Förderung der Nachrüstung von Diesel-Bussen mit Stickstoffminderungssystemen

Die Förderrichtlinie des BMVI vom 21.Februar 2018 wurde am 28.03.2018 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Eine Vielzahl von Kommunen in Deutschland sieht sich einer teilweise erheblichen Stickstoffdioxid-Belastung ausgesetzt. Die Bundesregierung hat daher das „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 – 2020“ aufgesetzt, das mit kurzfristig wirksamen Maßnahmen helfen soll, die Luftqualität und damit den Gesundheitsschutz der Bevölkerung effektiv zu verbessern. Mehr unter…

Ländermarktvergleich Elektromobilität (USA, Japan, GB, Norwegen, Mexico und Niederlande)

Electromobility is catching on and is forcing an entire industry to transform. But how do the individual markets develop in terms of demand, production and infrastructure? An analysis of six countries. The full article can be found here.

 

Ladeverbund Franken+ wird zu Ladeverbund+

Mitglieder auch außerhalb Nordbayerns
Der Ladeverbund Franken+ heißt ab sofort Ladeverbund+. Mit dem neuen Namen öffnet sich der Verbund auch für Stadt- und Gemeindewerke außerhalb Frankens.
Bereits jetzt umfasst die Ladeinfrastruktur des Verbunds rund 200 Ladesäulen und deckt eine Fläche von über 19.000 km² ab. Mit beispielsweise den Stadtwerken Bad Hersfeld in Hessen im Norden, den Stadtwerken Deggendorf in Niederbayern im Süden, den Stadt-werken Wertheim in Baden-Württemberg im Westen und den Stadtwerken Tirschenreuth in der Oberpfalz im Osten sind schon jetzt Stadtwerke weit über Franken hinaus als Mitglieder im Ladeverbund+ vertreten.

Bildunterschrift: In Vertretung für alle Mitglieder des Ladeverbund+:
(v.l.) Roland Moritzer, stellv. Vorsitzender Ladeverbund+ und Geschäftsführer der Stadtwerke Ansbach GmbH, Rudolf Hoffmann, Technischer Leiter der infra fürth gmbh, Markus Rützel, Koordinator des Ladeverbund+ und Geschäftsführer der solid GmbH, Wolfgang Geus, Vorsitzender des Ladeverbund+ und Vorstandsvorsitzender der Erlanger Stadtwerke AG,Winfried Klinger, stellv. Vorsitzender des Ladeverbund+ und Geschäftsführer der Stadtwerke Schwabach GmbH, Rainer Kleedörfer, Leiter Unternehmensentwicklung bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft. (Bildquelle: N-ERGIE AG)

„Wir freuen uns, dass das Interesse am Verbund auch außerhalb Frankens groß ist“, sagt Wolfgang Geus, Vorsitzender des Ladeverbund+. „Die Namensänderung ist die logische Folge aus der erfolgreichen Vergrößerung.“
„Autofahrer profitieren davon, dass das bewährte System beim Laden von Elektroautos in einem immer größer werdenden Gebiet verfügbar ist“, ergänzt Markus Rützel, Koordinator des Ladeverbund+.

Erweiterter Service auf der Website
Der Ladeverbund+ erweitert zudem sein Informationsangebot auf der neu gestalteten Website. Elektrofahrer und Interessenten finden neben Informationen zum Ladeverbund+ ab sofort wertvolle Tipps und Wissenswertes rund um das Thema Elektromobilität, unter anderem auch Informationen zum Laden von E-Bikes. Zudem hält der Ladesäulenfinder für Elektroautos neue Funkti-onen für Elektrofahrer bereit.

Mehr unter: www.ladeverbundplus.de

 

Video: Autonomes Fahren & Künstliche Intelligenz

Am 31. Mai 2018 zeigte SAT1 Bayern eine Dokumentation zum Themenbereich „Autonomes Fahren & Künstliche Intelligenz“. Mit dabei war fortiss mit dem vom Bundesverkehrsministerium (Stichwort: Digitale Testfelder) geförderten Projekt „Providentia“. Das Video finden Sie hier.

