Call für Fördermittel: IT-Security für Mobilität – Zentrum Digitalisierung Bayern (Frist 25.6.18)

Ausschreibung von IuK-Bayern Förderprojekten zu den zwei Schwerpunktthemen
1) Werkzeuge und Methoden des Digital Engineering
2) IT-Security in Energie, Gesundheit, Mobilität, Produktion und Engineering

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bis zum 25.06.2018 können Projektskizzen bei der Geschäftsstelle ZD.B in Form eine s einzigen PDF-Dokuments eingereicht werden. Bitte verwenden Sie hierzu die Mailadresse projektantrag@zd-b.de und den Betreff „Projektantrag_Titel_ZD.B“.

ZF kooperiert mit der Universität Bayreuth

  • Gemeinsame Grundlagenforschung mit dem Lehrstuhl für Mechatronik
  • Ziel: Den Wirkungsgrad elektrischer Antriebssysteme weiter verbessern und die Elektromobilität effizienter machen

Auerbach / Opf., März 2018 – Die ZF Friedrichshafen AG vertieft ihre Kooperation mit dem Lehrstuhl für Mechatronik der Universität Bayreuth. Im Zentrum der gemeinsamen Forschungsaktivitäten steht die Leistungselektronik für elektrische Antriebe. Sie gehört zusammen mit der Batterie und dem Elektromotor zu den Schlüsselkomponenten elektrischer Antriebe.

ZF kooperiert mit der Universität Bayreuth

Bildquelle ZF

Der Automobilzulieferer hat dazu ein neues Büro in den Räumlichkeiten der Neuen Materialien Bayreuth GmbH eröffnet. Ein sechsköpfiges Team der Vorentwicklung um Dr. Marco Denk entwickelt dort Lösungen und Konzepte in Richtung Serienreife. So arbeitet man beispielsweise an einer Halbleiter-Temperaturmessung in Echtzeit für eine maßgeschneiderte Auslegung von Leistungselektroniken. Ziel ist es Zuverlässigkeit, Bauraum, Integrationsfähigkeit und damit die Kosten dieser Komponente zu verbessern.

Die Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Mechatronik steuert dafür Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung bei. Drei Doktoranden werden seitens ZF durch eine Förderung ihrer Promotionsstellen unterstützt. Die in der gemeinsamen Forschung erarbeiteten Lösungen bilden die Grundlage um den Wirkungsgrad elektrischer Antriebssysteme weiter zu verbessern und die Elektromobilität effizienter zu machen.

Harald Deiss, Leiter des ZF-Geschäftsfelds Elektronische Systeme mit Hauptsitz Auerbach und Zweigstelle Bayreuth, kommentiert: „Wir sind sehr froh, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth weiter intensivieren zu können. Als global agierender Automobilzulieferer, der hier seit vielen Jahren in der Region verwurzelt ist, schätzen wir die lokale Innovationskraft sowie das Engagement der Mitarbeiter und freuen uns durch den Aufbau von Know-how und Kompetenzen auch einen wesentlichen Betrag zur Stärkung der Standorte Auerbach und Bayreuth zu schaffen.“

Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth erklärt: „Mit einer solchen Kooperation erhalten unsere Forscher und Forscherinnen eine gute Möglichkeit zu erfahren und zu erleben, wo die Anforderungen der Unternehmen und die Herausforderungen liegen. Es ist eine hervorragende Konstellation, um auf dem Gebiet der Elektromobilität mit einem starken Partner Forschung an der Spitze der Technik zu leisten. Nicht zu unterschätzen ist der Aspekt, dass ein Weltunternehmen wie die ZF-Friedrichshafen AG auch ein interessanter Arbeitgeber für die Absolventen unserer Universität ist. Wir als Uni Bayreuth können sagen: Die enge Kooperation mit Unternehmen hat bisher stets zu beiderseitigem Erfolg geführt.“

Die Verbindung der ZF-Friedrichshafen AG zum Lehrstuhl für Mechatronik der Universität Bayreuth besteht seit 2012. Bisher hat man sich mit der gemeinsamen Untersuchung der Eigenschaften neuer Halbleitermaterialien wie Siliziumkarbid beschäftigt, ein Thema unter vielen anderen das auch für die Zukunft noch viel Potential bietet.

