem Hintergrund hat der Transport- und Logistikdienstleister DB Schenker am Nürnberger Standort den nach eigenen Angaben weltweit ersten Pilotversuch mit einem autonomen Spezialfahrzeug bei einem Logistiker vorgestellt.

An der Niederlassung im Nürnberger Hafen werden pro Tag rund 2 500 Tonnen Sendungen per Lkw sowie See- und Luftfracht in alle Welt versandt. Sogenannte Wechselbrücken bewegen täglich 1 100 Container auf dem Areal hin und her. Den Transport der Container übernimmt ein Spezialfahrzeug, das sogenannte „Wiesel“. Für das Pilotprojekt wurden vier der Fahrzeuge mit viel Zusatztechnik so ausgerüstet, dass sie auf dem Areal mit 130 Laderampen autonom unterwegs sein können. Die automatisierten „Wiesel“ sollen in der Pilotphase zeigen, ob der Betrieb damit wirtschaftlicher und effizienter werden kann. Funktioniert die Testphase gut und rechnet sich die Anschaffung, könnten bald in allen 420 Schenker-Standorten automatisierte Wiesel zum Einsatz kommen. Mehr unter:www.dbschenker.com/de

DIHK-Studie: Autonomes Fahren zügig vorantreiben

Automatisiertes und am Ende der Entwicklung autonomes Fahren bringt
allen Unternehmen spürbare Vorteile. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie-
und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Studie. „Der Straßenverkehr
wird kostengünstiger, zuverlässiger, sicherer und umweltfreundlicher“, fasste
DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Ergebnisse der KE-Consult-
Untersuchung „Autonomes Fahren“ zusammen. „Touren können optimiert,
Waren schneller und pünktlicher zum Kunden gebracht werden.“ Der DIHK plädiert
deshalb dafür, die Technologie zügig voranzutreiben. „Deutschland hat das
Know-how, um bei der Entwicklung und Einführung dieser neuen Technik eine
Führungsposition einzunehmen“, zeigte sich Wansleben überzeugt.“ Allerdings
braucht die Wirtschaft hierfür die Unterstützung der Politik bei den Rahmenbedingungen
– beispielsweise über eine Anpassung der Straßenverkehrsordnung.“
Selbst bei „sehr vorsichtiger Schätzung“ verspreche die Studie für die deutsche
Volkswirtschaft bis 2030 positive Effekte von rund acht Milliarden Euro jährlich
aus der neuen Technologie; langfristig sei bei weiteren Fortschritten mit Kostensenkungen
von mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr zu rechnen.

Quelle: DIHK

Schaeffler kauft „Drive-by-wire“-Technologie

Schaeffler und Paravan etablieren Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG

  • Gemeinschaftsunternehmen übernimmt „Drive-by-wire“-Technologie SPACE DRIVE von Paravan und Mover-Aktivitäten von Schaeffler
  • Paravan-Gründer Roland Arnold wird Vorsitzender der Geschäftsführung
  • „Drive-by-wire“ ist Schlüsseltechnologie für stark wachsenden Zukunftsmarkt „Autonomes Fahren“
  • Schaeffler entwickelt Unternehmensbereich Chassis zum Fahrwerksystem-Integrator weiter

Die Schaeffler Gruppe hat in Zusammenarbeit mit Herrn Roland Arnold und der Paravan GmbH eine Grundlagenvereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures erarbeitet, die heute unterzeichnet wurde. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Der Gegenstand des Joint Ventures, das als Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG firmieren wird, ist die Weiterentwicklung der „Drive-by-wire“-Technologie SPACE DRIVE sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Mobilitätssystemen. Das Joint Venture erwirbt hierzu die SPACE DRIVE-Technologie der Paravan GmbH. Die Schaeffler Technologies AG & Co. KG wird 90 Prozent der Anteile des neuen Unternehmens halten. SPACE DRIVE steht für eine Technologie, die die Paravan GmbH ursprünglich für Menschen mit körperlicher Behinderung entwickelt hat, um ihnen die absolut zuverlässige Steuerung eines Fahrzeuges vollständig elektronisch zu ermöglichen.