Hintergrund Providentia:
Im Projekt Providentia wir eine neue Softwareumgebung entwickelt, die  die Vorausschau auf den Verkehr auf der A9 (Abschnitt Garching) in Echtzeit und den digitalen Zwilling dieses Abschnitts für konventionelle und hochautomatisierte Fahrzeuge ermöglichen soll.
fortiss ist Konsortialführer bei diesem Projekt, an dem u.a. BMW, Telekom, Rohde & Schwarz, Huawei u.a. beteiligt sind.

Weitere Informationen zum Providentia-Projekt finden Sie unter
https://www.fortiss.org/forschung/projekte/providentia/

 

 

Altbatterien aus E-Fahrzeugen intelligent wiederverwerten – EU fördert Forschung für ressourceneffizientes Recycling von Traktionsbatterien

Elektromobilität, wie wir sie heute kennen, benötigt große Mengen an Traktionsbatterien, allen voran die leistungsfähigen Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Für die Herstellung von Traktionsbatterien werden wertvolle Rohstoffe benötigt, die nach Lebensende der Batterien möglichst im Wertstoffkreislauf erhalten bleiben sollten. Dies erfordert eine geschlossene Recyclingkette inklusive erweiterbarer Logistiklösungen auch für die in naher Zukunft zu erwartenden wachsenden Batteriemengen. Im Anfang des Jahres begonnenen Forschungsprojekt »Automotive Battery Recycling 2020«, gefördert vom EIT RawMaterials mit Mitteln der EU, wird nun daran gearbeitet, ökologisch und ökonomisch vorteilhafte Wege für das effiziente Recycling von Batterien zu identifizieren und für die industrielle Anwendung aufzuskalieren. Die gesamte Recyclingkette soll so verbessert werden, dass die kostbaren Rohstoffe zurückzugewonnen und so für die europäische Industrie gesichert werden.

Mercedes Benz Innovation Battery Technology.

Mercedes Benz Innovation Battery Technology.

Unser mobiles Leben hängt am Strom, für dessen Speicherung eine Vielzahl wertvoller Rohstoffe benötigt wird. Hierbei ist Europa in starkem Maße auf Importe angewiesen – eine Situation, die durch die zunehmende Elektrifizierung unserer Fahrzeuge entsprechend verschärft wird, denn deren Traktionsbatterien verschlingen große Mengen auch an kritischen Rohstoffen. Vor diesem Hintergrund ist es zwingend notwendig, eine funktionierende Recyclingkette für diese Traktionsbatterien zu etablieren und essentielle Wertstoffströme in Europa zu halten.

Im Verbundprojekt »AutoBatRec2020« (Automotive Battery Recycling 2020), koordiniert von der Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC, soll die gesamte Kette des Batterierecyclings betrachtet werden, angefangen beim Sammeln der Altbatterien, über die unterschiedlichen Verfahren, Batterien aufzutrennen, bis hin zur Aufbereitung der Batteriematerialien und zur Wiederverwendung in neuen Batterien. Ziel ist es, die einzelnen Verfahren hinsichtlich ihrer Effizienz und Wirtschaftlichkeit sowie ihrer Nachhaltigkeit zu bewerten und durch intelligente Kombination und Weiterentwicklung eine ökonomisch interessante Wertschöpfungskette aufzubauen – damit das End-of-Life-Management von Traktionsbatterien sich in Richtung Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit entwickelt.

Die erste Herausforderung liegt in der Sammlung der Altbatterien angesichts des zu erwartenden Zuwachses an Elektrofahrzeugen. Für die dann ständig anfallenden großen Mengen muss eine zuverlässige und ausbaufähige Lösung gefunden. Wichtige Themen im Arbeitsprogramm des AutoBatRec2020-Konsortiums sind daher neue Sammel- und Transportkonzepte.