Quelle.

FuE Projekt Mobilität digital Hochfranken – MobiDig

Die Versorgung von eher ländlich geprägten, peripheren Regionen mit entsprechenden Mobilitätsangeboten wird zukünftig eine der großen Herausforderungen der Verkehrspolitik sein. Darüber hinaus ändert sich in vielen Gebieten Deutschlands die Altersstruktur in den nächsten Jahren sehr. Es wird mehr ältere Menschen geben. Attraktive und dennoch wirtschaftlich tragbare mobile Angebote in Regionen, die der demographische Wandel besonders trifft, sind daher unverzichtbar. Sie sind Voraussetzung für die Erreichbarkeit von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, den Zugang zu adäquater Pflege und medizinischer Versorgung, zu Einkaufs- und Freizeitangeboten sowie der Erhaltung sozialer Kontakte.

Projektziel

Das Vorhaben hat insbesondere das Ziel, die Mobilität im ländlichen Raum wirtschaftlicher, attraktiver und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den digitalen Standort Deutschland durch neue Lösungen für die Datennutzung zu stärken. Im Vorhaben wird der Einsatz digitaler Datenressourcen für ein innovatives, umfassendes Mobilitätsmodell am Beispielfall der Region Hochfranken konzeptionell entwickelt, experimentell getestet und evaluiert.

Mehr unter: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/mfund-projekte/mobilitaet-digital-hochfranken-mobidig.html

Das Technologietransferzentrum in Bad Neustadt erhält Fördermittel des BMBF

Beschaffung einer Batterieprüfanlage, um Alterungstests an Modulen mit Balancierungssystemen durchführen zu können

Im Rahmen der Fördermaßnahme „FHInvest“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (Fach-) Hochschulen, die ihr Forschungsprofil bzw. einen Forschungsschwerpunkt mit Hilfe von Investitionsprojekten zur Bereitstellung und Anwendung von Forschungsgeräten, Forschungsanlagen oder Demonstratoren ausbauen wollen: Das Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ-EMO) mit Sitz in Bad Neustadt / Saale hat für sein Projekt „Batterieprüfanlage für Echtzeitmessung an Batteriesystemen hoher Leistung für die digitalisierte Produktion von morgen“ eine Projektförderung von ca. 350.000 Euro sowie 70.000 Euro Projektpauschale erhalten. Mit den Fördermaßnahmen des Ministeriums soll die Attraktivität der Ausbildung forschungsintensiver, qualifizierter Fachkräfte gestärkt werden, sie dienen der Verbesserung der Forschungskooperationen insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen und steigern die Wettbewerbsfähigkeit der (Fach-) Hochschulen.

Mit dem TTZ-EMO-Projekt kann die in den letzten fünf Jahren aufgebaute Kompetenz in der Batteriesystemtechnik messtechnisch für den Bereich Traktionsbatterien und Hausspeicher mit einem Prüfstand aufgerüstet werden. Vorgesehen ist die Beschaffung einer Batterieprüfanlage, um Alterungstests an kompletten Modulen mit selbst entwickelten Balancierungssystemen durchführen zu können. Hierbei sollen Untersuchungen durchgeführt und grundlegende Schaltungen unter realen Bedingungen bestätigt und getestet werden. Der Prüfstand wird in den Forschungsprojekten eine zentrale Rolle spielen. Die erhobenen Daten gehen als „Feedback“ in die Produktion und Wartung ein, um die Herstellung neuer Batteriesysteme anhand dieser Erkenntnisse anzupassen und zu optimieren.

