Merkblatt – Ladesäulen rechtssicher betreiben

Bei der Beantwortung der zahlreichen rechtlichen und steuerlichen Fragen, die mit dem Betrieb einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge verbunden sind, hilft jetzt ein aktuelles Merkblatt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Auf insgesamt acht Seiten skizziert der DIHK fünf verschiedene Anwendungsfälle:

Erzeugt der Unternehmer beispielsweise den Strom selbst, gibt ihn an Ladesäulen aber auch an Dritte – etwa Kunden oder andere Firmen – ab, liegt eine Stromlieferung im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor, was umfangreiche Pflichten nach sich zieht. Zudem werden 100 Prozent EEG-Umlage fällig, unter Umständen entfällt allerdings die Stromsteuer.

Anders sieht es aus, wenn der Unternehmer „seinen“ Strom ausschließlich selber nutzt, ein externer Anbieter die Ladesäule betreibt oder Strom aus dem Netz bezogen wird.

Zudem geben die Verfasser Auskunft darüber, was genau ein E-Fahrzeug ist, wann es als Letztverbraucher von Strom gilt, ob der Stromverbrauch an einem Ladepunkt in Sondernetzentgelte und Besondere Ausgleichsregelung des EEG einbezogen werden kann oder wo genau der „energierechtliche Anknüpfungspunkt“ liegt.

Damit bietet die Handreichung eine erste Orientierung über Fallstricke rund um EEG-Umlage und Stromsteuerpflicht, kann aber eine Rechtsberatung im Einzelfall nicht ersetzen.

Das Merkblatt finden Sie hier.

Elektro-Busse – Hype oder Zukunftstrend?

Künftig werden verstärkt E-Busse den öffentlichen Nahverkehr bestreiten. Das Problem: Aktuell gibt nur wenige Modelle und keines kommt bislang von einem großen deutschen Hersteller. Immerhin hat Daimler nun den Citaro E-Cell für Ende 2018 angekündigt. Doch bei den Erfolgsaussichten ist man sogar in Stuttgart eher skeptisch.

Mehr unter:https://www.next-mobility.news/elektro-busse-hype-oder-zukunftstrend

„E-Mobilität kompakt“ erklärt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben:

„Die deutsche Automobilindustrie muss bei Zukunftstechnologien vorne bleiben. Das gilt nicht nur für Hersteller, sondern auch für Tausende mittelständische Zulieferer. Angesichts des Strukturwandels hin zu alternativen Antrieben werden viele ihre Geschäftsmodelle teilweise grundlegend verändern. Die deutsche Industrie kann aus diesem Veränderungsprozess gestärkt hervorgehen. Dazu brauchen wir auch ganz neue Netzwerke. Daher ist es richtig, dass die Bundesregierung diesen Wandel mit der Plattform „Zukunft der Mobilität“ begleiten will.

Elektromobilität bedeutet nicht nur andere Antriebe. Auch für Industriestruktur, Stadtentwicklung, Logistik und Infrastruktur werden Veränderungen die Folge sein. Elektromobilität schreibt dabei regionale Erfolgsgeschichten unter Mitwirkung von IHKs. Fünf dieser Ansätze stellt unsere Konferenz E-Mobilität kompakt konkret vor. Technologieoffenheit ist für den Erfolg dabei dringend notwendig. Nur so können die Betriebe ihre jeweiligen Stärken voll nutzen. Wir brauchen ohnehin alle alternativen Antriebstechnologien, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. IHKs sind vor Ort mit zahlreichen Initiativen aktiv, um mit Unternehmen gemeinsam diesen Wandel erfolgreich zu gestalten.“

Studie zu Elektromobilität in 15 Ländern veröffentlicht (GTAI-Informationsportal)

Analyse der Nachfrage, Produktion und Infrastruktur

Ende 2017 waren weltweit 3,2 Millionen Elektroautos unterwegs. Binnen sieben Jahren soll sich die Zahl nochmals verachtfachen. Das bedeutet: Eine Flut neuer Modelle, Umwälzungen in der Produktion und ein massiver Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Doch wie entwickelt sich das Thema Elektromobilität auf einzelnen Märkten? Wer kauft bereits Elektroautos? Mit welchen Barrieren sehen sich ihre Anbieter Konfrontiert? Wie wird Elektromobilität gefördert? Wer sind die wichtigsten Player? In welchen Ländern stehen größere Investitionen in Produktion und Infrastruktur an? Wo sind die Standorte der Zukunft? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die heute veröffentlichte Studie von Germany Trade & Invest mit dem Titel „GTAI Future: Elektromobilität“. Die Studie hat die Entwicklungen in 15 Ländern auf drei Kontinenten untersucht.