Foto: Schaeffler – BU: „Schaeffler Mover“: Das kleine und sehr wendige Fahrzeugkonzept ist rein elektrisch betrieben und kann – mit verschiedenen Aufbauten versehen – in urbanen Räumen für flexible ransportaufgaben eingesetzt werden.

Kernelement von SPACE DRIVE, einer führenden „Drive-by-wire“-Technologie, ist neben der Fahr- und Bremsbetätigung vor allem die so genannte „Steer-by-wire“-Funktion (wörtlich übersetzt „Lenken-via-Kabel“), welche die Spurführung des Fahrzeugs zuverlässig und rein über elektronische Stellsignale ermöglicht. Das Lenkrad und die mechanische Verbindung der Lenksäule können also vollständig entfallen. „Steer-by-wire“ ist eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren, welches insbesondere auf eine sichere und hochzuverlässige Lenkfunktion angewiesen ist. Auch in Pkw, die nur temporär automatisiert fahren, entstehen allein durch den Wegfall der Lenksäule völlig neue Möglichkeiten für die konzeptionelle Ausgestaltung der Fahrzeuge und ihrer Innenräume. SPACE DRIVE ist dreifach redundant und erfüllt als einzige Systemlösung weltweit derzeit die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen, insbesondere den anspruchsvollen funktionalen Sicherheitsstandard ISO 26262 ASIL D. Es besitzt damit als einziges System seiner Art weltweite Straßenzulassungen und gleichzeitig das Potenzial, auch in der automobilen Großserie technisch und kommerziell wettbewerbsfähig zu sein. Die SPACE DRIVE-Lösung kann zudem über 500 Millionen Kilometer unfallfreie Fahrerfahrung aufweisen.

Die Geschäftsführung des neuen Gemeinschaftsunternehmens, das seinen operativen Sitz in Aichelau und Herzogenaurach haben wird, werden Paravan-Gründer Roland Arnold als Vorsitzender sowie Schaeffler-Fahrwerkchef Dr.-Ing. Dirk Kesselgruber und ein weiterer noch zu bestimmender Mitarbeiter der Schaeffler Gruppe übernehmen.

„Wir freuen uns sehr und sind stolz darauf, dass wir mit Herrn Arnold einen kompetenten und erfolgreichen Partner für eine wegweisende Zusammenarbeit gewinnen konnten. Für Schaeffler ist die heute getroffene Vereinbarung ein Meilenstein“, sagt Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und Vorstand Technologie der Schaeffler AG. „Mit dem Erwerb der erprobten ‚Drive-by-wire‘-Technologie erschließen wir der Schaeffler Gruppe eine Schlüsseltechnologie, die es uns ermöglichen wird, den Unternehmensbereich Chassis zu einem ‚Fahrwerksystem-Integrator‘ zu entwickeln. Der Bereich ‚Rolling Chassis‘ ist für Schaeffler die entscheidende Möglichkeit, ausgehend von seinen Kernkompetenzen, im stark wachsenden Zukunftsmarkt ‚Autonomes Fahren‘ technologisch Fuß zu fassen und so die Diversifikation zwischen Powertrain und Chassis voranzutreiben. Daher ist die heute vereinbarte Transaktion für Schaeffler ein weiterer wichtiger Schritt im Rahmen der Umsetzung seiner Strategie ‚Mobilität für morgen‘.“

Die SPACE DRIVE-Technologie und die entsprechenden Kompetenzen im Bereich Funktionssicherheit mit hochzuverlässigen Elektroniken ergänzen Schaefflers mechatronische Kompetenzen und beschleunigen die Entwicklung zukünftiger „By-wire“-Lenksysteme, insbesondere durch Know-how im Bereich Systems Engineering, Elektronik und Funktionssoftware.