Akkumulatorsysteme unterliegen Alterungsprozessen, die sich in der Abnahme der nutzbaren Energie bzw. der Kapazität sowie im Innenwiderstand widerspiegelt. Diese Alterung unterliegt vielen Faktoren wie z.B. den verwendeten Materialien und deren Qualität, der Herstellprozesse, der thermischen und elektrischen Belastung im Betrieb sowie dem kalendarischen Alter. Durch diese Abhängigkeiten ist die Alterung von Batteriezellen weder vorhersagbar, noch lässt sie sich abschätzen. Die geplante Batterieprüfanlage zur Echtzeitmessung der Batteriezellparameter ermöglicht die beschleunigte Erhebung von Informationen unter Berücksichtigung bisher nicht untersuchbarer, erst im Gesamtverbund eines großen Batteriesystems auftretender Effekte. Diese Daten sind die Grundbedingung für die Entwicklung und Verifizierung eines effizienten Batteriemanagementsystems.

Quelle.

Innovative Antriebsmaschinen für die Elektromobilität

Forschungsprojekt der TH Nürnberg gewährleistet störungsfreien Betrieb von Elektromotoren

  • Foto: Stefan Köhler (TH Nürnberg)

Gehört die Zukunft der Elektromobilität? Die zeitnahe Entwicklung von effizienten, sicheren und wirtschaftlich herstellbaren Technologien wird für den Markterfolg in der Automobilindustrie und bei den Kunden entscheidend sein. Das Team um Prof. Dr.-Ing. Bernhard Wagner von der TH Nürnberg forscht an Schätzmethoden des Rotorzustands von fremderregten Synchronmaschinen, mit dem Ziel, den störungsfreien Betrieb von Elektromotoren sicherzustellen – ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung innovativer und effizienter Antriebsmaschinen für Elektromotoren. Die Staedtler-Stiftung fördert das Projekt mit 40.000 Euro.

Die Forschung in der Elektromobilität startete in den letzten Jahren durch, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln immer neuere und effizientere Technologien für die ökologisch nachhaltigen Fahrzeuge. Mit der Energiewende wird die Nachfrage nach umweltfreundlichen Lösungen in allen Bereichen der Technik immer größer.

Ob die Zukunft auf dem Mobilitätsmarkt der Elektromobilität gehört, entscheidet sich an der Entwicklung effizienterer und zugleich sicherer Systeme.
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Wagner von der Fakultät Elektrotechnik Feinwerktechnik Informationstechnik (efi) der TH Nürnberg forscht mit seinem Team an der Optimierung von Schätzungsmethoden des Rotorzustands für einen in der Elektromobilität sehr interessanten Motortypen, der fremderregten Synchronmaschine. Das Hauptziel des Projekts ist es, den störungsfreien Betrieb von Elektromotoren sicherzustellen – ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Weiterentwicklung der Elektromobilität. In seinem Projekt „Rotorzustandsschätzung für fremderregte Synchronmaschinen“ entwickelt Prof. Dr.-Ing. Bernhard Wagner mit seinem Team dazu neue technologische Ansätze.
In der Elektromobilität werden derzeit vor allem permanenterregte Synchronmaschinen oder Asynchronmaschinen eingesetzt. Beide Antriebskonzepte weisen Vor- und Nachteile auf: Die permanenterregten Synchronmaschinen haben eine hohe Leistungsdichte und einen günstigen Wirkungsgrad. Sie benötigen jedoch aufwendige Elektronik, um Ausfälle zu verhindern, und Seltene-Erde-Magnete, die sehr teuer und endlich in ihrer Verfügbarkeit sind.