SamsungSDI Automotive Battery. Schematischer Aufbau eines automotiven Batteriesystems

Ein besonders wichtiger Baustein des Recyclings sind automatisierte Demontageverfahren, die gegenüber der bisher üblichen händischen Zerlegung der großen Traktionsbatteriesysteme deutlich schneller sein sollen. Auch die Rückgewinnung selbst bietet verschiedene Optimierungsmöglichkeiten. Neben mechanischen Zerkleinerungsverfahren wie dem Schreddern werden auch neue Verfahren untersucht wie die elektrohydraulische Zerkleinerung, die in Kombination mit weiter entwickelter Sortiertechnologie eine sortenreine Rückgewinnung von verschiedensten Batteriematerialien ermöglichen. Vorteile der Verfahren werden analysiert und in der Kombination mit etablierten metallurgischen Verfahren bewertet, die elementare metallische Bestandteile großtechnisch aus den Altbatterien extrahieren können. »Darüber hinaus entwickeln wir Konzepte für die Wiederverwendung von ganzen Batteriekomponenten – nicht nur den Materialbestandteilen – z. B. für stationäre Anwendungen, um effiziente und rentable Wertstoffkreisläufe zu ermöglichen«, erläutert Dr. Andreas Bittner, Leiter New Business Development des Fraunhofer ISC.

Eine weitere große Herausforderung für die Projektpartner ist die Vielfalt der unterschiedlichen Batteriesysteme am Markt. In der Regel unterscheiden sich Aufbau, Zustand und Rohstoffgehalt der Altbatterien signifikant. Informationen darüber liegen, wenn überhaupt, nur lückenhaft vor. Nicht zuletzt dadurch birgt das Zerlegen Risiken. Auch kompliziert die Vielzahl an Formaten und Zellaufbauten die gewünschte Automatisierung des Recyclings. Erschwerend kommt hinzu, dass zum Teil im Hochvoltbereich gearbeitet werden muss, und es im Falle von beschädigten Batterien zu Kontakt mit brennbaren und gesundheitsschädlichen Bestandteilen kommen kann. Ziel ist es hier, neue ganzheitliche Konzepte zu erarbeiten, um all diese Risiken weiter zu reduzieren bzw. durch Analyse der Möglichkeiten entlang der ganzen Kette diese und andere Gefahren zu identifizieren und möglichst völlig auszuschließen.

Um die Wiederverwertungsmöglichkeiten in Zukunft noch effizienter ausschöpfen zu können, werden auch Lösungen für ein intelligentes Design for Recycling erarbeitet.

Projektinformationen:

  • »Automotive Battery Recycling 2020 – AutoBatRec2020«
  • Projektstart: 1. Januar 2018
  • Laufzeit: 3 Jahre
  • gefördert durch EIT RawMaterials – eine Knowledge and Innovation Community der EU

 

Partner:

  • Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC – Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS, Deutschland (Koordination)
  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Deutschland
    UMICORE NV, Belgien
  • Commissariat à l’énergie atomique et aux énergies alternatives CEA, Frankreich
  • Technische Universität Bergakademie Freiberg, Deutschland
  • SAMSUNG SDI Battery Systems GmbH, Österreich
  • ImpulsTec GmbH, Deutschland
  • Daimler AG, Deutschland

Hier finden Sie weitere Informationen über die Projektgruppe für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS

Quelle.

VDL weiht Testareal für Ladelösungen im Busbetrieb ein

Der niederländische Nutzfahrzeugspezialist VDL hat in Valkenswaard einen Teststandort für Ladeinfrastruktur von Elektrobussen in Betrieb genommen. An der „Charging Plaza“ können maximal sieben Fahrzeuge gleichzeitig auf unterschiedliche Art geladen werden.

Mehr unter: http://www.vdlbuscoach.com/News/News-Library/2018/VDL-presenteert-uniek-laadplein-in-Valkenswaard.aspx

Quelle.

Elektro-Roller aus Franken

Mehr unter: www.metz-moover.de

BMBF-Förderung: „Neue Materialien für Batteriesysteme – Förderung deutsch-israelischer Forschungskooperationen (Batterie DE-IL) Call 2018

Gegenstand der Förderung sind bilaterale Kooperationsprojekte an Hochschulen (Universitäten/Fachhochschulen) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit israelischen Hochschulen (Universitäten/Fachhochschulen) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Projekte sollen relevante Fragestellungen der Materialwissenschaft im Bereich Energiespeicher adressieren und zudem zur weiteren Qualifizierung sowie Förderung der wissenschaftlichen Selbstständigkeit des antragstellenden Nachwuchsforschers beitragen. Vorrangig werden solche Forschungsthemen bearbeitet, die einen erheblichen Mehrwert durch die internationale Kooperation versprechen.