Eine besondere Rolle kommt in dem neuen Joint Venture dem „Schaeffler Mover“ zu, den die Schaeffler Gruppe in das neue Unternehmen einbringt.  Das kleine und sehr wendige Fahrzeugkonzept ist rein elektrisch betrieben und kann – mit verschiedenen Aufbauten versehen – in urbanen Räumen für flexible Transportaufgaben eingesetzt werden. Schaeffler hat den Mover auf der diesjährigen Hauptversammlung im April erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

„Mit dem ‚Schaeffler Mover‘ demonstrieren wir unseren Anspruch, ein innovativer Partner im Bereich mechatronischer Fahrwerksysteme zu werden und diese Rolle bis hin zum ‚Rolling Chassis‘ weiter auszubauen, wo wir uns mittelfristig als einer der führenden Anbieter positionieren wollen. Der Schaeffler Mover dient uns hierbei in erster Linie als Entwicklungsplattform, um zukünftige Produkte für Fahrzeughersteller zu entwickeln und zu industrialisieren. Als funktionssicheres und zuverlässiges Fundament für diese Produkte werden wir SPACE DRIVE im Rahmen des Joint Ventures konsequent und entsprechend zukünftiger Kundenanforderungen weiterentwickeln. Auch ganze Fahrplattformen für Logistik- und Serviceunternehmen sind in Zukunft denkbar“, sagt Dr.-Ing. Dirk Kesselgruber.

„Schaeffler ist aus meiner Sicht der ideale Partner, um die einzigartige Technologie SPACE DRIVE weiterzuentwickeln, zu skalieren und zu industrialisieren“, sagt Roland Arnold. „Das Unternehmen verfügt über umfassendes technisches Know-how, ganz besonders auch in den zukunftsträchtigen Bereichen Mechatronik und mechanische Aktorik. Besonders wichtig ist für mich bei diesem Schritt aber auch der kulturelle Aspekt, denn beide Partner haben das Selbstverständnis von Familienunternehmen. Und schließlich werden auch die Paravan GmbH und deren Kunden von der heute vereinbarten Zusammenarbeit profitieren.“

Bekanntmachung „Künstliche Intelligenz – Autonome Mobilität“ im Rahmen des Masterplans Bayern Digital II der Bayerischen Staatsregierung

Mit der Initiative Künstliche Intelligenz – Autonome Mobilität fördert das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie (StMWi) Innovationen auf den Gebieten Künstliche Intelligenz (KI) und Data-Science in Anwendungsbereichen wie Mobilität oder Logistik, welche die Digitalisierung in Bayern vorantreiben und die Bewältigung zukünftiger, gesellschaftlicher Herausforderungen unterstützen.

Ein Projektkonsortium muss aus mindestens zwei Partnern bestehen, wobei mindestens ein Unternehmen beteiligt sein muss. Die Beteiligung von Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist möglich. Es werden ausschließlich Arbeiten gefördert, die in Bayern durchgeführt werden. KMU werden im Besonderen zur Einreichung von Projektskizzen ermutigt. Die angestrebte maximale Projektlaufzeit erstreckt sich bis Ende 2021. Projektvorschläge können ab sofort und bis zum Stichtag 15.09.2018 über das folgende Internetportal eingereicht werden:
https://www.vdivde-it.de/submission/bekanntmachungen/ki-autonome-mobilitaet-bayern

Ein Projektvorschlag besteht aus einer Projektskizze mit einer maximalen Länge von 15 Seiten und dem Formular „Angaben zu Unternehmen“, das betriebswirtschaftliche Angaben zum jeweiligen Unternehmen sowie dessen Verwertungsperspektiven enthält.

Mehr unter…

Video: Autonomes Fahren & Künstliche Intelligenz

Am 31. Mai 2018 zeigte SAT1 Bayern eine Dokumentation zum Themenbereich „Autonomes Fahren & Künstliche Intelligenz“. Mit dabei war fortiss mit dem vom Bundesverkehrsministerium (Stichwort: Digitale Testfelder) geförderten Projekt „Providentia“. Das Video finden Sie hier.

Hintergrund Providentia:
Im Projekt Providentia wir eine neue Softwareumgebung entwickelt, die  die Vorausschau auf den Verkehr auf der A9 (Abschnitt Garching) in Echtzeit und den digitalen Zwilling dieses Abschnitts für konventionelle und hochautomatisierte Fahrzeuge ermöglichen soll.
fortiss ist Konsortialführer bei diesem Projekt, an dem u.a. BMW, Telekom, Rohde & Schwarz, Huawei u.a. beteiligt sind.