Die Asynchronmaschinen sind sehr robust, sicher im Betrieb und enthalten keine Seltenen Erden. Allerdings weisen ihr Wirkungsgrad und ihre Leistungsdichte ein ungünstigeres Profil auf als die permanenterregten Synchronmaschinen.
„Ich arbeite seit einigen Jahren am optimierten Betrieb von fremderregten Synchronmaschinen, um so den Weg für eine innovative und zukunftsorientierte Elektromobilität zu öffnen“, so Prof. Dr.-Ing. Bernhard Wagner. Fremderregte Synchronmaschinen kommen ohne Seltene-Erden-Magnete aus, mit einem hohen Wirkungsgrad verbinden sie die Vorteile der bereits bekannten Antriebskonzepte.
Bei fremderregten Synchronmaschinen erfolgt die Energieübertragung üblicherweise mittels eines Schleifringsystems auf den Rotor, wodurch es zu mechanischem Verschleiß und durch den entstehenden Abrieb im Luftspalt zu Hochvolt-Isolationsproblemen kommen kann. Der Schleifring ist deshalb einer der größten Nachteile dieses interessanten Motortyps. In dem im Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossenen Forschungs-Verbundprojekt FORELMO, an dem die TH Nürnberg beteiligt war, wurde bereits ein kontaktloses Energieübertragungssystem entwickelt, das diese Nachteile der fremderregten Synchronmaschinen erfolgreich beseitigt. Durch das kontaktlose System können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Rotorstrom allerdings nicht direkt messen. „Wir nutzen mathematische Modelle und Berechnungsverfahren, um den Rotorstrom und den Rotorwiderstand aus anderen Messgrößen zu schätzen“, fasst Prof. Dr.-Ing. Bernhard Wagner den neuen technologischen Ansatz zusammen.

Die Kenntnis über den Rotorwiderstand gibt Aufschluss über die Wärmeentwicklung im Rotor und dient damit als Kenngröße für den Überhitzungsschutz. Mit einer noch präziseren Aussage über den Rotorwiderstand lässt sich die fremderregte Synchronmaschine effektiver nutzen, bei einem längeren Betrieb mit höherer Leistungsfähigkeit ohne Überhitzung.
„Die Verbesserungen der Schätzmethode sind ein weiterer Fortschritt, der die Attraktivität der fremderregten Synchronmaschinen für die Automobilbranche erhöht. Dies kann dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie zu steigern“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Bernhard Wagner.

Die Optimierung der Rotorzustandsschätzung ist ein neuer Forschungsansatz im hoch kompetitiven Forschungsfeld der Elektromobilität. Die Entwicklung innovativer und effizienter Antriebsmaschinen für Elektromotoren spielt eine große Rolle bei der Energiewende und im Klimaschutz. Das Projekt der TH Nürnberg leistet dafür einen wichtigen Beitrag und wird von der Staedtler-Stiftung mit 40.000 Euro gefördert.

Quelle.

3Ccar FuE-Projekt: Integrierte Komponenten zur Reduktion der Komplexität in kostengünstigen Elektrofahrzeugen

Motivation
Europa und vor allem Deutschland besitzen in der Mikroelektronik besondere Stärken auf den Gebieten Automobil-, Energie-, Industrie- und Sicherheitselektronik. Um die Mikroelektronikkompetenz im Hinblick auf eine breite Digitalisierung zu stärken, fördert die Europäische Kommission gemeinsam mit Mitgliedsstaaten in der Initiative ECSEL Forschungsvorhaben und Pilotlinien. Deutsche Schwerpunkte liegen dabei auf multifunktionalen Elektroniksystemen, energiesparender Leistungselektronik, Design komplexer Systeme sowie Produktionstechnologien.

 

Ziele und Vorgehen
Ziel des Forschungsvorhabens 3Ccar, in dem 11 deutsche Partner mit 38 europäischen Partnern zusammenarbeiten, ist eine Steigerung der Leistungsdichte, Effizienz und Zuverlässigkeit von Elektroniksystemen für Elektrofahrzeuge. Hierbei sollen die Funktionalität und der Integrationsgrad wichtiger Komponenten für die Einsatzbereiche Antrieb, Bordnetz und Energiespeicher gesteigert werden, beispielsweise durch den Einsatz neuer Halbleitermaterialien in der Leistungselektronik. Auf Systemebene wollen die Partner mit Hilfe optimierter elektrischer Netzarchitekturen und leistungsfähiger Steuergeräte gleichzeitig die Komplexität und den Entwicklungsaufwand senken.

 

Innovationen und Perspektiven
Die in 3Ccar erforschten Technologien können die Energieeffizienz und damit auch die Reichweite von Elektrofahrzeugen steigern und so die Akzeptanz und den Markterfolg der Elektromobilität erhöhen. Die angestrebte Systemvereinfachung ermöglicht deutschen Fahrzeugherstellern und Zulieferern zudem, Skalierungseffekte zu nutzen, Entwicklungsaufwände zu senken und so ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. Die im Projekt untersuchten zuverlässigen Systemdesigns könnten langfristig in weiteren Anwendungsbereichen mit höchsten Sicherheitsanforderungen, wie etwa der Luftfahrt, genutzt werden.