Eine Vielzahl von Staaten hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: „Die chinesische Elektroauto-Quote für Kfz-Hersteller dürfte selbst Autolaien ein Begriff sein Nicht zuletzt dank Tesla denken viele beim Thema Elektromobilität auch an die USA. “, sagt Michal Wozniak, Koordinator der Studie bei Germany Trade & Invest: „Etwa die Hälfte aller 2017 weltweit abgesetzten 1,2 Millionen Elektroautos wurde in China verkauft.  Aber auch zahlreiche andere Märkte entwickeln sich äußerst dynamisch.“

Fast täglich werden neue Milliarden Euro große Investitions- und Forschungsprojekte angekündigt. In dieser Flut gehen oft kleinere Vorhaben unter, die Klein- und Mittelständlern interessante Geschäftschancen bieten könnten. „Um diese aufzuspüren beleuchteten die Auslandskorrespondenten von Germany Trade & Invest auch weniger offensichtliche Märkte“, erklärt Wozniak.

In Spanien stellen Carsharing-Dienstleister auf Elektroantrieb um. In Schweden werden innovative Ladetechniken für den Ferngütertransport auf der Straße getestet, wobei auch ausländische Ideengeber zur Beteiligung eingeladen sind. In den Benelux-Staaten konzentrieren sich Kleinanbieter auf Busse und Nutzfahrzeuge mit elektrischem Antrieb. Die Schweizer stehen kurz vor der Vermarktung einer günstigeren und effizienteren Batterietechnologie. Auch Japan setzt auf Elektromobilität, legt aber den primären Fokus auf die Kommerzialisierung von Brennstoffzellenantrieben.

Bei der Suche nach einer umweltfreundlicheren Mobilitätszukunft verfolgt jedes Land andere Strategien und nutzt andere Werkzeuge. „Mit unserer Publikation möchten wir für mehr Durchblick sorgen. Den Anfang machen 15 Länder, weitere werden folgen“, verspricht Wozniak.

Link zur Studie „GTAI Future: Elektromobilität“: www.gtai.de/elektromobilitaet

Webinar „Fahrradleasing und Lastenräder in Unternehmen“ am 19.04.2018 um 11:00 Uhr

Die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz stellt in ihrem nächsten Webinar zwei Ansätzen vor, mit denen Unternehmen Fahrräder und die mit ihnen verbundenen Umwelt-, Gesundheits- und Kostenvorteile besser nutzen können.

Innovative Mobilitätsangebote für Beschäftige

Seit 2012 werden Diensträder steuerlich weitgehend wie Dienstautos behandelt. Durch Kaufersparnisse von 15 bis 40 Prozent haben seitdem bereits mehrere hunderttausend Beschäftigte auf ihren Arbeitswegen vom Dienstwagen oder dem eigenen Auto auf das (E)-Fahrrad umgesattelt. Das zusätzliche Plus an Bewegung sorgt neben allen positiven Umwelteffekten und der Entlastung von Verkehrs- und Parkplatzdruck vor allem für eine gesteigerte Zufriedenheit und Mitarbeitergesundheit im Betrieb. Wie Arbeitgeber in Kooperation mit lokalen Fahrradhändlern und einem zentralen Dienstleister ihren Mitarbeitern ein attraktives Dienstradangebot machen können, stellt in dem Webinar Raimund Lietmann von der Leaserad GmbH vor.

Neue Lastentransportkonzepte

Mit dem wachsenden Lieferverkehr und der Entwicklung von neuen E-Antrieben erleben seit einiger Zeit Lastenfahrräder einen Boom. Ob mit zwei oder drei Rädern, zum Kind absetzen auf dem Weg zur Arbeit oder zum Ausliefern von Paketen, zahlreiche Projekte und Praxistests haben in den vergangenen Jahren neue Potenziale identifiziert und in der Praxis erfolgreich getestet.

Für interessierte Unternehmer wird Arne Behrensen von cargobike.jetzt im zweiten Teil des Webinars die Grundlagen und verschiedenen Einsatzfelder von Lastenfahrrädern im Wirtschaftsverkehr vorstellen und aufzeigen, wo sich der Einsatz am ehesten lohnt.

Das kostelenlose Webinar findet am 19.04.2018 zwischen 11:00 und 12:00 Uhr statt. 

Den Zugangslink und die Anmeldemöglichkeit zum Webinar finden Sie hier.

DIHK-Merkblatt zu alternativen Antrie-ben für gewerbliche Fahrzeuge

Dieses Merkblatt bietet einen kurzen Überblick über verschiedene, insbesondere alternative Antriebsarten. Behandelt werden auch die Fragen zu Eintauschprämien und Verbotsrisiken für neue Dieselfahrzeuge. Ergänzt wurde eine Tabelle zu aktuellen Fördermöglichkeiten, u. a. im Rahmen des „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 – 2020“.
Das aktualisierte Merkblatt ist auf der Internetseite des DIHK unter folgendem Link veröffentlicht.