Die Forschungsthemen adressieren die Anwendungsfelder neue Materialien für

  • Batterien,
  • Superkondensatoren,
  • Brennstoffzellen.

Die bilaterale Kooperation mit Israel bezieht sich auf eine direkte Zusammenarbeit, auf einen intensiven wissenschaftlichen Austausch sowie auf Forschungsaufenthalte (gemeinsame Nutzung von Material und Ausrüstung) bei dem jeweiligen Partner zur Bearbeitung gemeinsamer Fragestellungen.

Eine Förderung von Unternehmen ist nicht vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Siemens und Northvolt Partner für die Produktion modernster Lithium-Ionen-Batterien

  • Siemens bietet Northvolt sein Digital Enterprise-Portfolio, das die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette ermöglicht – vom Design der Batteriezelle bis zur Produktion und den Services
  • Siemens beteiligt sich als Technologiepartner mit einer Investition in Höhe von 10 Millionen EUR
  • Nach Produktionsstart wird Northvolt ein bevorzugter Lieferant für Lithium-Ionen-Batterien von Siemens

Siemens und Northvolt gaben heute ihre Zusammenarbeit für die Entwicklung einer branchenführenden Technologie zur Produktion qualitativ hochwertiger grüner Lithium-Ionen-Batterien bekannt. Die Partnerschaft, an der sich Siemens mit einer Investitionssumme von 10 Millionen EUR beteiligt, umfasst auch die Lieferung von Lithium-Ionen-Batterien.

Um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern, beschleunigt Europa den Übergang zu einer Gesellschaft ohne fossile Brennstoffe. Die Elektrifizierung und der vermehrte Einsatz von Batterien bilden den Eckpfeiler dieses Wandels, der einen umfassenden Übergang zu nachhaltiger Verkehrstechnik ebenso wie eine tief greifende Integration erneuerbarer Energien in den Energiemix ermöglicht. Angesichts des begrenzten Umfangs der aktuell vorhandenen und geplanten Kapazitäten steht Europa in den nächsten Jahren vor einem großen Unterangebot an Batterien.

„Wir freuen uns, Northvolt beim Aufbau einer Batterieproduktion der Zukunft zu unterstützen. Mit unserem Digital Enterprise-Portfolio tragen wir zu einer wettbewerbsfähigen Batterieproduktion in Europa bei, die die Vorteile von Software und Automatisierung voll ausschöpft: größere Flexibilität, Effizienz und Qualität bei kürzeren Markteinführungszeiten“, sagte Jan Mrosik, CEO der Siemens-Division Digital Factory.

Siemens wird Northvolt beim Bau der modernsten Fertigung für Lithium-Ionen-Batteriezellen unterstützen. Wenn die Produktionsstätte 2020 in Betrieb geht, will Siemens Batterien aus dieser Fertigung kaufen und Northvolt als einen bevorzugten Lieferanten listen. Siemens beteiligt sich an der Partnerschaft mit einer Investitionssumme in Höhe von 10 Millionen EUR.

Siemens sieht die Northvolt-Initiative als Referenzprojekt für die Batterieproduktion der Zukunft, die auf der Integration und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette aufbaut: vom Design der Batteriezelle über die Planung der Produktionsprozesse, das Engineering und die Produktion bis hin zu den Services.

Die Technologiepartnerschaft baut auf diesen beiden Kernelementen der Zusammenarbeit auf:

  • Modernste Technologie. Mit dem Siemens Digital Enterprise-Portfolio von der Fertigungsplanungs- und Konstruktionssoftware bis hin zur Automatisierungstechnologie, einschließlich industrieller Kommunikationsnetze und Cloud-Lösungen, kann Northvolt die gesamte Batterieherstellung in jedem Schritt optimieren und damit seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
  • Lieferung der Lithium-Ionen-Batterien. Siemens will von Northvolt Batterien kaufen sobald die Großfertigungsstätte von Northvolt in Betrieb ist. Beide Unternehmen untersuchen auch mögliche Gebiete für gemeinsame Entwicklungsprogramme.