Europäische Partner
Österreich: AVL List GmbH, Infineon Technologies Austria AG, TTTEch Computertechnik AG, Kompetenzzentrum – Das Virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH, Technical University Graz, Tschechien: Brno University of Technology, Institut mikroelektronickych aplikaci s.r.o., ON Design Czech s.r.o., Frankreich: Valeo Equipements Electriques Moteur SAS, STMicroelectronics (Grand Ouest) SAS, Valeo Systèmes de Contrôle Moteur SAS, Commis-sariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives CEA, Hutchinson SA (assoziiert), Rumänien: Infineon Techno-logies Romania and Co. Societate in Comandita Simpla, Institutul National de Cercetare Dezvoltare Pentru Microtehnologie, Belgien: ON Semiconductor Belgium BVBA, Tenneco Automotive Europe BVBA, Vereinigtes Kö-nigreich: QinetiQ Limited, Niederlande: NXP Semiconductors Netherlands BV, Technische Universiteit Eindhoven, Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek, Lettland: Elektronikas un datorzinātņu institūts, Finnland: Teknologian tutkimuskeskus VTT, Murata Electronics Oy, Okmetic Oyj, Spanien: Fundación Tecnalia Research & Innovation, Advanced Automotive Antennas S.I., Fico Triad S.A., IXION Industry & Aerospace SL, Italien: Ideas & Motion S.r.l., Torino E-District Consorzio, Solbian Energie Alternative SRL, Consiglio Nazionale delle Ricerche, Interactive Fully Electrical Vehicles, University di Pisa, Litauen: Vilnius Gediminas Technical Universi-ty, UAB Metis Baltic

Source: www.elektronikforschung.de

Aus der Metropolregion Nürnberg sind das Fraunhofer IISB, die OTH Amberger sowie die SIEMENS AG beteiligt. Internationale Partner sind bspw. NXP Semiconductors Netherlands BV, und die Technische Universiteit Eindhoven.

FuE-Projekt: Elektronisches Längs- und Querführungssystem für automatisierte Fahrmanöver

Motivation
Intelligente und nachhaltige Mobilität ist ein zentrales Ziel der neuen Hightech-Strategie. Forschungsarbeiten zu Elektroniksystemen für die Elektromobilität sowie automatisiertes, elektrisches Fahren leisten hier wesentliche Beiträge. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge können gegenüber konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmaschinen bei automatisierten Fahrfunktionen, die deutlich über den Stand der Technik wie bspw. Einpark- oder Überholassistenten hinausgehen, spezifische Vor-teile bieten und durch ihre Leistungsfähigkeit überzeugen.

 

Ziele und Vorgehen
Das Projekt OmniSteer geht mit seiner Zielsetzung hinsichtlich neuartiger, automatisierter Fahrmanöver deutlich weiter als heutige Systeme. Durch die Integration des elektrischen Antriebs in die einzelnen Räder ergeben sich Vorteile, die bisher nicht realisiert werden konnten. Fahrmanöver in beengten Situationen werden so zeitlich wie auch energetisch effizienter. Beispielsweise im Zustelldienst kann der Zeit- und Energiebedarf deutlich reduziert werden, da sogar kontinuierlich aus der Fahrt heraus ein Einparken quer zur Fahrrichtung möglich ist (ominidirektional) und somit kleinste Parklücken effizient genutzt werden können.

Erst die Radintegration des elektrischen Antriebsstranges ermöglicht diese Innovation. Im Projekt entsteht ein verkleinertes Demonstrationsfahrzeug, das schnell und kostengünstig umgesetzt werden kann. Das Fahrzeug kann mit Sensoren das Umfeld erkennen, den bestmöglichen Fahrweg errechnen und dann Manöver eigenständig ausführen. Der Fahrer wird den Vorgang mit Hilfe einer eigens entwickelten Anzeige im Fahrzeug nachvollziehen können und behält so jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug.