Weitere Informationen zum Providentia-Projekt finden Sie unter
https://www.fortiss.org/forschung/projekte/providentia/

 

 

Siemens übernimmt niederländisches Simulations-Startup  Tass (Helmond)

Der deutsche Automobil-Zulieferer will sich im Bereich des autonomen Fahrens stärken und kauft das niederländische Startup Tass, das Autocrashs simuliert.

Mobilitäts-Startups sind gerade heiße Kandidaten für Übernahmen durch Konzerne. Nachdem die deutschen Autobauer lange gezögert haben, in junge Technologie-Unternehmen zu investieren, sitzt nun das Geld bei BMW, Daimler und Siemens lockerer. So hat der Münchner Automobil-Zulieferer nun angekündigt, auch das niederländische Startup Tass für eine ungenannte Summe komplett zu übernehmen.

Die Niederländer konzentrieren sich auf die Entwicklung von autonomem Fahren, Fahrerassistenzsystemen sowie Reifenmodellierung. Dafür entwickelt Tass Simulationssoftware, die Autounfälle und deren Folgen auf den menschlichen Körper berechnet. Mit 200 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen zuletzt einen Jahresumsatz von rund 27 Millionen Euro.

Source: ngin-mobility.com

Die Firma Tass hat Ihren Sitz am Automotive Campus in Heldmond in der niederländischen Region Brabant.

Datensammler bei E-Mobilen: Hersteller gehen unterschiedlich mit sensiblen Informationen um.

Vernetzte Fahrzeuge hinterlassen überall Datenspuren. Das gilt vor allem für Elektromobile, wie ein Vergleich der VDI nachrichten zeigt.

 

Sieben beliebte Elektrofahrzeuge, sieben Automobilhersteller und sieben verschiedene Arten mit Daten umzugehen. So lautet das Resümee eines Vergleichs der VDI nachrichten. Die Redaktion hat dafür die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Datenschutzbestimmungen und Werbeaussagen der Hersteller gegenübergestellt. E-Mobile nutzen die Vernetzung am stärksten. Onlinedienste unterstützen hier nicht nur Assistenz- und Navigationssysteme, sondern oft auch das Batteriemanagement.

 

Einen Vergleich der Fahrzeuge und der erfassten Daten finden Sie hier: http://www.vdi-nachrichten.com/Fokus/Der-Spion-in-deinem-E-Mobil

Source: www.vdi-nachrichten.com

Leoni: Bordnetze für Autonomes Fahre (IAA2017)

Steigende Sicherheitsanforderungen für elektrische Bauteile – Modularer Vollautomat bis 2020 in Planung – Zusammenarbeit von Mensch und Roboter

Nürnberg – Der Trend der Digitalisierung ermöglicht das Autonome Fahren und bringt damit auch Entwicklung und Fertigung von Bordnetz-Systemen voran. Schon heute vernetzt Leoni Maschinen in Produktionswerken, nutzt die virtuelle Realität zur Verbesserung der Effizienz oder setzt kollaborierende Roboter für die Fertigung von Kabelsätzen ein. Auf der IAA (Stand D40, Halle 4.1.) stellt der führende europäische Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche und weitere Industrien, seine Zukunftslösungen für eine stärker automatisierte und roboter-gestützte Fertigung von Bordnetz-Systemen vor.

Leoni fertigt Aluminium-Stromschienen (Busbars) in Osteuropa bereits vollautomatisch: Im Jahr 2017 kam die zweite mannlose Fertigungszelle hinzu. (Bildquelle: LEONI)

Bereits seit 2014 fertigt Leoni Teilkabelsätze vollautomatisch. Hierbei werden Maschinen eingesetzt, die Leitungen ablängen, Kontaktteile anschlagen und in die dafür vorgesehenen Gehäuse einstecken. Auch Stromverteiler, wie z.B. Sicherungs- und Relaisboxen werden schon automatisiert produziert: Seit 2015 verfügt Leoni zudem über eine vollautomatische Fertigung für Stromschienen (Busbars), die die herkömmliche Unterflur-Batterieleitung ersetzen. Auch die Verarbeitung biegeschlaffer Leitungen auf einem Vollautomaten befindet sich bei Leoni in Serie.