„Die europäische Industrie bewegt sich schnell in Richtung Elektrifizierung. Mit seiner Weltklasse-Expertise auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung wird Siemens in diesem kommenden Wandel zu einem wichtigen Technologiepartner, Lieferanten und Kunden für Northvolt. Wenn wir erstmal mit der Großproduktion beginnen, ist unser Ziel, Siemens die grünsten Lithium-Ionen-Batterien der Welt zu bieten“, sagte Peter Carlsson, Mitbegründer und CEO von Northvolt.

Northvolt wurde 2016 mit dem Ziel gegründet, die weltweit grünste Batterie zu bauen, mit minimaler CO2-Bilanz und einer anspruchsvoll hohen Recyclingquote, um den Übergang zu erneuerbarer Energie in Europa zu ermöglichen. Das Expertenteam bei Northvolt baut die Fertigung der nächsten Generation Batterien auf, bei der das Hauptaugenmerk auf Prozessinnovation, Skalierung und vertikaler Integration gelegt wird. Bei Fertigstellung wird die Anlage Europas größte Batteriefabrik sein und jährlich 32 GWh Batteriekapazität produzieren. Weitere Informationen finden Sie unter www.northvolt.com

Elektrolieferwagen im Programm – Ford Besico Siller und Buttenhauser

Ford-Besico-Buttenhauser_2018tt_02699 © (C)2017 Thomas Tjiang

Nürnbergs Streetscooter-Händler Klaus Buttenhauser sieht für das kleine E-Nutzfahrzeug großes Potenzial.

Das Autohaus Ford Besico Siller und Buttenhauser GmbH in Nürnberg ist seit Anfang 2018 auch Fachhändler für die neuen Elektrolieferwagen der jungen Marke Streetscooter.

Diese werden von der Deutschen Post eingesetzt und gehören vielerorts zum Straßenbild. Geschäftsführer Klaus Buttenhauser, der vor 30 Jahren das Unternehmen gegründet hatte, war sich spätestens seit dem sogenannten dritten Dieselgipfel, ein Spitzentreffen von Bund, Ländern und Kommunen, sicher, so „früh wie möglich dabei“ sein zu wollen. Mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig zu möglichen Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in Innenstädten fühlte er sich darin bestätigt.

Ford Besico Siller und Buttenhauser mit Standorten in Nürnberg und Zirndorf deckt für Streetscooter Nürnberg, Fürth und das Umland an. Zwei weitere Ford-Händler haben seit Kurzem ebenfalls Streetscooter im Programm: die Autohaus Konrad GmbH in Erlangen und die Auto-Fiegl GmbH in Schwabach. Der Streetscooter wird in den drei Varianten Box, Pure und Pickup produziert. Alle drei sind mit einer 20 Kilowatt-Batterie oder einer 40 Kilowatt-Batterie zu bekommen, deren Reichweite mit 113 Kilometern bzw. 205 Kilometern angegeben wird. Zusätzlich werden im Katalog noch die geringeren Reichweiten mit 80 bzw. 125 Kilometern genannt, die die Post durch ihren eigenen Einsatz ermittelt hat. Zum „Paket“ gehört auch die Ladeinfrastruktur, die sogenannte Wallbox.

Für die Elektrofahrzeuge mit einem vollelektrischen Antrieb, die ausdrücklich für den Kurzstreckenverkehr entwickelt wurden, sieht Buttenhauer ein großes Potenzial. Er denkt beispielsweise an den Verkehr auf größeren Werksgeländen, Flughäfen, Tiergärten sowie auf Krankenhaus-Arealen oder im kommunalen Einsatz. So sei etwa der Stop-and-go-Verkehr bei der Müllabfuhr Gift für die herkömmlichen Dieselfahrzeuge der Reinigungsbetriebe. Überhaupt eigne sich das E-Nutzfahrzeug für alle Unternehmen und Einrichtungen, die regelmäßig mit einer fest definierten Tour mehrere Standorte oder Filialen beispielsweise mit Post oder Waren versorgen.

Von der positiven Resonanz der ersten Monate ist auch Buttenhauser überrascht. Er führe viele Gespräche mit Firmenchefs, der erste Streetscooter wurde im April verkauft. Intern ist er für das laufende Jahr von 20 Verkäufen ausgegangen, mittlerweile rechnet er mit Stückzahlen „deutlich darüber“.

Quelle WIM