Innovationen und Perspektiven
Die neuartige Kombination aus einzeln elektrisch angetriebenen und lenkbaren Rädern führt zu völlig neuen automatisierten Fahrfunktionen, welche die Manövrierfähigkeit und somit das Leistungsspektrum von Fahrzeugen erhöht. Darüber hinaus werden Energie- und somit die Betriebskosten gesenkt. Mit innovativen Fahrzeugen, die neue automatisierte Fahrfunktionen für den mobilen Menschen nutzbar wird die Position Deutschlands als Leitanbieter für E-Fahrzeuge gestärkt.

Source: www.elektronikforschung.de

Aus der Metropolregion Nürnberg ist die Firma SCHAEFFLER beteiligt.

FuE-Projekt: Hocheffiziente und skalierbare Elektronikbausteine für Antrie-be von Elektrofahrzeugen

Motivation
Intelligente und nachhaltige Mobilität ist ein zentrales Ziel der neuen Hightech-Strategie. Forschungsarbeiten zu innovativen Elektroniksystemen für die Elektromobilität sowie automatisiertes, elektrisches Fahren leisten hier wesentliche Beiträge. Die benötigte hochkomplexe Leistungselektronik muss derzeit für Fahrzeuge unterschiedlicher Leistungsklassen jeweils neu entwickelt werden. Ein skalierbares, breiter einsetzbares Baukastensystem, das zugleich auf neuen Halbleiterbauelementen gesteigerter Leistung aufbaut, kann erhebliche Vorteile für eine leistungsgesteigerte und kosteneffiziente Elektromobilität erschließen.

 

Ziele und Vorgehen
Im Projekt HoskA sollen neue Komponenten für skalierbare Umrichterbausteine für den Einsatz in Antrieben von Elektrofahrzeugen entwickelt werden. Diese erlauben es, höchste Wirkungsgrade sowie eine Leistungssteigerung deutlich über dem heutigen Stand der Technik zu erreichen. Realisiert wird dies durch den Einsatz von schnellschaltenden Halbleitern sowie neuartiger niederinduktiver Chip-Kontaktierungs-Technologie auf Folien-Basis und hochfrequenter Kondensatoren. So wird es möglich, höhere Fahrzeug-Bordnetzspannungen und damit eine Reduktion der Ströme und der Wärmeverluste zu realisieren. Die Kombination der Entwicklungen wird zu einer weiteren Effizienzsteigerung im Antrieb beitragen.

 

Innovationen und Perspektiven
Durch die Flexibilität des Baukastens kann die benötigte Elektronik schnell und kostengünstig an neue Anwendungen angepasst werden. Der entwickelte leistungsgesteigerte Umrichter kann sowohl in Elektrofahrzeugen als auch darüber hinaus in Anwendungen wie z. B. einem luftgelagerten Brennstoffzellen-Kompressor mit integrierter Leis-tungselektronik zum Einsatz kommen.

Source: www.elektronikforschung.de

Aus der Metropolregion Nürnberg sind das Fraunhofer IISB und die Firma SEMIKRON beteiligt.

FuE-Projekt: Elektroniksysteme für die Sensordatenfusion beim automatisierten elektrischen Fahren

Motivation
Intelligente und nachhaltige Mobilität ist ein zentrales Ziel der neuen Hightech-Strategie. Forschungsarbeiten zu innovativen Elektroniksystemen für die Elektromobilität sowie automatisiertes, vernetztes, elektrisches Fahren leisten hier wesentliche Beträge. Eine konkrete Herausforderung ist es dabei, Daten zum Fahrzeugum-feld aus unterschiedlichen Quellen in einem zentralen Steuergerät im Fahrzeug zu einem digitalen Modell der Umgebung zu verschmelzen, um verschiedene automatisierte Fahrfunktionen zu ermöglichen.