Bis 2020 plant Leoni, die vollautomatisierte Montage kleinerer Leitungssätze: Die Fertigungszelle eignet sich vor allem für sogenannte HaF- oder HaD-Leitungssätze – speziell für die Anforderungen an das Autonome Fahren.

Höhere Anforderungen an Datenleitungen und Kabelsätze

Autonom fahrende Autos werden den Trend zu mehr Sicherheits- und Assistenz-Systemen weiter beschleunigen. Auch die Vernetzung zwischen einzelnen Fahrzeugen sowie die Verbindung zwischen Autos und deren Umgebung nimmt zu. Die steigende Datenrate bei der Datenübertragung in künftigen Fahrzeugen stellt jedoch auch höhere Anforderungen an die Konfektion der Leitungen: Datenprotokolle und Sonderleitungen lassen sich nur sehr aufwendig manuell produzieren. Die Folge: Die automatische Fertigung von Datenleitungen wird sich zum Standard entwickeln. Einen hohen Anteil könnten dabei die Koax- bzw. Mini-Koax-Verbindungen darstellen. Auch hier produziert Leoni bereits vollautomatisch und konfektioniert Fakra-Leitungen.

Aber auch die Sicherheitsanforderungen an einzelne Produkte steigen: Neben niedrigen Ausfallraten fordern Automobilhersteller vermehrt eine Prozessüberwachung, die neben der Crimp-Kraft auch weitere Prozessparameter, wie z.B. die Bestückungskraft dokumentiert. Möglich ist das nach heutigem Stand der Technik nur durch eine automatisierte Fertigung.

Elektromobilität als Treiber der automatisierten Fertigung

Auch im Bereich der Elektromobilität gewinnt das Thema Automatisierung an Bedeutung: Bisher war die Produktentwicklung für die Elektromobilität eher auf kleinere Stückzahlen ausgelegt; eine automatische Fertigung bisher undenkbar. Doch gerade hier findet nun ein Umdenken der Komponentenhersteller statt: Leoni entwickelt bereits Lösungen, die sowohl für die Bauteile als auch die Fertigung optimiert sind. Erste Maschinenlösungen sind einsatzbereit.

Cobots in der Erprobung: Mensch und Roboter Hand in Hand

Derzeit laufen bei Leoni Versuche mit kollaborierenden Robotern: Dabei wird zum Beispiel deren Einsatz im Bereich der Leitungsvorbereitung getestet. Erste Beobachtungen zeigen: Die Zusammenarbeit mit dem Roboter entlastet den Mitarbeiter in der Produktion und steigert die Effizienz.

Ein weiterer Automatisierungsschritt betrifft den Warentransport mithilfe eines führerlosen Transportfahrzeugs ins Fertigwarenlager. Dort übernimmt ein Roboter die Ware und lagert diese in einem Hochregallager. Die Entnahme erfolgt anschließend sequenziert in der vom Kunden bestellten Reihenfolge. In Shanghai, China, ist dieses Verfahren bereits in Serienanwendung.

Bosch bejubelt Durchbruch beim autonomen Fahren

Bosch und der Karten-Spezialist Tomtom haben ein System entwickelt, mit dem Autos auf wenige Zentimeter genau ihre Position auf der Straße bestimmen können. Ein nach eigener Darstellung technologischer Durchbruch.

Die Idee ist, die Karten mit einer „Lokalisierungsschicht“ aus Radarsignaturen von Objekten in der Umgebung zu versehen. Die Sensoren der Autos sollen ihre aktuellen Daten damit vergleichen und so den Aufenthaltsort feststellen.

Source: t3n.de

» Elektrobit: Neue Softwaremodule für die Entwicklung automatisierter Fahrsysteme

Die Conti-Tochter Elektrobit stellt mit Grid Fusion, Path Planning, Positioning und Safety Management gleich vier neue Module für das EB robinos-Produktportfolio vor. Auf Basis dieser Module können Automobilhersteller und Zulieferer automatisierte Fahrfunktionen wie automatisiertes Parken, automatisierte Autobahnfahrten oder Spurhalteassistenten entwickeln.

Source: intellicar.de