Trendwechsel vom Diesel zum Benziner – Erfreulich steigende Nachfrage nach Elektroautos

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann: 2017 mehr Autos in Bayern neu zugelassen – Trendwechsel vom Diesel zum Benziner – Erfreulich steigende Nachfrage nach Elektroautos

Im Jahr 2017 sind knapp fünf Prozent mehr Fahrzeuge in Bayern zugelassen worden als noch im Vorjahr. Das hat Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann mitgeteilt. Dabei fällt nach den aktuellen Zahlen des Landesamtes für Statistik ein deutlicher Trend weg vom Diesel hin zum Benziner auf: Während die Diesel-Pkw um mehr als zehn Prozent zurückgingen, ist bei den Benzinern ein Anstieg um mehr als 20 Prozent zu verzeichnen. Herrmann: „Hier spielt offensichtlich die Diskussion um Dieselfahrverbote eine Rolle.“ Als erfreulich bezeichnete Herrmann die steigende Nachfrage nach Elektro-Autos sowie Gas- und Hybrid-Fahrzeugen um mehr als 87 Prozent auf rund 25.000 Fahrzeuge: „Das sind zwar Zahlen auf niedrigem Niveau, aber die Entwicklung motiviert uns auf dem Weg zu unserem Ziel, Deutschland und insbesondere Bayern zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität zu machen.“ Um mit gutem Beispiel voranzugehen, soll in Bayern beispielsweise im staatlichen Fuhrpark der Anteil der Elektroautos bei Neuzulassungen auf 20 Prozent erhöht werden. Insgesamt haben die Autofahrer im Jahr 2017 mehr als 816.000 Kraftfahrzeuge in Bayern neu zugelassen.

Im Jahr 2016 war das Verhältnis von Benzin- zu Diesel-Fahrzeugen noch genau umgekehrt. Es wurden rund 333.000 Fahrzeuge in Bayern mit Diesel und nur 300.000 mit Benzin neu zugelassen. Im letzten Jahr waren mit 373.000 neu zugelassenen Benzinern deutlich mehr in Verkehr gebracht als die etwa 303.000 Fahrzeuge, die mit Diesel angetrieben werden.

Für Herrmann hat ein Mix aus vielen verschiedenen Verkehrsmitteln und verschiedenen Antrieben Zukunft. Dazu gehört neben der Stärkung öffentlicher Verkehrsangebote auf Straße und Schiene auch der Individualverkehr, sei es mit dem Fahrrad oder mit dem Auto. „Wir unterstützen unsere Bürgerinnen und Bürger für bestmögliche Mobilität. Es macht aus meiner Sicht beispielsweise keinen Sinn, Fahrverbote auszusprechen oder eine vorschnelle Abschaffung von Verbrennungsmotoren zu fordern. „Unabhängige Tests zeigen, dass Dieselfahrzeuge der neuesten Generation bayerischer Hersteller bereits jetzt die kommenden strengen Anforderungen der EU bei den Stickoxidemissionen im Realbetrieb einhalten können. Dennoch muss die Industrie weitere Anstrengungen unternehmen, um Verbrennungsmotoren noch sauberer zu bekommen“, bekräftigte Herrmann. „Wer Verbrennungsmotoren bis 2030 ganz abschaffen möchte, der riskiert die Arbeitsplätze und damit unseren Wohlstand in Bayern. Bayern ist der größte Automobilstandort Deutschlands und wer so etwas fordert, hat nicht ganz zu Ende gedacht“, machte Herrmann klar.

Quelle.

Rezension “Die digitale Transformation der Automobilindustrie”

Das Buch lag zur Besprechung vor.
Uwe Winterhake “Die digitale Transformation der Automobilindustrie” , 345 Seiten, 29.99 Euro, ISBN 978-3-662-54935-3 eBook

Das Buch führt aktuelle generelle Trends der Digitalisierung sowie der Automobilindustrie an. Behandelt werden Produkte und Dienstleistungen rund um das Automobil sowie Produktionsaspekte. Es werden Treiber, Herstellerankündigungen sowie Zukunftsszenarien genannt und auf Aspekte wie Unternehmenskultur, erforderliche Technologien und Organisationsstrukturen behandelt. Mehr unter: http://www.springer.com/de/book/9783662549346

Elektromobilität in den Niederlanden

„Wir sind Ihr Partner für E-Mobilität in den Niederlanden“ – die aktuelle Broschüre über Elektromobilität in den Niederlanden.

 

Über den IHK-Innovations- und Anwenderclub eMobilität arbeitet die Region Nordbayern bereits intensiv mit den Niederlanden, speziell der Provinz Brabant und Brainport zusammen.

Source: www.sieunddieniederlande.nl