Ziele und Vorgehen
Im Projekt OFP wird ein neuartiges elektronisches Steuergerät für automatisierte Fahrzeuge entwickelt, das Daten aller derzeit gängigen Automobilsensoren über offene Schnittstellen einlesen und komplexe Sensordatenfusionen durchführen kann. Damit ist das System in der Lage, verschiedene Fahrfunktionen von Fahrerassistenz bis zum hochautomatisierten Fahren zu unterstützen bzw. komplett auszuführen. Die zu entwickelnde Hardware sowie darin eingebettete Algorithmen fusionieren die Daten aus Kameras, Radarsensoren, digitalen Karten und aus der drahtlosen Fahrzeugkommunikation zu einem dreidimensionalen Umgebungsmodell und übernehmen die Planung der Fahrzeugbewegung. Sie genügen dabei den hohen Sicherheitsanforderungen des Automobilsektors. Im Projekt wird als beispielhafte Anwendung das autonome, induktive Laden und anschließende Umparken von Elektrofahrzeugen auf einem Parkplatz technisch umgesetzt.

 

Innovationen und Perspektiven
Die entwickelte Fusionsplattform vereint neuartige, bisher nicht verfügbare Sicherheitsfunktionen mit rechenstarken Prozessoren. Aufgrund ihrer offenen Schnittstellen wird sie allen OEM und Zulieferern zur Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen zur Verfügung stehen. Die damit ermöglichten hohen Stückzahlen sowie die Verwendung gängiger Sensorik erlauben eine kostengünstigere Umsetzung verschiedener automatisierter Fahrfunktionen. Zudem wird die Plattform Forschern und Entwicklern in Hochschulen, Instituten und Industrie als Referenzarchitektur zur Integration neuer Hard- und Software im Kontext des automatisierten Fahrens die-nen. Damit trägt OFP dazu bei, die führende Rolle der deutschen Forschung und Industrie im Automobilbereich weiter auszubauen.

Source: www.elektronikforschung.de

Aus der Metropolregion Nürnberg ist die Firma Elektrobit beteiligt.

FuE-Projekt: Automatisch rekonfigurierbare Aktoriksteuerungen für aus-fallsichere automatisierte Fahrfunktionen

Motivation
Das automatisierte und vernetzte Fahren ist ein wesentlicher Bestandteil einer zukünftigen intelligenten und nachhaltigen Mobilität. Die Umsetzung automatisierter Fahrfunktionen hängt insbesondere auch von technologischen Fortschritten bei Elektronik und Sensorik ab. Dabei müssen nicht nur die einzelnen Komponenten, sondern das Gesamtsystem so ausfallsicher gemacht werden, dass jederzeit eine sichere Fahrt gewährleistet wird. Da beim vollautomatisierten Fahren auch im Fehlerfall der Mensch nicht mehr eingreift, muss das System bei unvorhergesehenen Ereignissen reagieren können und stets stabil bleiben.

 

Ziele und Vorgehen
Ein möglicher Lösungsweg für einen unterbrechungsfreien Fahrbetrieb wäre eine Verdopplung aller elektrisch/elektronischen Komponenten. Falls eine Komponente ausfällt, wäre dafür eine baugleiche vorhanden, die notfalls genutzt werden könnte. Da dies allerdings weder wirtschaftlich noch technisch effizient ist, werden innerhalb des Projektes AutoKonf Sicherheitslösungen erarbeitet, die durch ein redundantes, generisches Steuergerät erlangt werden. Fällt das für die Lenkungs- oder Bremsfunktion zuständige Steuergerät aus, übernimmt das überzählige generische Steuergerät die jeweilige Aufgabe und kann das Fahrzeug sicher führen. Damit das redundante Steuergerät die Aufgaben der Lenkung- oder Bremssteuerung übernehmen kann, werden im Projekt Elektroniksysteme entwickelt mit denen u.a. die Signalverteilung und Stromversorgung dynamisch geändert werden.

 

Innovationen und Perspektiven
Durch das neue Konzept wird bei gleichbleibender Sicherheit die Komplexität der elektronischen und elektrischen Systeme für das automatisierte Fahren erheblich reduziert und die Fahrzeuge insgesamt günstiger.

Source: www.elektronikforschung.de

Aus Nordbayern sind die Firmen intedis und LEONI beteiligt.